Das Thema ist von hohem Interesse für alle, die selbst als Coach den Zugang zu Unternehmen suchen oder als Personalverantwortliche eine entsprechende Auswahl treffen müssen. Die Autorin hat das Gespräch mit den HR-Managern großer Unternehmen gesucht und deren Kriterien erfragt. Interessant finde ich, dass die Aspekte, nach denen die Auswahl getroffen wird, von Unternehmen zu Unternehmen schwanken. Überall scheint jedoch die Vorbildung des Coachs von großer Bedeutung, interessanterweise nicht nur seine Qualifikation als Coach, sondern noch mehr, welche Erfahrungen er bis dahin in der Berufswelt gesammelt hat. Das ist spannend.
Noch interessanter hätte ich es gefunden, wenn die Autorin mehr auf ein entscheidendes Thema der Praxis eingegangen wäre, nämlich dass Coachingverträge oft nicht auf Basis formaler Kriterien, sondern aufgrund von Vitamin B geschlossen werden. Auch finde ich den Preis für ein Büchlein von 175 Seiten für Unternehmen zwar akzeptabel, für Coaching-Interessierte allerdings recht hoch.
Die Lektüre lässt sich sinnvoll durch Werke darüber ergänzen, wie man als Coach auf sich aufmerksam macht, etwa das flotte Buch
Sog-Marketing für Coaches: So werden Sie für Kunden und Medien (fast) unwiderstehlich.