Auf dieses Buch bin ich zufällig beim Stöbern in der Buchhandlung gestoßen.
Ein Roman über die Psychologie des Bösen, geschrieben wie mit dem Skalpell - so verspricht der Klappentext und das ist nicht gelogen. Aber es ist auch nicht alles.
Das Buch schildert die Lebens- und Arbeitssituation vierer Frauen, die im fiktiven dänischen Zentrum für Information über Völkermord arbeiten. Als einige der Kolleginnen Droh-Emails erhalten, verändert sich die fragile Situation schnell.
Zunächst steht ein gesuchter serbischer Kriegsverbrecher in Verdacht, doch...
Die ohnehin schon von Mobbing geprägte Büroatmosphäre wird zunehmend unerträglicher.
Jeweils aus der Sicht einer der Protagonistinnen werden die einzelnen Kapitel geschildert, so dass man nach und nach die verschiedenen Sichtweisen der Geschichte erfährt.
Teilweise ist es so spannend geschrieben, dass man nicht aufhören kann zu lesen, teilweise musste ich es weglegen, weil ich manche Schilderungen - etwa bestimmte Mobbingsituationen - beklemmend real fand.
Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, es ist spannend und erstaunlich realistisch, trotz einiger absurder Dinge.
Und jeder, der mit verschiedenen Kollegen zusammenarbeitet, wird über diese Situation sicher nochmal nachdenken und vielleicht seinen Reaktionen mal hinterfragen.