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Ausspielung der Barbaren [Taschenbuch]

Xuewu Gu
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Kurzbeschreibung

14. Januar 1999
Das Konzept, durch gegenseitiges Ausspielen der Gegner die eigenen Positionen zu verbessern, wurde in China schon früh zu einer umfassenden Strategie ausgebaut. Auch die »Schaukelpolitik« der Volksrepublik China gegenüber den Supermächten USA und UdSSR während des Kalten Krieges ist, wie der Verfasser überzeugend belegt, nur auf der Basis dieses historischen Strategems zu verstehen.
Anhand einer systematischen Analyse der drei zentralen Weichenstellungen der chinesischen Außenpolitik in der Zeit des Ost-West-Konflikts zeigt Gu die verschiedenen Varianten der »Ausspielung der Barbaren« auf.
Das Werk ist die erste primär strategemisch ausgerichtete Untersuchung zur chinesischen Außenpolitik in einer westlichen Sprache. Sie vereinigt authentische Einblicke in die chinesische Binnensicht mit exakter wissenschaftlicher Analyse.
Der Verfasser ist habilitierter Politikwissenschaftler.

Aus dem Inhalt:
Die Option für die Sowjetunion beim Ausbruch des Kalten Krieges - Die Annäherung der Vereinigten Staaten am Vorabend der Ost-West-Entspannung - Von der Allianzpolitik zur Diplomatie der Äquidistanz: Der Strategiewechsel beim Wiederaufflammen des Ost-West-Konfliktes nach der Ära der Entspannung

Produktinformation

  • Taschenbuch: 337 Seiten
  • Verlag: Nomos; Auflage: 1 (14. Januar 1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3789056847
  • ISBN-13: 978-3789056840
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 5.923.884 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Das Buch von Xuewu Gu, einen der wenigen China-Experten (selbst chinesischer Herkunft) in Deutschland - der zugleich ein Lehrstuhl an der Buchumer Universität für Geschichte und Politik Ostasiens inne hat - ist mit dieser Habilitationsschrift ein Seltenexemplar der chinesischen Außenpolitik unter Mao Zedong und Deng Xiaoping während des Kalten Krieges gelungen.
Der Autor geht am Anfang auf die Geschichte Chinas und die Rolle des Konfuzianismus, der politischen Kultur des Kaiser Reiches und deren Einfluss auf das Denken und Handeln der späteren kommunistischen Führer ein. Danach geht er auf die Anfänge der chinesischen Diplomatie gegenüber den USA und Sowjetunion noch vor der Machtergreifung der Kommunisten ein und veranschaulicht warum die Chinesen sich später für die Sowjetunion entschieden haben. Es folgen dann später sehr ausführlich die Außenpolitik Mao Zedongs und seines Außenministers Zhou Enlai und die Deng Xiaopings (zu aüsführlich um es zu kommentieren, besser selbst lesen).
Das erstaunliche ist, dass in der Literatur das Gleichgewichtsdenken nur der amerikanischn Seite unter Nixon und Kissinger zugesprochen wird. Der Autor überzeugt jedoch wie die Chinesen selbst zur selben Zeit diese Gleichgewichtspolitik gegenüber den USA und der UdSSR verfolgten . Auch der Sowjetunion wird dieses unterstellt. Allen Drei Akteuren galt es die ein Seite gegen die andere Seite "als Karte" auszuspielen.
Es ist sehr interessant den Kalten Krieg mal aus der chinesischen Perspektive zu beobachten. Dazu bietet dieses relativ neue Werk und vor allem in deutscher Sprache - verglichen mit früheren Werken aus den 70er Jahren von Jürgen Domes, Oskar Weggel, Peter Opitz - ein hervorragenden Einblick in die Materie. Es ist zugleich ein Meisterwerk aus dem Feder der Realistischen Schule (Bonner Schule der Politikwissenschaft). Für alle Interessierten der Geschichte der chinesischen Außenpolitik und die der internationalen Beziehungen im Kalten Krieg möchte ich dieses Werk sehr empfehlen.
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