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Kundenrezensionen

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am 8. Mai 2008
Das Thema ist spannend: Wie kann ich in einer pseudo-freien Gesellschaft, die aber durch Fernsehen und mediale Werte doch eigentlich streng begrenzt ist, ich selbst sein? Wie kann ich anders sein als die anderen, ohne am Anders-Sein zu leiden oder ohne mich auf ein vorgefertigtes 'Anders-Sein' einzulassen? Wie kann ich herausfinden, wer ich bin? Bin ich nicht nur das, was andere in mir sehen wollen?
Fromm, der Freuds Psychoanalyse gut kennt und überwunden hat, geht als Sozialanalytiker an diese Fragen heran, umschreibt sie uns, reflektiert das 19. und das 20. Jahrhundert: welche Probleme hatte die Gesellschaft vor den Weltkriegen - welche danach? Was bedeutete dies für das Individuum? Welchen Einfluss hat die Psychoanalyse auf unser Verständnis vom modernen Menschen?
Das Buch enthält mehrere etwa 10-seitige Aufsätze von Erich Fromm, es ist 2000 zum ersten Mal erschienen, verlegt von einem der ehemaligen Mitarbeiter Fromms.
Ich persönlich fand die Aufsätze anregend - vermisste in ihnen aber die eigene geistige Wurzel einer Idee. Fromm referiert, er fasst sehr nett zusammen, zitiert unzählbar viele Quellen... aber es fehlt am Ende sein Fazit, seine eigene Linie.
Gerade bei solchen Aufsätzen erwarte ich als Leser von meinem Autor schon eine eigene Stellungnahme: was denkt denn nun Herr Fromm, woher heutzutage authentische Individualität stammen kann?
Dies verrät er uns aber nicht.
Einerseits mutig, solche Aufsätze ohne ganz eigenes Fazit zu verfassen, auch eine schöne Anregung zum Weiterdenken - aber in allerletzter Konsequenz doch nicht ganz befriedigend - für mich jedenfalls. Daher von mir ein Lob für die Thematik und das Problembewusstsein, die vielen Zitate und die einordnenden Gedanken - aber ein kleines Minus für die fehlende eigene Stellungnahme: 4 Sterne.
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am 27. Mai 2009
Ich halte das Buch von Erich Fromm für unumgänglich für jeden,
der dabei ist, sich selbst zu erforschen und die eigenen Möglichkeiten,
die in uns stecken, zu realisieren.
Allein schon der Ansatz: "Wenn wir Entscheidungen treffen und
nicht bloß Erwartungen von außen erfüllen (Fassadenidentität ablegen)
war mich der zündende Funke. Ich kann das Buch unbedingt Empfehlen.
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am 29. Dezember 2010
Erich Fromm analysiert hart aber fair und vor allem scharfsinnig seine damalige und auch unsere Gesellschaft.
Hätte er die Mechanismen unserer Kultur miterlebt, mit Chats, Partnerbörsen, Musikstile, Drogenkonsum (inkl. Alkohol), Sexsucht und die alltägliche Promiskuität, so würde er sich vollends bestätigt fühlen, aber auch sehr betrübt sein, dass er recht hatte.
Man erkennt sich wieder, möchte weinen, ihm die Gurgel herumdrehen, schreien und sich bei seinen Mitmenschen entschuligen.
Aber es befreit, man erlebt die Welt wieder mit den bewundernden Augen eines Kindes, das sich noch wundern kann.

Er lässt einen lange warten, wer es sich kauft ist entweder vom Fach oder erhofft sich Anweisungen sprich einen Bauplan für sein Leben, einen Teufel tut er, erst wenn man sich vollends geöffnet hat und selbst eine waage Vorstellung von sich hat, erst dann gibt er keine Lösung, sondern er bestätigt einen in seinem neugewonnenem Glauben.

Ein Buch, ein Geschenk, das eigentlich der Großteil der Menschen lesen sollte, die sich ohnmächtig fühlen.
Und das sind weit aus mehr als man glauben mag.
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am 25. April 2011
Ich habe das Buch von einer guten Freundin empfohlen bekommen. Anfangs dachte ich mir: Was soll ich damit? Jedoch muss man das Buch unter dem Aspekt lesen, dass man es auf sich bezieht. Wenn man die Beispiele kritisch auf sich bezieht, kommt man schnell zu Erkenntnissen, mit denen man (sicher) nicht gerechnet hätte. Es ist erstaunlich, dass dieses Buch trotz seines alters kaum etwas an Aktualität verloren hat. Es hat mir geholfen, mich wieder besser zu fühlen und meine Umwelt unter anderen Gesichtspunkten wahrzunehmen. Ich empfehle es allen, die das Gefühle haben nicht wirklich sie selbst zu sein, ich bin der Überzeugung es wird ihnen helfen. Probiert es aus und lest es wirklich kritisch! Sonst macht es keinen sinn diese Buch zu lesen, den es ist kein billiger Roman!
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am 26. Juni 2009
Dass dieses Fromm Buch nicht mehr aufgelegt wird ist fast unverantwortbar, weil sich darin viele wesentliche aspekte auf den punkt gebracht finden, die das moderne Leben des modernen Menschen ausmachen: Dass er nur noch eine von den "Man" (Heidegger) erfundene Marionette der Oberflächlichkeit und Lebensmonotonie ist. Es hört sich zwar radikal an, doch wie Fromm sagt: Wenn alle an derselben krankheit leiden, wird es nicht als Krankheit erkannt. Ichbin davon überzeugt, dass wenn die Menschen mit dem in dem Buch enthaltenen gedankengut konfrontiert würden, sie aus ihrer "verschuldeten Unmündigkeit" (Kant) aufwachen würden. Auf den Punkt gebacht: Ist das Leben, so wie es gelebt wird lebenswert? Fromm kritisiert und analysiert nicht nur, sondern er macht auch Verbesserungsvorschläge, wie man ein authentisches Leben leben kann und sollte, um die psychische Gesundheit zu erhalten und Lebensfreude umzusetzen. Einleitend weißt er auf die Existenzweise des Seins hin, wie in "Haben oder Sein" ausführlich erklärt, die eine auf die Erfarhung und Selbstverwirklichung ausgerichtete Lebensweise ist, und nicht wie im Haben auf das Horten von und leben für tote Materie ist. Was das Wesen des Menschen ausmacht ist seine Möglichkeit zur Selbstbestimmung; er kann seine Geschichte selbst schreiben wenn er die Zügel in die Hand nimmt. Doch: "Was für das Denken und Fühlen gilt, das gilt auch für das Wollen. Die meisten Menschen sind überzeugt, dass ihre Entschlüsse die ihren sind und dass es sich um ihr eigenes Wollen handelt, wenn sie etwas wollen, solange sie nicht von einer äußeren Macht offen zu etwas gezwungen werden. Aber das gehört zu den großen Illusionen, die wir uns über uns selber machen. Sehr viele unserer Entschlüsse sind nicht wirklich unsere Entscheidungen, sondern sie werden uns von außen suggeriert. Wir bringen es fertig, uns einzureden, es handele sich um unsere eigenen Entscheidungen, aber in Wirklichkeit verhalten wir uns so, wie es die anderen von uns erwarten, und das tun wir aus Angst vor der Isolierung und weil wir unser Leben, unsere Freiheit und unsere Behaglichkeit unmittelabr bedroht fühlen." (S. 102) Erich Fromm ist zweifellos ein wichtiger Vordenker für eine utopische Gesellschaftsordnung und auch wenn es eine solche ideale nicht gibt, so ist sicher, wenn die Menschen mit dieser kritischen Denkweise aufgezogen werden würde, dann hätte unsere ziviliserte Gesellschaft eine andere Form. Viele VEränderungen werden folgen. Fromm war und bleibt ein Pionier für diesen Weg!
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am 3. Juni 2012
Authentisch leben ist eines der vielen kleinen Schätze, die man in der sozio-psychologischen Literatur finden kann.

Erich Fromm vermittelt uns einen Eindruck, wie wir Glück und Zufriedenheit finden können und zwar ohne auf Kosten anderer und auch nicht auf Kosten der eigenen Integrität zu leben.

Dabei bleibt Fromm im Kontext seiner gesamten Arbeit bei der Sache, nämlich dem Menschen in seiner Unfertigkeit.

Ich empfehle jedem dieses wie auch andere Bücher von Erich Fromm, zugleich aber auch, nicht dabei stehen zu bleiben, sondern die Ideen und Gedanken und Schlussfolgerungen Fromms weiterzudenken, vor allem aber zu experimentieren.
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am 12. Februar 2011
Aus dem großen Archiv der Arbeiten von Erich Fromm stellte Herausgeber Rainer Funke einige Aufsätze zum Buch "Authentisch leben" zusammen. Mit dem Titel begibt sich Funke bereits in die Sphäre einer populären Lebenshilfe-Literatur, welches sicher der Auflagenhöhe zugute kommt. Aus sozialwissenschaftlicher Sicht ist es ein antiquiertes Buch, bei dem man bedenken sollte, dass sich Erich Fromm nicht an einer Schreibmaschine gesetzt hat und dieses Buch zu schreiben, sondern die einzelnen Aufsätze zwischen 1937 und 1968 entstanden sind und zu einem Buch (von Funke) zusammengestellt wurden. Es gibt sicherlich aktuellere Bücher die im Zeitgeist der Selbstthematisierung und Selbstfokussierung, die die Krise des Individuums oder die Stellung und Verwirklichung des "Ichs" in der Heute-Gesellschaft zum Inhalt haben.
Mit der Aufforderung "authentische zu leben" spricht der Herausgeber das Klientel an Rezipienten an, die vom intuitiven Gefühl beeinflusst sind, dass wir nicht authentisch Leben. Fromm begreift die Psychoautomatismen von Gesellschaften intellektuell und bringt sie seiner Leserschaft deskriptiv-rhetorisch nahe. Er veranschaulicht Dissonanzen im Individuum-Gesellschaft-Paradigma die die Menschen vielleicht als Unwohlsein innerhalb des zivilisatorischen Standards empfinden.
Die Befriedigung von Erwartungen des Buches ist ambivalent. Zum einen kann der Leser seine emotionalen Alltagserfahrungen in Fromms abstrakten Erläuterungen wiederfinden, ohne das Fromm selbst einen Beweis dafür anführt.

"Hinter der Fassade von Zufriedenheit und Optimismus ist der heutige Mensch tief unglücklich; tatsächlich steht er am Rande der Verzweiflung. Er klammert sich verzweifelt an seine vermeintliche Individualität. Er möchte "anders sein", und er kennt kein größeres Lob, als von etwas zu sagen, es sein "anders". - Seite 82.

"Die meisten Menschen sehen aber auch nicht mehr den Unterschied zwischen dem Authentischen und dem Fassadenhaften, obwohl sie unbewusst den Unterschied wohl wahrnehmen". - Seite 141.

Zum anderen ist für einen geübten Rezipienten populär- oder gar wissenschaftlich- psychologischer Lektüre Erich Fromms Essays durchdrungen von Phrasen.

"Wir sind nur fähig, den anderen zu erkennen, zu verstehen und zu lieben, wenn wir auch fähig sind, uns selbst zu verstehen, zu lieben und zu kennen [...]". - Seite 58.

"Nehmen wir an, jemand sieht eine Rose und stellt fest: "Das ist eine Rose" oder "Ich sehen eine Rose". Sieht er die Rose wirklich?" - Seite 141.

Fromms Voraussetzungen für ein authentisches Leben ist die Fähigkeit des Staunens, die Kraft sich zu konzentrieren, die Fähigkeit der Selbst-Erfahrung und die Fähigkeit Konflikte und Spannungen zu akzeptieren.Seine letztendliche Erklärung für das authentischen leben kulminiert sich in den Satz:

"Authentisch zu leben ist die Bereitschaft, täglich neu geboren zu werden." - Seite 154.

Eine naiv anmutende und pastorale Erklärungsformel ohne praktischen - aber mit spirituellem Aha-Effekt. Fromms Neigung zum spirituell-pastoralen wird deutlich. Jene Neigung die ihm in der akademischen Welt seine Reputation als ernstzunehmenden Psychoanalytikers beschädigt hat.

"[...] als Glaube an eine Idee, die man wissenschaftlich oder verstandesmäßig nicht beweisen kann, sondern eines Glaubens wie im Alten Testament, wo das Wort für Glauben soviel wie Gewissheit bedeutet." - Seite 155.

Fromm ist ein Klassiker und Klassiker sollte man lesen. Die Schriften der antiken Philosophen sind heute noch ein Teil des geisteswissenschaftlichen Archivs wie die von Marx, Freud oder Rudolf Steiner. Fromm sollte man lesen, aber nicht bei ihm stehen bleiben.
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am 11. August 2015
"Sind wir davon überzeugt, dass der Mensch kein Ding ist und für niemanden als Mittel zum Zweck dienen darf, dann gilt wirklich, dass es noch nie so schwer war wie in unserer gegenwärtigen Industriegesellschaft, die Natur des Menschen zu verstehen. Mit Hilfe des Verstandes hat es diese Gesellschaft ferttiggebracht, die Natur in einer Weise zu beherrschen, wie es sich vor hundert Jahren noch niemand hätte träumen lassen. Angefeuert durch seine ständig wachsenden Fähigkeiten, hat der Mensch seine gesamte Energie auf die Produktion und den Konsum von Dingen konzentriert. Bei diesem Prozess erlebt er sich selbst als ein Ding, das Maschinen manipuliert und von ihnen manipuliert wird. Soweit er nicht von anderen ausgebeutet wird, beutet er sich selbst aus. Er stellt sein menschliches Wesen in den Dienst seines Lebensunterhalts; seine menschlichen Kräfte benutzt er zur Befriedigung seiner stets wachsenden, größtenteils künstlich erzeugten Bedürfnisse. Er läuft damit Gefahr zu vergessen, dass er ein Mensch ist. Deshalb war es noch nie schwieriger, aber auch nie notwendiger als heute, die traditionellen Anschauungen über die Natur des Menschen neu zu überdenken." S.40
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am 7. Mai 2015
Rezension zu: Erich Fromm, Authentisch leben, 6. Auflage, Freiburg 2009.

«Authentisch leben» wurde aus verschiedenen Quellen zusammengesetzt. Rainer Funk hat das Vorwort verfasst und führt schon zu Beginn vor Augen, wie es um die Thematik des Buches bestellt ist. Erich Fromm findet seinen Anschluss zum Vorwort und zeigt, was er unter Authentizität überhaupt versteht. Dies ist deshalb wichtig, weil der Mensch von heute Wörter gebraucht, deren Sinn meist nebulös geworden ist; seine Wortwahl entbehrt der Klarheit. Fromm definiert, präzisiert, erklärt. Er kontrastiert das authentische mit dem entfremdeten Leben. Der Mensch vermag nur dann authentisch zu leben, wenn er mit sich und seiner Umwelt in Beziehung steht, in Fromms Augen ist der beziehungslose Mensch dem Wahnsinn verfallen. Auf dem Weg zu einem authentischen, daher spontanen Leben lauern viele falsche Freiheiten und Hürden. Dazu zählen die postmoderne Selbstinszenierung, der egozentrische Individualismus und die «irrationale Autorität». Mit dem Begriff «irrationale Autorität» meinte Fromm Autorität, die auf Angst oder Druck baut, aber keine Kompetenz vorweisen kann (S. 20).

Der moderne Mensch wird mit einer Maschine verglichen, unfähig, Bindungen einzugehen und ein gesundes Privatleben zu führen. Nach geleisteten acht Stunden Arbeit können viele nichts mit sich anfangen. Dreißig Jahre nach Erich Fromms Tod, hat sich die Lage diesbezüglich verschärft. Seine Gedanken führen den Autor auf die Frage nach dem «Wesen des Menschen», das es seiner Meinung nach geben muss, und wie sich ein Leben wider dieses «Wesen» auf die menschliche Psyche auswirkt. Er beschreibt sehr anschaulich, wie unsere Fröhlichkeit verkrüppelt wird, wenn wir uns auf dem «Markt» selbst anbieten, zu Werkzeugen werden. Wir werden abstrahiert und nicht mehr wie Lebewesen behandelt, fähig zu echten Gefühlen und eigenen Gedanken.

Enttäuscht und unzufrieden, flüchtet der moderne Mensch in die Selbstsucht und wird anschließend von noch mehr Unglück erdrückt. Erst die Selbsterkenntnis versetzt ihn in die Lage, wirklich für sich selbst sorgen zu können. In der Öffnung zur Welt ruht seine Befreiung aus dem «Gefängnis unseres Egoismus» (S. 54). Diese geht mit der Abwendung von den falschen Versprechen aus den Werbungen und der Industrie einher. Sich selbst lebendig erleben, lässt viele Versuchungen der Konsumgesellschaft verblassen. Aber es erfordert Mut, sich auf die eigenen Kraft zu verlassen.

Als einer der wenigen westlichen Denker traute sich Erich Fromm auf die Frage nach dem Sinn des Lebens eine Antwort zu geben. Das ist ihm hoch anzurechnen. In einem Punkt irrte er sich aber, nämlich als er den Gedanken formuliert, der Mensch sei das einzige Tier, das Werkzeuge als Erweiterungen seiner Gliedmaßen einsetzt. Die moderne Ethologie hat diese These widerlegt und den Beweis erbracht, dass auch andere Tierarten so vorgehen, z.B. bei der Nahrungssuche. Doch der Psychoanalytiker konnte zu seiner Zeit nichts davon ahnen, denn die Feldforschung hat diese Entdeckung nach seinem Tod gemacht.

Einmal mehr sticht Erich Fromm als ein origineller und aufmerksamer Denker aus der Masse der Intellektuellen heraus und «Authentisch leben» beweist, wie aktuell seine Einsichten geblieben sind. Zeit seines Lebens hat er die Menschheit bereichert und ich meine, dass er dies auch nach seinem Tod vermag.
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am 12. Juli 2008
Authentisch leben

Wer von Erich Fromm nur "Die Kunst des Liebens" kennt, hat viel versäumt!
Ich finde dieses Buch ausgezeichnet. Gerade heute erscheint es mir sehr aktuell und wichtig, da es in dieser Welt der ständigen Medienüberflutung mit Banalitäten immer schwieriger wird man/frau selbst zu bleiben, zu sich zu stehen, authentisch zu leben eben.
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