Kurzbeschreibung
Die Einwanderungsbestimmungen der USA sind komplex, die Zahl der möglichen Visa für Einwanderer ist groß, und auf den ersten Blick erscheinen die einzelnen Anforderungen unübersichtlich und verworren.
Der Ratgeber „Auswandern in die USA“ hilft, sich zunächst einen umfassenden Überblick zu verschaffen und seine persönlichen Chancen und Möglichkeiten auszuloten. Er bietet Hilfestellungen bei der Suche nach einem Arbeitsgeber und einen Leitfaden durch den Dschungel der verschiedenen Visumsbestimmungen.
Der Verlag über das Buch
Die Einwanderungsbestimmungen der USA sind komplex, die Zahl der möglichen Visa für Einwanderer ist groß, und auf den ersten Blick erscheinen die einzelnen Anforderungen unübersichtlich und verworren. Mit dem Buch „Auswandern in die USA“ erhalten Sie einen fundierten Ratgeber an die Hand, der Ihnen hilft, sich zunächst einen umfassenden Überblick zu verschaffen und seine persönlichen Chancen und Möglichkeiten auszuloten.
Einer der wichtigsten Schritte ist die Suche nach einem Arbeitgeber, weshalb im ersten Teil des Buches detailliert auf diesen Aspekt eingegangen wird. Aber Sie erhalten auch einen Leitfaden durch den Dschungel der verschiedenen Visumsbestimmungen. Sie erfahren welche Schritte nach der Einreise zu erledigen sind und wie Sie in den USA schnell Fuß fassen können.
Hintergrundinformationen zu Land und Leuten und den einzelnen Staaten sowie eine Sammlung der wichtigsten Post- und Internet-Adressen runden den Ratgeber ab.
Ertay Hayit, Köln, Verleger
Über den Autor
Für diesen Ratgeber hat sie ihre persönlichen Auswander-Erfahrungen durch eine umfangreiche Recherche angereichert.
Auszug aus Auswandern in die USA: Viele Tipps und Infos zu Visum und Einreise, Jobsuche und Leben in der USA von Andrea Hécz-Obermann, Ertay Hayit. Copyright © 2007. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Der Atlas. Mit ihm fing diese Geschichte an. Wolfgang, mein Gatte, ging abends zum Regal und nahm den „Taschenatlas der Welt“. Er fragte mich: „Weißt du, wo Galveston liegt?“ Noch nie gehört, antwortete ich. Dass wir anderthalb Jahre später ans Ende der Welt ziehen würden mit Sack und Pack, daran habe ich an diesem Abend keineswegs gedacht.
Das Ende der Welt befindet sich 6000 Meilen (10.000 Kilometer) südwestlich von Bonn. In League City, Texas, gelegen zwischen Houston und Galveston am Golf von Mexiko.
Hier bekam Wolfgang eine Stelle an der medizinischen Universität. Für drei Jahre. Für sechsunddreißig Monate gehen wir nun dorthin. Heutzutage muss man dahin, wo es Arbeit gibt. Punkt.
Geschrieben ist es in paar Zeilen, organisiert in anderthalb Jahren. Dreimal hinfliegen, alles anschauen, für vier Personen ein Visum beantragen, den Hurrikan „Rita“
abwarten, ein Haus kaufen, den Umzug vorbereiten. Und jetzt packen. Einen Tag vor Heiligabend erhielten wir 120 Umzugskartons. In drei Minuten kann Wolfgang einen zusammenbauen: falten unten, falten oben, an den Seiten kleben. Berge brauner Schachteln stapeln sich in der Wohnung
zur größten Freude unserer Kinder, die mittlerweile in die Fußstapfen Rezzo Pianos getreten sind (der 68-jährige ist ein internationaler Spitzenarchitekt).
In drei Wochen müssen wir fertig sein. Bis jetzt haben wir 15 Transportkisten geschafft. Alle Bücher und Gesellschaftsspiele sind verstaut. Kompliziert wird es mit den Kleidern. Da müssen wir gut überlegen, was in den
Container kommt, der 4-6 Wochen unterwegs sein wird, und was in die Koffer, aus denen wir einige Wochen leben werden.
Während in Bonn die Temperaturen im Keller weilen, klettert die Quecksilbersäule in Texas auf 23° C.
Noch genießen Rebekka (6) und Patrick (8) den Schnee – in vier Wochen, nach elf Flugstunden, werden sie einen Jetlag haben wegen des Zeitunterschieds von sieben Stunden. Sie werden eine amerikanische Schule besuchen. Englisch sprechen sie so gut wie Suaheli. Statt vier bis fünf Unterrichtseinheiten wie in Deutschland, müssen sie in den USA sieben Stunden die Schulbank drücken. Trotzdem: Sie freuen sich. Freuen sich auf ein großes Abenteuer, das sie hoffentlich bereichern wird.
„Und du, wie fühlst du dich?“, fragen mich viele Leute. Eigentlich sehe ich der Sache auch optimistisch entgegen, auch wenn viel Angst mit im Spiel ist. An manchen Tagen bin ich bis zum Heulen verzweifelt. Doch in solchen Momenten denke ich an meinen heißgeliebten Opa, der zu sagen
pflegte: „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.“ Mit dieser Devise habe ich die vergangenen 15 Jahre und zehn Umzüge gut überstanden.