Hätte Schröder auch nur einmal über sein Manuskript gelesen, oder es irgend jemandem vom Fach zum Lesen gegeben, bevor es in den Druck ging, hätte er nur einmal eine einzige Geschichte, die die Jungs ihm da aufgetischt haben kritisch hinterfragt, so wäre einige sachliche Fehler vielleicht schon vor Drucklegung aufgefallen. Also ich kenne keinen, der in der DDR der achziger Jahre JEDEN TAG mit Halstuch zur Schule mußte, auch war die Mitgliedschaft bei den "Jungen Pionieren" kostenlos, die FAP war nicht die Abkürzung für Freie Arbeiterpartei, Hess hat sich nicht am 13.August aufgehängt... Und wenn Nolde erzählt, er habe damals (1986) in Johannisthal keine Nazis gefunden, zu denen er Anschluß bekommen konnte, so sei hier festzustellen, das einige ganz bekannte Neonazis damals mit ihm zusammen zur Schule gegangen sind. Auch ein Ingo Hasselbach war nicht nur der politische Stratege und hat sich auch nicht nur aufgrund des Druckes, den die Kameraden auf ihn ausübten, an schwersten Gewaltstraftaten beteiligt, schon gar nicht "nur als Selbstverteidigung". Diese Aufzählung ließe sich weiterführen.
Jedenfalls zeigt sich an diesen wenigen Beispielen, dass Burks sich "Bären über Bären aufbinden" läßt und seine Infos nicht wie ein seriöser Journalist gegencheckt, sondern einfach gedankenlos veröffentlicht. So kommt es dann, dass ein heute wieder im Internet aktiver Rechter als "Aussteiger" beschrieben wird, obwohl es die "Spatzen von den Dächern pfeiffen" und er selber in seinem Forum auch gar keinen Hehl daraus macht, wessen Geistes Kind er eigentlich ist. Jeder der auch nur einen Funken Ahnung von der Thematik hat, erkennt wie unprofesionell dieses Buch geschrieben wurde. Burkhard Schröder hat sich damit eindeutig in das journalistische und politische AUS katapultiert.