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Authentische Freiheit: Zur Begründung einer Ethik nach Sartre
 
 
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Authentische Freiheit: Zur Begründung einer Ethik nach Sartre [Taschenbuch]

Tatjana Schönwälder-Kuntze
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 207 Seiten
  • Verlag: Campus Verlag; Auflage: 1 (14. Mai 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3593367610
  • ISBN-13: 978-3593367613
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 14,9 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.515.751 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die Studie widmet sich Sartres "Philosophie der Freiheit" und untersucht sie unter dem Aspekt einer daraus resultierenden Ethik. Dabei wird erkennbar, dass Freiheit bei Sartre nicht zum Selbstzweck erhoben wird, sondern vielmehr die Grundlage zur Verwirklichung eines würdigen Umgangs miteinander darstellt. Mit dieser neuen Perspektive wird die Aktualität der Analysen Sartres für gegenwärtige Ethik- und Wertedebatten offen gelegt.

Der Autor über sein Buch

Sartre analysiert den Status quo und legt ihn nicht fest
Mit Jean-Paul Sartres atheistischem Existentialismus wird gemeinhin eine pessimistische Weltsicht verbunden, die im Gegensatz zu dem der christlichen Existenzphilosophen, wie Kierkegaard oder Jaspers, keinerlei Hoffnung zuzulassen scheint, Wege aus der ‚menschlichen Hölle' zu finden.
Im Gegensatz zu dieser Einschätzung steht Sartres eigener Anspruch an seine Theorie. Sartre hat unermüdlich daran festgehalten, daß es zwischen seiner Philosophie und einer ‚Moral der Freiheit' keinen Widerspruch gäbe, daß man Ontologie und Ethik nicht voneinander trennen könne.
Das vorliegende Buch weist nach, daß die skizzierte Einschätzung auf einem schwerwiegenden Mißverständnis seitens der Kritik aufbaut und Sartres Philosophie seinem eigenem Anspruch gerecht werden kann. Das heißt, daß Sartes Ethik aus seiner Philosophie heraus begründbar ist. Sartres phänomenologische Analysen des Subjekts und der Intersubjektivität beschreiben keine unauflösbaren, notwendigen Strukturen - wie etwa bei Kants transzendentalem Subjekt -, sondern es handelt sich um frei oder spontan geschaffene Strukturen, die eben dadurch auch veränderbar sind und sein müssen. Daher darf Sartres Ontologie nicht als Beschreibung einer ‚ausweglosen Hölle' gelesen werden, sondern als notwendige Reflexion auf den frei gewählten Status quo, um durch die Einsicht in seine Mißstrukturen aus ihnen herauszufinden.
In diesem Buch wird zunächst neben der Skizzierung der scheinbaren Einwände gegen Sartres Ethik der Stellenwert des cartesischen cogito als Ausgangspunkt seiner Theorie erläutert sowie Sartres Methode der Strukturbestimmung als transzendentale Reflexion herausgestellt. Das folgende Kapitel macht deutlich, daß Sartres phänomenologisch gewonnenen Subjekt- und Intersubjektivitätsstrukturen zwar eine ‚Ontologie der cartesisch-analytischen Reflexion' darstellen. Diese dürfen aber mitnichten als a priori notwendig bezeichnet werden, da sie durch das Bewußtsein gewählt werden, wenn es sich realisiert. Zugleich wird gezeigt, daß es in Sartres Philosophie nur eine einzige Notwendigkeit gibt: wenn es Bewußtsein gibt, dann muß spontan und kontingent ein Bewußtseinsprinzip aufgetaucht sein und immer wieder auftauchen, das darin besteht, die Materie, die es ist, zu spiegeln - in Sartres Worten: das Sein zu nichten. Sämtliche Strukturen, Eigenschaften, Wahrnehmungsformen etc., die die Philosophie und die Psychologie dem Subjekt als a priori notwendige Grundausstattung zuschreiben, sind hingegen durch und in der Bewußtwerdung frei geschaffen und daher veränderbar. Die Ethik Sartres, die im letzten Kapitel in ihren Grundsätzen skizziert wird, zielt darauf ab, die Strukturen des ‚cartesischen Subjekts' als unauthentisch zu erkennen und sie in eine authentische Freiheit umzuwandeln, die notwendig mit der Freiheit aller anderen in einem reziproken Bedingungsverhältnis steht. Damit zeigt das Buch, daß Sartre ein grundsätzlich anderes Begründungskonzept für ethisch-moralisches Verhalten vorschlägt als viele ‚klassische' Ethikkonzeptionen, die versuchen, aus dem Subjekt heraus oder über die ‚göttliche' Transzendenz intersubjektive Verhaltensnormen zu begründen.

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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Begeistert habe ich dieses Buch verschlungen - ein Muss für Menschen, die gerne ihre Betrachtungsperspektiven ändern um Themen besser zu verstehen. Seien Sie bereit, zu Ergebnissen zu kommen, die vielleicht nicht unbedingt der gängigen Meinung entsprechen - jedoch durchaus schlüssig und richtig sind. Das ganze Buch ist ein gewaltiger Denkansatz für Forscher mit beweglichen Geist!
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