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Australien. Die Besiedelung des Fünften Kontinents.
 
 
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Australien. Die Besiedelung des Fünften Kontinents. [Broschiert]

Robert Hughes , Karl A. Klewer
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 703 Seiten
  • Verlag: Droemer Knaur (August 1992)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426048663
  • ISBN-13: 978-3426048665
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 12 x 4,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 615.255 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor

Robert Hughes ist 1938 in Sydney, Australien, geboren und dort aufgewachsen. Er lebt und arbeitet seit 1970 in den USA als Kunstkritiker für Time Magazine . Er hat zahllose Artikel und 13 Bücher veröffentlicht und diverse Preise und Auszeichnungen erhalten, u.a. den Academy Award in Literature.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von ludwigwitzani TOP 500 REZENSENT
Sachbücher sind wie Fenster in fremde Welten. Gut geschrieben eröffnen sie dem Leser ein neues Universum, in das man sich verlieren möchte. Ein solches Buch ist auch die vorliegende Gründungsgeschichte Australiens. Angefangen von der "First Fleet", die Mörder, Betrüger und Halunken im Jahre 1787 nach Sydney beförderte, wo sie beinahe samt und sonders verhungert wären, bis zur Gründung von Melbourne, Brisbane, Adelaide und Hobart und der Aufhebung des Sträflingssystems entsteht die packende Geschichte eines neuen Kontinentes. Hundert Geschichten weiss der Autor kurzweilig und spannend zu erzählen, wenngleich es mitunter ein wenig an der Strukturierung hapert. Aber das macht nichts: das Buch ist mehr als eine Geschichte Australiens. es ist ein Lesenbuch über den Menschen und seine Möglichkeiten, aus dem Nichts heraus Leben und Dauer zu schaffen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Amarczon
Im Jahr 1988 feierte Australien seine Zweihundertjahrfeier. Nur zwei Jahre zuvor, 1986, veröffentlichte der Australier Robert Hughes dieses Buch, dass sich einer Zeit in der Geschichte des Landes widmet, die in der allgemeinen Erinnerung der Australier sehr gerne verschwiegen wird: Die Besiedlung des Kontinents als Strafkolonie für Britische Verbrecher.

Robert Hughes lebt seit 1970 in New York, und gehört zu den wichtigsten Kunstkritikern des Landes. Außerdem ist er als Filmproduzent und Autor tätig. Dieses Werk gehört zu seinen bedeutendsten Büchern, und stand über Monate auf den amerikanischen Bestseller-Listen.

Das knapp 700 Seiten starke Buch befasst sich mit der Zeit Australiens als Strafkolonie. Begonnen 1788, dem Jahr, in dem die ersten Sträflinge in Botany Bay landeten, bis zu den Jahren um 1850, als die Deportation nach Australien Stück für Stück abgeschafft wurde. Robert Hughes stützt sich bei seinen Schilderungen in erster Linie auf offizielle Texte der Behörden in England und Australien, sowie auf Tagebücher und Briefe, die von Sträflingen und freien Siedlern der Kolonie verfasst wurden.

Das Buch beginnt mit einer kurzen Beschreibung des ursprünglichen Australiens, wie es in der Mitte des 18. Jahrhunderts von englischen Seefahrern entdeckt wurde. Ein exotisches Land mit bis dahin unbekannten Tieren und Pflanzen, und den feindseligen Aborigines.
Es folgt ein ausführliches Kapitel über die Gesellschaft und die Lebensbedingungen im England des 18. Jahrhunderts. Darin wird verdeutlicht, warum die Regierung die Deportation nach Australien als geeignetes Mittel zur Lösung ihrer Probleme ansah.
Nach dieser rund 100 Seiten langen Einleitung beginnt die direkte Geschichte der Besiedlung Australiens mit der ersten Überfahrt, und den riesigen Problemen, denen sich die Gefangenen und die Siedler in der ersten Sträflingskolonie Sydney ausgesetzt sahen. In den folgenden Kapiteln geht Robert Hughes sehr ausführlich auf die Menschen in den Kolonien ein. Er veranschaulicht, was für Menschen die Straftäter in der Kolonie waren, die teilweise für die geringsten Verbrechen zu sieben Jahren Deportation verurteilt wurden. Er beschreibt die schrittweise Kolonisierung des Kontinents, beginnend bei der Hauptinsel, über Vandiemensland (Das heutige Tasmanien), und die kleine Norfolkinsel. Immer wieder zieht er dabei Einzelschicksale von Sträflingen, Siedlern oder Regierungsangestellten heran, um an ihren Beispielen die Lebensbedingungen der verschiedenen Gesellschaftsklassen in den neuen Kolonien zu veranschaulichen. Wie genau er dabei vorgehen kann zeigt auch ganz deutlich, wie sehr wir heute von der peinlich genauen Buchführung der Kolonialregierung profitieren.
Über die letzten rund 220 Seiten geht Hughes schließlich auf die Aufhebung der Deportation nach Australien ein, die nach einem fehlgeschlagenen Systemwechsel über eine Entwicklung von rund 30 Jahren nach und nach für den gesamten Kontinent durchgesetzt werden konnte.
Das Buch endet bei der Einhundertjahrfeier 1888, als die Deportation komplett abgeschafft ist, und die Verdrängung der Vergangenheit bereits einzusetzen beginnt. Schon 1888 beschwert sich der Dichter Henry Lawson im liberalen Republican darüber, dass australische Schüler nichts über die Geschichte Australiens vor 1950 lernten. Ein Umstand, der sich auch bis in die Sechzigerjahre des 20. Jahrhunderts nicht änderte.

Gerade aufgrund dieser allgemeinen Verdrängung der düsteren Vergangenheit des Landes als Sträflingskolonie, ist ein Buch wie dieses von Robert Hughes umso wichtiger. Die Ausführlichkeit, die Genauigkeit und die Liebe für die Details tun den Rest, um dieses Buch zu einem herausragenden Werk über die Kolonisierung des fünften Kontinents zu machen.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Viking
Von Amazon bestätigter Kauf
Robert Hughes hat mit diesem Buch eine sehr detailierte Ausarbeitung über etwa die ersten 100 Jahre der Besiedlung Australiens durch den weisen Mann geschaffen. Die Schilderungen umfassen alle Gesellschaftsschichten, angefangen von den Zwangsdeportierten Sträflingen, deren freie Nachkommen, über die freien Siedler, die Seesoldaten, Schiffsbesatzungen, Governeure, Händler sowie die englischen Adligen und Monarchen. Eingangs wird die damalige englische Gesellschaft und Englands Situation in der Welt betrachtet. Es wird aufgezeigt, warum es damals so viele Sträflinge in England gab und warum für sie eine Lösung gefunden werden musste. Eindringlich werden die Situationen in Londons Straßen, auf den Gefängnisschiffen, in den Sträflingskolonien Australiens, Tasmaniens und der Norfolkinsel beschrieben. Aber auch die Beziehungen der Sträflinge untereinander, die Situationen der Sträflingsfrauen, die Beziehungen zu den Aboriginies, die verschiedenen erprobten Strafsysteme, das Leben an Bord während der Überfahrt, der Kampf gegen die Natur und die Eingeborenen, die ungerechte Landverteilung, Hunger und Dürreperioden oder der später einsetzende Goldrausch und noch viele andere hier nicht erwähnte Themengebiete schenkt Robert Hughes in diesem Werk seine Aufmerksamkeit. Dabei stützt er sich durchgehend auf die Aussagen und Beschreibungen von Zeitzeugenberichten, meist in Form von Briefen und Tagebüchern oder auf staatliche Dokumente. Untermalt werden die Themen noch durch eine Vielzahl von Fotos und Zeichnungen aus der damaligen Zeit und einer Reihe von Karten die die verschiedenen Besiedlungs- und Aufteilungsstadien Australiens zeigen. Ein wahrhaft monumentales Werk zu diesem Thema.
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