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Ausgewählte Aufsätze über Fragen der Gestalt des Buches und der Typographie
 
 
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Ausgewählte Aufsätze über Fragen der Gestalt des Buches und der Typographie [Gebundene Ausgabe]

Jan Tschichold
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 214 Seiten
  • Verlag: Birkhäuser Verlag; Auflage: 2nd (1. Januar 1987)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3764319461
  • ISBN-13: 978-3764319465
  • Größe und/oder Gewicht: 20 x 12,5 x 2,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 775.616 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Guter Stil in der Typographie deutlich erklärt., 9. Dezember 1998
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Ausgewählte Aufsätze über Fragen der Gestalt des Buches und der Typographie (Gebundene Ausgabe)
Inhalt: Guter Geschmack in der Typographie, Voraussetzungen, Einzüge, Auszeichnungen, Geschichte der Gestaltung, Regeln für den Satzspiegel, Titelblätter, Überschriften, Fußnoten, Zahlen, Gebrauch der Umlaute, Anführungszeichen, Zeilenabstände, Auslassungspunkte, Hurenkinder und Schusterjungen, Anordnung von Bildern, Vorsatzpapier, Rückentitel, Schutzumschlag, Buchformat, Auswahl des Papiers, häufige Fehler werden in kurzen, in sich abgeschlossenen Aufsätzen behandelt.

Ausstattung: Fester Einband, Werkdruckpapier.

Jan Tschichold, ein internationaler Großmeister der Typographie, schrieb in einem anderen Buch, dem Meisterbuch der Schrift: »Der Geschmack, der Gute Geschmack, kann nur durch das Studium der besten Beispiele entwickelt werden. Niemand kommt mit dem Guten Geschmack auf die Welt. Er ist immer ein Bildungsergebnis. Unerfahrene Leute können ihn nicht haben. [...] « Diese Worte stehen in ähnlicher Weise auch zu Beginn des hier besprochenen Buches. Jan Tschichold lehrt deutlich und mit Leidenschaft, was guter Geschmack, was guter Stil beim Umgang mit Schrift ist.

Daher richtet sich es heute im wesentlichen an Gestalter und Schriftsetzer, die an die Existenz eines guten Stiles im sauberen (Kunst-)Handwerk glauben. Wer nicht an einen guten Geschmack glaubt, sondern daß Geschmack stets individuell sei und nicht bewertet werden könne, und wer jugendlich-neumodisch Gestaltung bevorzugt, wird sich auch keinen Geschmack ausbilden lassen wollen.

Heute gibt es zwar viele Bücher, die zwar die Möglichkeiten der Gestaltung mit Schrift erklären sowie die Durchführung mit Satz- und Graphikprogrammen, aber sie vermeiden weitgehend, den Stil ihrer Leser zu orientieren. Diese Lücke füllen nur wenige Bücher. Zur Gestaltung von Büchern und Mengentext ist dieses Buch vorzüglich.

Ein weiteres Thema der Typographie, nämlich die Form und Anordnung von Buchstaben, behandelt Tschichold im »Meisterbuch der Schrift«, das eine sinnvolle Ergänzung zum hier besprochenen Buch ist.

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Tradition gegen neue Herausforderungen?, 10. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: Ausgewählte Aufsätze über Fragen der Gestalt des Buches und der Typographie (Gebundene Ausgabe)
Wer das Sonderheft "Elementare Typographie" der "Typographischen Mitteilungen" aus dem Jahr 1925 kennt, der glaubt kaum, dass dessen Herausgeber auch der Autor des vorliegenden Büchleins ist. Wie zwei völlig verschiedene Welten stehen sich auf der einen Seite radikale Neuerung und auf der anderen Seite verbissenes Festhalten an Traditionen gegenüber.
Dass Tschichold seine Ansichten so grundlegend geändert hat, ist aus seiner Biografie zu erklären. Doch so verschieden sich seine Ansichten auch in den beiden genannten Werken auch darstellen -- in beiden Fällen basieren sie auf einem tiefen, grundlegenden Verstehen der Gestaltung mit Schrift. Das wird erst offenbar, wenn man es verstanden hat, beide Bücher "zwischen den Zeilen" zu lesen. Es liegt also nicht direkt in den Worten und Sätzen, sondern sowohl in dem Verstand und dem sachlich geschulten Gefühl, das die schreibende Hand gelenkt hat.
Aus dem vorliegenden Band spricht uns also Tschichold, der Traditionalist an. Sein Festhalten an den auf uns gekommenen Formen, betreffen sie nun die Letterngestalt, die Seitenaufteilung, die Absatzgestaltung, das Papier, die Größe und Proportion des Buches, die buchbinderische Ausgestaltung, die Notwendigkeit, warum all diese Aspekte der Buchproduktion gerade so wie erläutert und nicht anders sein müssen, führt er zurück auf eine jahrhundertelange Entwicklung, in der sich genau die gegebenen Formen und Proportionen herausgebildet hätten. Einen solchen Entwicklungsprozess könne man nicht ersetzen, indem man mit einem Male nur alles anders mache. Die Argumente sind klar und stichhaltig und man muss Tschichold Recht geben, zumal seine Kompetenz als Typograf und Schriftsetzer außer Frage steht.
Was bei all dem zu kurz kommt, das sind viele neue Herausforderungen, die heute an die Typografie herangetragen werden. Das betrifft nicht nur die Schriftdarstellung am Bildschirm, mit der Tschichold noch nicht konfrontiert gewesen ist, das betrifft aber Straßenbeschilderung, Gebäudebeschriftung, Plakatwerbung; das betrifft genauso Listendarstellungen in öffentlichen Bereichen: Fahrpläne etwa und vieles andere.
Es ist jedem, der sich mit Typografie beschäftigt, zu empfehlen, dieses Buch genau und sorgfältig zu lesen. Eine bessere Basis dafür ist schwer aufzutreiben. Falsch wäre es jedoch, nicht über die Aussagen dieses Buches hinauszusehen und Typografie nicht nach ihrer Funktion versuchen zu gestalten, sondern ausschließlich nach ihrer tradierten Gestalt.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Vieles bleibt trotz zeitgeistigen Veränderungen aktuell, 1. Dezember 2002
Rezension bezieht sich auf: Ausgewählte Aufsätze über Fragen der Gestalt des Buches und der Typographie (Gebundene Ausgabe)
Viele heutige technische Entwicklungen kannte Jan Tschichold, als er im Jahre 1974 verstarb, noch nicht. Er spricht also vor dem Hintergrund der damaligen Produktionstechnik.
Das tut aber der Gültigkeit und Aktualität seiner Lehrmeinung nicht den geringsten Abbruch. Das Büchlein ist in zweierlei Hinsicht wertvoll. Einmal weil ein an sich doch eher trockener Stoff sprachlich recht humorvoll und spannend - dabei weitgehend auch für Anfänger verständlich - abgehandelt wird (obwohl offenbar eher für Sachkundige geschrieben, da Anfang der Siebzigerjahre im Gegensatz zu heute, die Anzahl an Hobbytypographen eher recht gering gewesen sein dürfte). Zweitens ist das Büchlein selbst ein praktisches und positives Musterbeispiel für die Umsetzung der angesprochenen Gestaltungsrichtlinien.
Neben der geschichtlichen Rückblende auf die Schrift - und Buchentwicklung wird über viele Aspekte der schönen und harmonischen Buchgestaltung berichtet. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf Gestaltung hinsichtlich guter und ermüdungsfreier Lesbarkeit des Buchinhaltes.
Eine Auswahl der Bereiche die abgehandelt werden, sind: Schriften und Schriftverträglichkeiten, Laufweiten und Durchschuß, Formatbetrachtungen, Satzspiegel, Überschriften und Absätze, Auszeichnungen, Behandlung von Grafiken und Bildern, Papierqualitäten und Farben, Buchrücken, Einband und einiges mehr.
Mir hat es wirklich gut gefallen und natürlich auch entsprechende Anregungen gegeben.
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