Als 1969 ein Team um Hans-Wilhelm Gäb und Rainer Braun die damals noch so genannte "deutsche auto zeitung" - tatsächlich im Zeitungsformat - aus der Taufe hob, war dies ein durchaus gewagtes Projekt; denn der eindeutige Marktführer "auto motor und sport" von der Motor Presse Stuttgart hatte sich zuvor nachhaltig gegen jede Form von Konkurrenz durchgesetzt. Nach einigen Monaten im Zeitungsformat wandelte sich das neue Blatt in die nun als zweiwöchentliche Zeitschrift erscheinende "auto zeitung". Und diese Publikation hat sich bis heute als einzige echte Alternative zu "auto motor und sport" behauptet. Ein Vorteil der "auto zeitung" ist sicher ihr sehr günstiger Preis, aber auch qualitativ vermag sie ohne größere Einschränkungen zu überzeugen. Die in jedem Heft sehr zahlreich zu findenden Tests, vorzugsweise Vergleichstests, sind informativ, sachlich und vor allem objektiv. Sie zeichnen sich außerdem durch eine sehr gute, manchmal geradezu begeisternde Illustration aus. Attraktive Fahrzeuge werden fotografisch eindrucksvoll vor herrlichen Landschaften in Szene gesetzt. Dazu kommen auch schön gestaltete Berichte über klassische Fahrzeuge, Supersportwagen oder Luxus-Autos. Der Ratgeber-Bereich ist von praktischem Nutzen, kompakt im Umfang und kompetent in der Aussage. Etwas spärlich fällt die Berichterstattung über den Automobilsport aus, die sich in erster Linie auf die Formel 1 konzentriert. Der regelmäßige Umfang der "auto zeitung" liegt von der Seitenzahl unter dem von "auto motor und sport" - unter Abzug der für Anzeigen genutzten Seiten bei beiden Blättern herrscht aber wieder ungefähr Gleichstand. Wer also eine abwechslungsreiche Alternative zum Branchenführer unter den über den gesamten Automobilismus informierenden vierzehntägigen Zeitschriften sucht, ist mit der "auto zeitung" wirklich gut bedient.