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'... mit Ausnahme Deutschlands'. Als Botschafter Israels in Bonn.
 
 
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'... mit Ausnahme Deutschlands'. Als Botschafter Israels in Bonn. [Taschenbuch]

Avi Primor
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 318 Seiten
  • Verlag: Ullstein Tb; Auflage: Überarb. Ausgabe. (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548359108
  • ISBN-13: 978-3548359106
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 12 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 798.955 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Avi Primor
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Für alle Staaten mit Ausnahme Deutschlands galten die Pässe des jungen Staates Israel. Diese, in die Reisedokumente eingestempelte Ausnahme galt auch für die ansonsten weltoffene Seele des jungen Avi Primor: "Schon in meiner Kindheit war mir klar, dass ich mit Deutschland nie etwas zu tun haben, mit Deutschen weder verkehren noch sie überhaupt jemals kennenlernen würde". Mit diesem Satz beginnt Avi Primor, von 1993 bis 1999 Botschafter Israels in Bonn, seinen äußerst aufschlussreichen Bericht über die (Vor-)Geschichte seiner diplomatischen Mission.

Von Deutschland hat der 1935 geborene Primor, dessen Mutter 1932 von Frankfurt nach Palästina übersiedelte, zu Hause nur wenig erfahren. Zwar beschäftigte sich die Mutter, deren am Main gebliebenen Verwandte und Freunde allesamt dem Holocaust zum Opfer fielen, ständig mit deutscher Literatur, las die Neue Zürcher und andere deutschsprachige -- nicht aber deutsche -- Zeitungen und Zeitschriften und schloss in der neuen Heimat vorwiegend Freundschaft mit deutschstämmigen Juden. Doch Deutschland selbst war im Hause Primor tabu und blieb für den jungen Avi lange Zeit ein weißer Fleck auf der Landkarte.

Warum er trotzdem, ja: warum er vielleicht gerade deswegen später als Botschafter Israels gerade dort die richtige Besetzung war, darüber gibt dieses Buch beredt Auskunft. Der Autor schildert uns, weshalb er und viele israelische Juden seiner Generation, die wie er von Deutschland nur wenig wussten, gegen die Deutschen eine an Feindseligkeit grenzende Ablehnung empfanden: "Es hatte (...) mit den Grundlagen unseres Daseins zu tun und lief auf die Erkenntnis eines Vorgangs hinaus, der sich am kürzesten mit dem Wort Demütigung umschreiben lässt". Nicht nur, aber auch von der Verwindung dieser Demütigung im (diplomatischen) Dienst am israelischen wie am deutschen Volk handelt dieses Buch. Es sei gerade auch jenen zur Lektüre anempfohlen, die über das Unvorstellbare, das Deutsche Juden angetan haben und das Deutsche und Juden nach wie vor trennt, in Zukunft lieber schweigen als es wieder und wieder zu erinnern. --Andreas Vierecke -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Avi Primor, seit 1993 israelischer Botschafter in Bonn, setzt sich auf sehr persönliche und offene Weise mit den durch die Vergangenheit belasteten deutsch-israelischen Beziehungen auseinander und würdigt die heutige enge Zusammenarbeit in allen Bereichen.

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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Als juedischer Amerikaner, der 1974-76 amerikanischer Soldat in Deutschland stationiert war, ich stimme voellig zu. Alle Primors Meinungen sind auch meine Meinungen. Bevor ich hierher nach Israel eingewandert bin, war ich Leiter der juedische-deutsche Dialoggruppe in Boston. Da kommen Juden und nicht juedische Deutsche zusammen, um Bruecke zu bauen. Im kurzen, alle Menschen auf dieser Erde sind verantwortlich dafuer, dass kein Greultat dieser Art und Weise, nie wieder passiert. Avi Primor erkennt das, und das jetzige deutsche Volk liebt ihn sehr gerne, weil er ein positiver Mensch ist, der viel Verstaendnis fuer sie hat. Seine Entwicklung von Sohn des deutschen juedischen Ueberlebenden des Holocausts, mit Skeptizismus, bis israelischer Botschaftler in Bonn zu werden, war ein grosser Schritt. Die Geschichte seines professionallen Lebens ist sehr aufmerksam. Von den ersten Reisepaesse mit "Mit Ausnahme Deutschland" bis heute ist lange her. Israel koennte heute kein besseres Freund haben, und in diesem Sinn, ich sage, "OHNE Ausnahme Deutschland" ist Euer Land unser bestes Beispiel des Weltfriedens und Menschenrechtes.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Einer der sicher brilliantesten und sympathischten Politiker Israels blickt auf seine diplomatische Laufbahn und sein Verhältnis zu Deutschland zurück. Zunächst beeinflußt durch die Erziehung fällt sein Urteil über Deutschland anfangs verständlicherweise vernichtend aus. Und es ist interessant, nachzulesen, wie diese Erfahrung einen Menschen prägen kann. Erst im Verlauf des Berufslebens, das ihn immer wieder mit Deutschen zusammenbringt, setzt sich Avi Primor kritisch mit dieser einseitigen Beurteilung auseinander. Und dabei wird deutlich: wir Deutschen haben den Antisemitismus des dritten Reiches selbst noch nicht bewältigt - wobei dies der Grund dafür sein dürfte, daß man sich als Deutscher über 55 Jahre nach dem Ende des Krieges immer noch mit Reparationen beschäftigen muß, ein historisch einzigartiges Phänomen, das für junge Menschen verständlicherweise immer weniger begreiflich ist. Das Buch ist lebendig geschrieben, berichtet aus politisch bewegten Zeiten und ist für einen an der Zeitgeschichte interessierten Leser ganz sicher die Lektüre wert!
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8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Avi Primor schildert in seinem Buch eindrucksvoll die Gefühle, die nach dem Holocaust die Bewohner des 1948 gegründeten Staates Israel beschäftigen und die Probleme der Aufahme erster wirtschaftlicher und diplomatischer Beziehungen. Der Autor, dem die deutsch-israelischen Beziehungen sehr am Herzen liegen, trägt mit diesem Beitrag dazu bei, Verständnis dafür zu erzeugen, dass für einige Menschen, die selbst oder deren Verwandte den Holocaust miterlebt haben, auch der heutigen Generation von Deutschen evtl. mit Scheu oder sehr gemischten Gefühlen begegnen. Einzig einige zeitliche und sachliche Sprünge erschweren das lesen des Buches etwas.
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