Pressestimmen
»Isolde Ohlbaum hat ein Gespür für das Zusammenspiel von Menschen und für charakteristische Momente. Gleichwohl sind ihre Aufnahmen weit davon entfernt, blosse Schnappschüsse zu sein. Ein zweiter Blick wird auf den Fotos die formalen Elemente entdecken, die Komposition von Körperhaltungen etwa oder den Wechsel von Licht und Schatten. Da schauen Herta Müller und Oskar Pastior, Ilma Rakusa und Anita Albus schmunzelnd in die Sonne, während im Hintergrund ein altes Fenster die Viererkonstellation wiederholt.« (Nico Bleutge, Neue Zürcher Zeitung, 3.11.2009) »Seit vielen Jahren begleitet die Fotografin Isolde Ohlbaum die Reisen der Akademie. Ihre Aufnahmen bezeugen jene Atmosphäre vertrauter Verbundenheit, die entsteht, wenn Menschen sich im besten Sinne wahrgenommen und erkannt, doch nie beobachtet fühlen. Mit »Auswärtsspiele« legt Ohlbaum nun ein Album der vergangenen zehn Jahre vor; die Stationen reichen von Budapest (1998) über Krakau (2000), Turin (2002), St. Petersburg (2004) und Kopenhagen (2006) bis nach Lemberg (2008). Es ist ein herrliches Bilderbuch geworden, in dem man nicht nur vielen geschätzten Bekannten, sondern auch großen Toten wiederbegegnen kann. Deutsche Dichter und Denker erkennt man daran, dass sie von Isolde Ohlbaum fotografiert werden.« (Felicitas von Lovenberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.10.2009)
Kurzbeschreibung
Ein Bildband der profiliertesten Fotografin des literarischen Lebens.Das fotografische Werk von Isolde Ohlbaum prägt seit vielen Jahren unser Bild von den Gesichtern der deutschen Literatur und auch der ins Deutsche übersetzten Literatur. Sie hat zahlreiche Bildbände mit geradezu klassischen Autorenportraits veröffentlicht. Zeitungen und Buchverlage verwenden ihre Fotos, um die Autoren ins Bild zu setzen.
Seit vielen Jahren begleitet Isolde Ohlbaum die Frühjahrstagungen der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, die alle zwei Jahre im Ausland stattfinden. Bei diesen »Auswärtsspielen« steht nicht das repräsentative oder charakteristische Einzelportrait im Vordergrund, sondern Ohlbaum zeigt Momente und Konstellationen, Gesprächsszenen, gemeinsame Lesungen, Stadtspaziergänge und die An- und Abreisen.
Mit sensiblen Einstellungen und dem spontanen Blick ihres Objektivs nimmt der Betrachter an Szenen des literarischen Lebens teil, die viele Überraschungen bereithalten: Wer steht mit wem beim Kaffee? Wer ist wem in freundschaftlicher Geste zugewandt? Wer ist mit wem auf einem Spaziergang ins Gespräch vertieft?
Der große Zusammenhang der Literatur rückt als Ganzes ins Bild, wenn Isolde Ohlbaum die Autoren nach Budapest (1998), Krakau (2000), Turin (2002), St. Petersburg (2004), Kopenhagen (2006) und Lemberg/Czernowitz (2008) begleitet.
Ein Essay von Wilhelm Genazino eröffnet den eindrucksvollen Bildband.