Der Spion in geheimer Missionarsstellung, Austin Powers, ist zurück und dies mal wird sein Kampf gegen seinen Erzfeind Dr. Evil persönlich.
Nachdem Austin Powers seinen Nemesis endlich hinter Schloss und Riegel bringen kann, veranlasst dieser, dass Austin's Vater (Nigel Powers) entführt wird. Der ehemalige Geheimagent wird vom hinterlistigen Goldständer verschleppt und in den 70er Jahren gefangen gehalten.
Nun muss sich Austin auf eine wilde Reise zurück in die Siebziger begeben, um seinen Dad aus den Fängen von Goldständer zu bebreifen. Inzwischen ist es Dr. Evil und seinem Klon MiniMe gelungen aus dem Gefängnis auszubrechen und nun streben sie mit Hilfe von Goldständer erneut Chaos und Weltherrschaft an.
"Goldständer" ist der dritte Teil der "Austin Powers"-Reihe und kann wirklich nahtlos an seine Vorgänger anknüpfen. So kann Mike Myers sein darstellerisches Genie erneut beweisen, indem er im dritten Teil insgesamt vier Rollen übernommen hat : Austin Powers, Dr. Evil, Fieser Fettsack und der Holländer Goldständer. Wer sich den Film auf Englisch ansieht, kann sich von Mike Myers Talent überzeugen, da man ihn in den verschiedenen Rollen kaum wiedererkennt.
Mit Beyoncé Knowles konnte ein Powers-Girl verflichtet werden, welche Austin in kaum einem Punkt nachstehen muss. So kann die Sängerin, welche auch den Titelsong für den Film eingesungen hat, ihre komödiantische Seite präsentieren und auch Schlagkraft beweisen.
Als Vater von Austin Powers konnte die englische Schauspieler-Legende
Sir Michael Caine engagiert werden, welcher jedoch nur die zweite Wahl war (Sean Connery hatte für den Film abgesagt). Aber trotzdem kann der Charakterdarsteller in dieser Komödie glänzen.
Der Humor des Mike Myers ist natürlich kein Fall für jedermann. Die einen können sich über den Kanadier regelrecht kaputt lachen und die anderen verziehen kaum eine Miene. Ein kleiner negativer Beigeschmack von "Goldständer" ist, dass den Filmmachern nichts wirklich neues eingefallen ist. So kommt einem der ein oder andere Sketch aus den vorherigen Filmen bekannt vor. Im zweiten Teil konnten die Gesangseinlagen von Dr. Evil viele Lacher verbuchen und so ist es kein Wunder, dass Mike Myers auch diesmal das Musikgeschäft durch den Kakao zieht. Auch wenn Austin Powers in seinen bekannten Mustern verhaart, ist "Goldständer" im Punkto Humor nicht minderwertiger als seine Vorgänger.
Austin Powers ist in den USA teilweise erfolgreicher gewesen als das Original, James Bond. Da überrascht es nicht, dass sich ein vierter Teil (wahrscheinlicher Titel : Live and let Pussy die) bereits in der Preproduction befindet und dann Ende des kommenden Jahres auf das Publikum losgelassen werden soll.
Hoffentlich hat Mike Myers dann auch ein paar neue Ideen. Die Reihe ist inzwischen im Filmgeschäft so ettabliert, dass man ruhig neues probieren könnte.
Bleibt einem nichts weiter zu sagen als : "Let's freak !"