Wer schon andere Bücher von Edward ST Aubyn gelesen hat, weiss dass er keine leichte Kost zu erwarten hat. In seinen wohl bekanntesten autobiogrphisch gefärbten Romanen SCHÖNE VERHÄLNISSE und SCHLECHTE NEUIGKEITEN wird das schon überdeutlich. Das sind keine Bücher zum Schmökern und dienen nicht wirklich der Unterhaltung, doch sie besitzen ohne Frage eine hohe literaische Qualität.
Bei dem vorliegenden Buch wird der Leser bis an die perönlichen Grenzen gefordert und auch teilweise überfordert. Sicher ist der Erzählton satirisch und manchmal sogar kabaratistisch, doch es geht um den nahen Tod des Ich-Erzählers und seine Umgebung reagiert darauf zynisch und brutal. Das ist kein schwarzer Humor, wie man ihn bei Engländern kennt und manchmal sogar schätzt. Hier wird das baldige Sterben eines Menschen verächtlich gemacht und man kann es einfach nicht ernst nehmen. Doch das Schlimmste ist der Sprachstil, der manchmal wirkt als ob St Aubyn diesen Roman in einem Anfall von Fieberwahn geschrieben hätte. Die Sätze werden zu einer sinnlosen Aneinanderreihung von Worten missbraucht und mancher Leser fühlt sich verschaukelt ob der Sinnlosigkeit. Es gibt vielleicht Leser, die das alles verstehen mögen oder zumindest vorgeben daran Gefallen zu haben, doch die sind sicher rar gesät.