Ausweitung der Kampfzone und über 1,5 Millionen weitere Bücher verfügbar für Amazon Kindle. Erfahren Sie mehr
Gebraucht kaufen
EUR 6,72
Gebraucht: Gut | Details
Verkauft von super-buecher
Zustand: Gebraucht: Gut
Ihren Artikel jetzt
eintauschen und
EUR 2,00 Gutschein erhalten.
Möchten Sie verkaufen?
Zur Rückseite klappen Zur Vorderseite klappen
Anhören Wird wiedergegeben... Angehalten   Sie hören eine Probe der Audible-Audioausgabe.
Weitere Informationen
Dieses Bild anzeigen

Ausweitung der Kampfzone Gebundene Ausgabe – 2005


Alle 12 Formate und Ausgaben anzeigen Andere Formate und Ausgaben ausblenden
Amazon-Preis Neu ab Gebraucht ab
Kindle Edition
"Bitte wiederholen"
Gebundene Ausgabe
"Bitte wiederholen"
EUR 3,71
Audio-CD, Audiobook
"Bitte wiederholen"
Unbekannter Einband
"Bitte wiederholen"
EUR 7,80
11 gebraucht ab EUR 3,71

Hinweise und Aktionen

  • Amazon Trade-In: Tauschen Sie jetzt auch Ihre gebrauchten Bücher gegen einen Amazon.de Gutschein ein - wir übernehmen die Versandkosten. Hier klicken

Jeder kann Kindle Bücher lesen — selbst ohne ein Kindle-Gerät — mit der KOSTENFREIEN Kindle App für Smartphones, Tablets und Computer.


Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
  • Verlag: Wagenbach (2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3803131405
  • ISBN-13: 978-3803131409
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 12,6 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (114 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 425.607 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Michel Houellebecq wurde 1958 auf La Réunion geboren und wuchs bei seinen Großeltern in Crécy-La-Chapelle auf.

1980 erhielt er sein Diplom als Agraringenieur, danach arbeitete er im Informatik-Bereich.
Houellebecq veröffentlichte zunächst Gedichtbände, für die er bald mit Preisen ausgezeichnet wurde. 1992 wurde ihm der Prix Tristan Tzara für »Suche nach Glück«, 1996 der Prix de Flore für »Der Sinn des Kampfes« verliehen. Der internationale Durchbruch gelang ihm mit seinem ersten Roman »Ausweitung der Kampfzone«.

Sein zweiter Roman, »Elementarteilchen«, erschien im Herbst 1998 und wurde noch im gleichen Jahr mit dem angesehenen Prix Novembre und dem Prix du Meilleur Livre de l'Année des Literaturmagazins »Lire« ausgezeichnet. Der visionäre Gesellschaftsroman erschien in über 25 Übersetzungen und wurde zum viel diskutierten Kultbuch.

Im Jahr 2000 erschienen die satirische Reiseerzählung »Lanzarote« und die Miszellaneensammlung »Die Welt als Supermarkt«. 2002 folgten ein Essay über den amerikanischen Autor H.P. Lovecraft, »Gegen die Welt, gegen das Leben«, und der Roman »Plattform«. 2009 wurde sein Briefwechsel mit Bernard-Henri Lévy, »Volksfeinde«, und 2010 die Essaysammlung »Ich habe einen Traum« veröffentlicht. 2011 erschien der Roman »Karte und Gebiet«, für den Michel Houellebecq mit dem renommiertesten französischen Literaturpreis, dem Prix Goncourt, ausgezeichnet wurde. Zuletzt veröffentlichte der DuMont Buchverlag 2014 den Gedichtband »Gestalt des letzten Ufers« und 2015 den Roman »Unterwerfung«.

Produktbeschreibungen

Amazon.de

Jeder gegen jeden
"Wir sagen ja zur modernen Welt", konnte die Münchner Band Freiwillige Selbstkontrolle Anfang der 80er Jahre noch selbstironisch singen. "Ich liebe diese Welt nicht", wütet der namenlose Ich-Erzähler im Erstlings-Roman des Franzosen Michel Houellebecq, "ich liebe sie ganz entschieden nicht."

Die Stationen seiner Odyssee durch die Vorhölle der modernen Angestellten-Welt am Ende der 90er sind allerdings auch kaum geeignet, von dieser Haltung nur ein Quentchen abzurücken. Keine Hoffnung, nirgends: Der EDV-Spezialist einer Pariser Softwarefirma, jung, beruflich erfolgreich, zugleich bindungslos und depressiv, protokolliert mit bösem Röntgenblick eine Gesellschaft, die pausenlos plappernd leerläuft. Ein Jahrmarkt der Eitelkeiten, der sich mehr und mehr in einen Kriegsschauplatz verwandelt. Sex stellt für Houellebecq in diesem Kampf jeder gegen jeden nur ein "zweites Differenzierungssystem" dar, das zwar vom ökonomischen abgekoppelt, aber "mindestens ebenso erbarmungslos" funktioniert: "Die Unternehmen kämpfen um einige wenige Jungakademiker; die Frauen kämpfen um einige wenige junge Männer; die Männer kämpfen um einige wenige Frauen. Das Maß an Verwirrung und Aufregung ist beträchtlich."

Der Frontberichterstatter Houellebecq weiß nur zu gut, daß die herkömmliche Form des Romans nicht geeignet ist, die Indifferenz oder das Nichts zu beschreiben, und folglich geht es ihm auch nicht darum, sein Talent mit "sublimen Beschreibungen verschiedenartiger Seelenzustände" zu vergeuden. Film noir statt Eric Rohmer: Wenige Episoden, skizzenhaft hingeworfen, reichen aus, um am Ende der Versuchsanordnung ein vernichtendes Urteil zu sprechen: "Das Lebensziel ist verfehlt." Mit diesem Wissen, ahnt man, geht es jetzt noch 20, 30, 40 Jahre weiter, bis zum Ende. Die Hoffnung, jemals rettendes Ufer zu erreichen, ist dahin.

Zugegeben, manchmal verwechselt der angry young man vor lauter Böse-Sein-Wollen auch die Provokation mit deren Attitüde. Dennoch: Mit sparsamsten Mitteln, auf wenig mehr als 150 Seiten, gelingt Houellebecq ein eindrucksvolles, wiewohl reichlich desillusionierendes Psychogramm unserer Verlorenheit, unseres Selbstbetrugs und unserer unstillbaren Manie, glücklich sein zu wollen. Literatur, schrieb Kafka, sei die Axt für das gefrorene Meer in uns. Houellebecq, am Ende des Jahrhunderts, hantiert mit Sprengsätzen. --Niklas Feldtkamp

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Ausweitung der Kampfzone
OT Extension du domaine de la lutte OA 1994 DE 1999Form Roman Epoche Gegenwartsliteratur
Der Romanerstling von Michel Houellebecq avancierte in Frankreich innerhalb kürzester Zeit zu einem Kultbuch. Er gilt als Markstein eines neuen realistischen Romantyps, der dem Lebensgefühl einer desillusionierten, »post«-modernen Generation Ausdruck verleiht.
Resignativ beobachtet der Protagonist in der Großstadtwelt zwischen Büro, Hochhaus und Disco den allgemeinen Kulturverfall und registriert das fortschreitende Verlöschen zwischenmenschlicher Beziehungen. Die zentrale These des Romans, in Zeiten eines völligen Liberalismus spalte der Sex die Gesellschaft erbarmungslos in Sieger und Verlierer und schaffe so ein »zweites Differenzierungssystem«, das unabhängig vom Geld funktioniere, griff der Autor in seinen Romanen Elementarteilchen (1998) und Plattform (2001) wieder auf.
Inhalt: Die Geschichte spielt in den 1990er Jahren in Frankreich. Der namenlose Ich-Erzähler, ein gut verdienender Informatiker Anfang dreißig, fühlt sich seit der zwei Jahre zurückliegenden Trennung von seiner Freundin Véronique, die ihn nach einer psychoanalytischen Behandlung aus der gemeinsamen Wohnung warf, als erotischer Versager. Der ständig an Brechreiz leidende junge Mann ist verzweifelt einsam. Von der Gefühlsleere des ihn umgebenden Milieus seelisch zermürbt, lebt er fast vollständig isoliert. Sein einziger privater Kontakt ist ein verkrachter Priester, den er von früher kennt. Kurz vor Weihnachten schickt ihn sein Arbeitgeber, eine Pariser Softwarefirma, nach Rouen, wo er ein neues EDV-System einführen soll. Dabei begleitet ihn sein Kollege Raphaël Tisserand, ein Verlierertyp par excellence, hässlich und uncharmant, von Frauen und Sex besessen, aber ohne jede Chance, jemals von einer Frau erhört zu werden. Im beruflichen Leben, so der Ich-Erzähler, stehe er auf Seiten der Sieger, in sexueller Hinsicht gehöre er eindeutig zu den Verlierern. Nach einer Kette von Demütigungen besuchen die beiden Kollegen am Heiligabend eine Diskothek, wo ihnen ein junges, verliebtes Paar auffällt. Diese Liebe, die Zärtlichkeit und das demonstrative Glück erscheinen ihnen unerträglich. Der Held drückt seinem Kollegen ein Messer in die Hand und fordert ihn zum Mord auf. Gemeinsam folgen sie dem jungen Paar an den Strand und beobachten in den Dünen die Verführungskünste des dunkelhäutigen jungen Mannes. In deutlicher Anlehnung an die Erzählung Der Fremde (1942) von Albert R Camus blitzt im Mondlicht das Messer auf, aber es kommt nicht zu einem »absurden« Mord. Tisserand hat »keine Lust, sie zu töten. Blut ändert auch nichts«. Noch in derselben Nacht macht er sich auf den Rückweg nach Paris. Der Erzähler kehrt an seinen Arbeitsplatz zurück, wo er erfährt, dass Tisserand auf der Fahrt nach Paris bei dichtem Nebel mit seinem Wagen tödlich verunglückt ist. Kurz darauf begibt sich der Erzähler in psychiatrische Behandlung und geht für einige Wochen in ein Sanatorium. Nach der Entlassung bricht er zu einem Ausflug mit dem Fahrrad in die Berge auf.
Wirkung: Das von der Kritik zunächst nicht übermäßig wahrgenommene Werk wurde durch Mundpropaganda nach und nach zu einem Publikumserfolg. Der irritierende Roman, der gleichermaßen jubelnde Zustimmung und wütende Ablehnung erfuhr, erhielt den Grand Prix National des Lettres sowie den Prix Flore für den besten Erstlingsroman. S. Na. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Medienjournal-blog.de am 31. März 2011
Format: Taschenbuch
Zum Inhalt:
Der namenlose Erzähler ist ein alternder, desillusionierter Informatiker, der den Auftrag bekommt, die Einführung einer neuen Software im Landwirtschaftsministerium zu übernehmen. Ihm zur Seite steht dabei Tisserand, ein hässlicher, vorlauter Mann, der sich selbst als Offenbarung für die Frauenwelt sieht, wobei diese dies jedoch bisher nicht entdeckt zu haben scheint.

Doch im Grund bietet dieses Gerüst nur den Aufhänger für die tristen, lebensverneinenden Schilderungen und Gedanken des Erzählers, der, in der selbst geschaffenen sozialen Isolation gefangen, dem Leben keinen tieferen Sinn und sich selbst keinen Daseinszweck bescheinigen kann.

Die Depressionen des Erzählers steigern sich im Verlauf der Geschichte umso mehr, als ihm auch die letzten sozialen Bindungen abhandenkommen.

Rezension:
Der Roman-Erstling Houellebecqs, lange wollte ich ihn schon gelesen haben, nachdem Die Möglichkeit einer Insel" und auch Elementarteilchen" mich zu begeistern wussten. Die geschilderte Tristesse, die Überlegenheit der Schönen und Jungen gegenüber der alternden, der hässlichen Bevölkerung als System sozialer Hierarchien in punkto Sexualität wird mit einer derartigen Vehemenz dargebracht, als unabänderlich verkauft, und macht dabei den Verdruss des Erzählers deutlich, der es leid ist, in dieser den erdachten Marktgesetzen unterworfenen Gesellschaft einen der unteren Ränge zu bekleiden und somit nichts wert zu sein. Dies alles schildert die Figur Houellebecqs mit einer Sprachgewalt die Ihresgleichen sucht.
Lesen Sie weiter... ›
Kommentar War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback. Wenn diese Rezension unangemessen ist, informieren Sie uns bitte darüber.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Peter Steele am 27. Juli 2008
Format: Taschenbuch
Ein Freund brachte mich dazu mir den Roman "Plattform" zu kaufen und so kam ich dann - weil ich von Plattform begeistert war - auch zur "Ausweitung der Kampfzone" - ein Buch das mich nicht weniger begeistert hat.
Das Werk von Houellebecq ist getragen von der Sehnsucht und Unmöglichkeit der Liebe in unserer hochgradig individualiserten Welt.
In "Ausweitung der Kampfzone" geht es um einen mittleren Angestellten, der seine berufliche Position gefunden hat aber aufgrund seiner Einsamkeit in schwere Depressionen verfällt.
Der Protagonist ist Informatiker und gewinnt seiner gut bezahlten Arbeit keinerlei Erfüllung ab. Als ihm ein Teilnehmer eines Fortbildungskurses den er durchführen muss, um eine neue Software in den Behörden des französischen Agrarministeriums einzuführen, entgegenhält, dass die Software nur eine Beschäftigungstherapie für die Pariser Bürokratie ist, die auf dem Land nicht benutzt wird, hat der Protagonist nichts zu erwidern. Die Vorführung der Sinnlosigkeit des eigenen Schaffens führt zu keinem Aufbäumen mehr.
Unser Held interessiert sich schließlich nicht für seine Arbeit.
Er ist einsam auf der Suche nach Freundschaft und vor allem auf der Suche nach Liebe. Eine tiefe unerfüllbare Leidenschaft.

Der Roman ist in seinem depressiven Grundton fast schon erdrückend. Daher ist er auch für viele Leser nicht zu empfehlen. Ich bin auch noch einige Tage nachdem ich das Buch weggelegt habe manchmal niedergeschlagen von der Sinnlosigkeit des Lebens, die einem dieses Buch vermitteln will (im Übrigen mit Erfolg!).

Zur Handlung selbst ist genug geschrieben worden, weswegen ich mich auf anders beschränken möchte.
Lesen Sie weiter... ›
1 Kommentar War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback. Wenn diese Rezension unangemessen ist, informieren Sie uns bitte darüber.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
82 von 100 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 23. Juli 2005
Format: Gebundene Ausgabe
In Ausweitung der Kampfzone erzählt Michel Houellebecq von einer Welt, in der jegliches menschliches Verhalten den Marktgesetzen unterworfen ist, und von denjenigen, die nicht über genügend Tauschmittel (gutes Aussehen, Erfolg, Geld) verfügen, um an diesem Leben teilzunehmen.
Die äußere Handlung des Romans ist schnell erzählt. Ein kleiner Angestellter eines Software-Unternehmens wird im Auftrag des Landwirtschaftsministeriums - zusammen mit einem Kollegen namens Tisserand - auf eine Dienstreise geschickt, um Software-Schulungen durchzuführen. In einer Reihe episodenhafter Geschehnisse wird die Hoffnungslosigkeit und Verlorenheit des Protagonisten in der Welt deutlich.
Wie Camus' Held Meursault in „Der Fremde" ist auch die Hauptperson in Houellebecqs Roman ein Franzose, der bar aller Bindung und ohne Liebe gleichgültig dahinlebt. Auch der Ton der beiden Werke gleicht sich. Dem „Heute ist Mama gestorben. Vielleicht auch gestern, ich weiß nicht." setzt Houellebecq ein: "Von Zeit zur Zeit bleibe ich am Straßenrand stehen, rauche eine Zigarette, weine ein bißchen und fahre weiter." entgegen. Es gibt weitere Parallelen zum Werk Camus', und auch eine gewisse Nähe zu Sartres „Der Ekel" lässt sich nicht leugnen, aber dennoch setzt „Ausweitung der Kampfzone" nicht die Reihe französischer existenzialistischer Nachkriegsromane fort, denn anders als Antoine Roquentin in Sartres „Der Ekel" versucht Houellebecqs Protagonist nicht, seinem Ekel in und vor der Welt auf den Grund zu gehen, sondern nimmt ihn mit fatalistischer Gelassenheit als unabänderlich hin.
Lesen Sie weiter... ›
Kommentar War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback. Wenn diese Rezension unangemessen ist, informieren Sie uns bitte darüber.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen

Die neuesten Kundenrezensionen


Ähnliche Artikel finden