Dieses Buch beschreibt einige der für Audi in den letzten 25 Jahren wesentlichen Veränderungen, ohne die die heutige Premiummarke vermutlich nicht mehr existent wäre. Der Image-Wandel von der Hut-Hosenträger-Spiesser-Kutsche hin zum technisch faszinierenden Lifestyle-Produkt wäre ohne einen Treiber wie Piech nicht möglich gewesen. Eine der wesentlichsten Erkenntnisse für mich in diesem Buch: Piech ist der Meinung, Kaufmänner und Juristen sollten keine Vorstandsvorsitzende von Technologiekonzernen sein. Piechs Beispiel zeigt deutlich, nur ein Technikgetriebener (aber auch -VERLIEBTER) konnte den Aufstieg von Audi vorantreiben.
Daneben erkannte Piech als einer der ersten die wichtige Rolle des Design und begann schon früh, es als strategisches Tool zur Unternehmensentwicklung und -positionierung zu benutzen. Ohne eine entsprechende Design-Strategie wäre die Plattform-Strategie nie durchsetzbar gewesen, da sich die Fahrzeuge des Konzerns dann zu sehr geglichen hätten.
Die Energie und der Spass Piechs an der Automobiltechnik, seine Hingabe und sein Gestaltungswille, kurz seine immer noch spürbare Begeisterung machen dieses Buch lesenswert.