Moira ist eine Außenseiterin. In sich gekehrt und unabhängig von den Meinungen und Wünschen ihrer Mitmenschen, auch von denen ihrer Familie. Als sie ins Internat kommt, bleibt das auch so, kein Wunder, das sie nicht besonders beliebt ist und häufig gehänselt wird. Doch dann geschieht eine Katastrophe in Moiras Familie. Die jüngere Schwester liegt nach einem fatalen Sturz im Koma. Moira eilt an ihr Krankenbett und in dem Bemühen, einen Kontakt zu der reglosen Schwester herzustellen, legt Moira eine Lebensbeichte ab. Wut und Schmerz, Hass und Liebe, Vorwürfe und Verzeihen, alles ist in dieser Rückschau enthalten, die innere Monologe mit Erinnerungen und der gegenwärtigen Krankenhandlung verknüpft. Dies alles wird grundiert von den fabelhaft poetischen Naturbeschreibungen.
Ein Roman, der berührt, weil er von entwaffnender Lebenshaltigkeit ist.