In 40 Kapiteln wird eine Geschichte erzählt, wie sie sicher so oder ähnlich in den Jahren 1940 bis 1943 stattgefunden hat, wie es hier berichtet wird …
Inhalt
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Im Buch geht es um Piotr, einen arischen Jungen, der seine Eltern verliert. Er lebte in Polen auf einem Bauernhof, wird aber im Lauf des Buches, gleich anfangs, einer Nazzifamilie vermittelt, muss also nicht lange im Waisenhaus bleiben. Aber das macht es für Piotr, der zu Peter wird, nicht leichter.
Er fügt sich der Traditionen seiner neuen Familie, nur, um nicht wieder zurück ins Waisenhaus zu müssen, aber er ist keinesfalls damit einverstanden. So vergeht die Zeit, bis er Anna kennen lernt. Die beiden verstehen sich und können vor allem, auch in dieser so schweren und dunklen Zeit, lachen und gemeinsam Freude haben am Leben, das doch so düster ist.
Es kommt so weit, dass die beiden auf unterschiedliche Art Juden helfen zu Überleben. Das ist natürlich mehr als gefährlich und wenn sie erwischt würden, käme das einem Todesurteil gleich …
Meine Meinung zum Buch:
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Dieses Buch – obwohl „nur“ Jugendbuch, hat so viel Wahres und Intensives, so viel Erschütterndes und Authentisches – so viel Elend und so viel Mut zum Inhalt – und es ist auch unbedingt für Erwachsene lesenswert, ohne zu unterfordern …
Sehr detailliert wird das Charakterbild eines typischen Ariers von damals gezeichnet – an Hand des Piotr, der zu Peter wird. Desweiteren wird eine Nazzifamilie charakterisiert, die Kaltenbachs, die Peter bei sich aufnehmen.
Man kann an Hand dieser fiktiven Geschichte, die so oder ähnlich sicher einmal stattgefunden hat, erkennen, wie viel Mut es damals gab, wie viel Freundschaft und wie viel Leid, Not und Elend. Für heutige Jugendliche ist dieses Buch unbedingt empfehlenswert, damit sie einmal uneingeschränkt erkennen, wie gut es ihnen geht.
Das Buch ist in der Vergangenheit geschrieben, so, als würde jemand Peters Geschichte erzählen. Man erfährt sehr viel von den Ängsten des Jungen, der sich in die mutige Anna verliebt und mit ihr sein Leben riskiert, um Juden zu helfen. Er weiß, er möchte kein Nazzi sein …
Brillant geschildert, altersgerecht und doch auch für Erwachsene interessant und lesenswert hat der Autor hier einen perfekten Spagat geschaffen, der das Buch einer breiten Masse interessant macht. Es lohnt sich in jedem Fall, sich mit dem Buch zu befassen.
Man erfährt viel über diese Zeit, über das schwierige Leben und die Gegensätze von Gut und Böse, die man hier gut herausfiltern kann. Die Charaktere werden sehr bildhaft dargestellt und auch gegenüber gestellt, sodass die jugendlichen Leser diese gut einordnen können und in den zeitlichen Rahmen einpassen können.
Diese fiktive Handlung ist so authentisch und bildhaft geschrieben, dass man meint, sie miterlebt zu haben. Sie ist intensiv und mit viel Tiefsinn versehen und mitunter hat man Tränen in den Augen, ob der schrecklichen Erlebnisse und bildhaften Schreibweise. Trotz dessen ist es für jugendliche Leser nicht zu schrecklich geschrieben, wenn ihr wisst, was ich meine, klar, sie sollen ja auch mit der historischen Realität konfrontiert werden und sich damit auseinander setzen. Es ist nicht alles gut und es war nicht alles gut, man muss auch das Böse in unserer Geschichte aufzeigen und darf es nicht vergessen. Es ist immer wieder positiv, dass solche Bücher geschrieben werden.
Eines steht fest, dieses Buch – wenn man es gelesen hat – lässt den Leser erst einmal lange nicht los. Und das ist es meiner Meinung nach, was ein gutes Buch ausmacht !!!!