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Ausgezählt [Taschenbuch]

Horst Eckert
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Die Welt des Düsseldorfer Polizisten Bruno Wegmann gerät aus den Fugen: Nachdem ein vermeintlicher Amokläufer seinen Kollegen auf Streife erschossen hat, wird er in Polizeikreisen wegen Feigheit angefeindet. Dann werden sein Freund, der Antiquitätenhändler Klee und dessen Familie bestialisch ermordet und Bruno erwischt gleichzeitig seine eigene Frau mit Fred Klee, dem Sohn der ermordeten Familie, im Bett. Sein Welt bricht zusammen.

Mit diesen Ereignissen wird Bruno von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt. Als 20-Jähriger hatte er sich mit seinem Freund Fred während einer Kambodscha-Reise für einen Antiquitätenschmuggel einspannen lassen. Dabei fanden zwei Menschen den Tod. Dass mit diesem traumatischen Erlebnis womöglich noch ein Drogenschmuggel im großen Maßstab verbunden war, kommt Bruno erst jetzt. Er ist geschockt und fühlt sich hintergangen.

Zu allem Überfluss wird er auch noch versetzt, findet jedoch in den neuen Kollegen Pommer und Seberich gute Freunde. Außerdem sucht er als ehemaliger erfolgreicher Amateurboxer Halt im Training für einen Schaukampf der Polizei, der ihm neue Karrierewege eröffnen soll. Mit der Erkenntnis, dass seine neuen Kollegen womöglich in die Düsseldorfer Drogenszene verstrickt sind, bahnt sich allerdings ein unerwarteter Entscheidungskampf an: Wer ist Freund und wer ist Feind?

Horst Eckert legt mit dem Polizeiroman Ausgezählt sein sechstes Buch vor, das erneut im Düsseldorfer Kripomilieu angesiedelt ist. Die einzelnen Polizisten und die Korruption bis in höchste Polizeikreise sind glaubwürdig und spannend dargestellt. Das Buch ist lesenswert, hat aber Schwächen, die möglicherweise auf ein nachlässiges Lektorat zurückzuführen sind: Brunos Handy beispielsweise, das die Melodie von Rimskij-Korsakows "Hummelflug" erklingen lässt, wirkt zunächst wie ein Running gag, wird dann aber bei weitem überstrapaziert. Von zu vielen Figuren überfrachtet wirkt das Buch aber vor allem am Ende unbefriedigend: Obwohl der Showdown mit Boxkampf und Schießerei furios angelegt ist, fällt die Spannung genau hier ab. Zu viele Handlungsstränge drängen nach Antwort, was erzählerisch nicht mehr ganz befriedigend aufzulösen ist. --Christian Koch

Kurzbeschreibung

Eigentlich ein Routinevorgang: Kommissar Eberhard will einen Autofahrer kontrollieren. Da dreht der Fahrer plötzlich durch und eröffnet das Feuer. Eberhard wird tödlich getroffen, sein Partner Bruno Wegmann schwer verletzt. Noch zwei weitere Polizisten fallen dem Amokfahrer zum Opfer, bis er Stunden später tot in seinem Wagen gefunden wird. Selbstmord, so lautet das Ergebnis der Ermittlungen. Bruno Wegmann kommt über das Ereignis nicht so richtig hinweg, Zweifel plagen ihn: Hätte er den Tod seines Partners verhindern können? Außerdem wird bekannt, dass Eberhard auffällig viel Geld bei sich trug - war "Ebi" korrupt?

Die Kollegen auf der Kriminalwache begegnen Bruno fortan mit Misstrauen, mit seinem neuen Partner kommt er auch nicht zurecht, doch sein Versetzungsantrag wird auf die lange Bank geschoben.
Eines Tages wird Bruno zu einem Einbruch gerufen. Gestohlen wurde zwar nichts, aber eine wertvolle asiatische Statue stark beschädigt. Ein neuer Schock für Bruno: Er kennt die Statue, hat sie selbst vor Jahren für den Vater seines besten Freundes, einen Antiquitätenhändler, aus Kambodscha geschmuggelt. Die Geschichte hatte damals kein gutes Ende genommen ...

Umschlagtext

Ein Partner, der Opfer eines Amokläufers wird; eine asiatische Statue, an der auch durch sein Verschulden Blut klebt; drei Tote in der Villa eines Antiquitätenhändlers, der wie ein Ziehvater für ihn war - das Leben von Kommissar Bruno Wegmann gerät ins Trudeln. Geplagt von Selbstzweifeln und den Anfechtungen von Kollegen ausgesetzt, versucht Bruno den Dingen auf den Grund zu gehen. Doch wer ist Freund, wer Feind?

Über den Autor

Horst Eckert wurde am 7. Mai 1959 in Weiden/Oberpfalz geboren. Aufgewachsen in Pressrath, in der nordost-bayerischen Provinz. Studium der Politik in Erlangen und Berlin. Er arbeitet als Fernsehjournalist und Autor und lebt seit 1987 in Düsseldorf.
Mit Annas Erbe debütierte er 1995 als Kriminalschriftsteller. 1996 folgte Bittere Delikatessen, 1997 Aufgeputscht, 1999 Finstere Seelen und 2000 Die Zwillingsfalle. Drei Romane Horst Eckerts sind ins Tschechische übersetzt worden. Für Aufgeputscht erhielt Horst Eckert von der "Raymond-Chandler-Gesellschaft" den "Marlowe" für den besten deutschsprachigen Kriminalroman des Jahres 1997.
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