Zufällig las ich im Netz, dass der im Oktober 2011 erscheinende Roman "Aussortiert" von Helmut Krausser bereits 2007
unter dem Pseudonym "Titus Keller" veröffentlicht wurde.
Daher habe ich "vorab" die alte Keller Ausgabe gelesen.
Und ich habe sie schnell gelesen. Es ist schon ein echter "Pageturner".
Nicht weil der Roman sonderlich spannend oder aufregend ist,
sondern weil er extrem kurzweilig und rasant ist - auf jeder Seite passiert etwas und Krausser verwendet hier schon, wie bei seinen späteren Romanen, kaum ein Wort zuviel.
Da kann man schnell noch das nächste Kapitel lesen, und das nächste, und ...
Ja, es gibt viele Klischees und Abgedroschenes (schon der Name des Helden sagt fast alles), aber man merkt,
dass der Autor bei seinem Ausflug in ein neues Genre viel Spass hatte.
Ich fühlte mich ebenfalls gut unterhalten, wenn auch die Auflösung/Ende mich nicht ganz überzeugten und es für eine echte "Pulp Novel" dann doch nicht abgedreht genug war.