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Ausgesetzt Taschenbuch – 1. Juni 2005


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 432 Seiten
  • Verlag: Knaur; Auflage: 1. (1. Juni 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426628287
  • ISBN-13: 978-3426628287
  • Originaltitel: Midnight Cab
  • Größe und/oder Gewicht: 11,6 x 3,2 x 17,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (223 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 121.727 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

James Nichol ist einer der prominentesten kanadischen Dramatiker und Hörspielautoren. Er lebt in Stratford, Ontario, auf dem Land. Ausgesetzt ist sein erster Roman. Er arbeitet gegenwärtig an einem weiteren Buch.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

1995
Der dreijährige Walker Devereaux steht an einer Straße, auch wenn er zu klein ist, um sie zu sehen. Hohes Gras umgibtihn, Gras von der gelbbraunen Farbe einer Löwenmähne in der späten Nachmittagssonne. Hin und wieder rauscht ein Auto vorbei.

Er hält sich mit aller Kraft an einem Quadrat eines Maschendrahtzauns fest und schaut unverwandt hindurch, auf noch mehr Gras, das steil einen Hang hinaufwächst, auf silbriges Moos weiter oben und hoch aufragenden schwarzen Fels. »Halt dich fest«, hatte sie geflüstert, »halt dich ganz fest.« Ihr Schatten über ihm, ihr dunkles Haar, das herabfiel und sein Gesicht bedeckte, ihr warmer Atem an seinem Ohr. Aber er hielt sich ja schon fest, so fest, dass der Draht in seine Hand einschnitt, so voller Angst vor etwas oder jemandem, dass er es nicht wagte, seine Augen von diesem Quadrat und dem Gras abzuwenden. Und dann war sie verschwunden. Der rostige Draht färbt seine Hände orange, die Nachmittagssonne wird kälter. Er beginnt zu schwanken. Der Berg beugt sich über ihn, das hohe Gras marschiert wie eine Armee an ihm vorüber, schwatzend, die Fahnen zum Himmel gestreckt. Er konzentriert sich noch immer auf das Geräusch näherkommender Fahrzeuge, jedes bringt ihm die Mutter zurück, jedes fährt vorbei.
Und dann bleibt eines stehen. Er hört, wie eine Autotür zugeschlagen wird. Seine Herz macht einen Sprung, aber er kann sich nicht umdrehen, um hinzusehen, er ist schon Teil des Zauns. Er kann sich nur mehr daran festklammern, den Hang hinaufstarren und warten. Eine Männerstimme ertönt. »Was hab ich gesagt? Komm herauf. Schau dir das an.«
Er hört den Mann durchs Gras rascheln. Ein aufgedunsenes rotes Gesicht taucht aus der Düsternis auf, verharrt schwebend neben seinem Ohr. »Lass den Zaun los, Junge«, sagt das rote Gesicht. Aber er kann nicht, so sehr er es auch versucht, und so muss der Mann jeden seiner Finger einzeln vom Drahtgeflechtlösen, einen nach dem anderen.
»Menschenskind«, sagt der Mann.

So hatte alles begonnen. Das war das erste, woran der neunzehnjährige Walker Devereaux sich erinnern konnte. Er war ausgesetzt worden: nicht bei einem Freund oder dem Jugendamt abgegeben oder notfalls in irgendeinem schäbigen Motelzimmer »vergessen«, sondern am Straßenrand abgeladen wie ein lästiges Hundebaby. Und immer die Frage, die schmerzliche Frage, warum? Der Bus machte einen Ruck. Der Verkehr floss immer langsamer, eine ununterbrochene Kette von Autos, Wohnmobilen und Bootsanhängern. Wochenendausflügler, die sich an einem Sonntagabend wieder nach Toronto hineinzwängten. Walker sah aus dem Fenster. So viele Leute, Großstädter. Schon kam er sich vor wie das letzte Landei. Er sah auf seine abgewetzten Jeans hinunter. Am rechten Knie war ein Riss, aber in seinem Fall war das kein Tribut an die Mode, sondern einfach nur ein Riss. Er versuchte, die Beine auszustrecken, ohne die Frau mittleren Alters zu berühren, die sich in den Platz neben ihm gequetscht hatte. An die sechzehn Stunden waren sie so nebeneinander gesessen, gelegentliche Berührungen waren unvermeidlich gewesen, aber gesprochen hatten sie so gut wie nichts. Einmal hatte sie ein Taschentuch herausgezogen und sich ein paar Tränen abgetupft. Walker hatte nicht gewusst, was er sagen sollte, also hatte er nichts gesagt. Er hatte angenommen, sie sei einsam, weil er einsam war, ohne seine Adoptivfamilie, ohne seine Freunde. Und ohne Cathy. Eines musste man seiner Familie lassen, da hielten alle zusammen. Am vergangenen Abend hatten sie eine Riesenfete für ihn veranstaltet, und auch am nächsten Morgen waren sie – alle außer seiner Mutter und seinen drei jüngeren Schwestern verkatert und mit Brummschädeln – ganz früh angetreten, um in der strahlenden Morgensonne tapfer mit ihm auf den Bus aus Thunder Bay zu warten. Und als der heranfuhr, überhäuften ihn alle seine sechs Schwestern mit guten Tips für das Überleben in der Großstadt, als ob sie eine Ahnung davon hätten, seine drei Schwäger schüttelten ihm die Hand, und Gerard Devereaux, sein ganzes Leben ein Waldarbeiter, sein ganzes Leben ein Trinker, schwieg wie immer inmitten der Weiberkakophonie, aber er sah Walker tief in die Augen, als ob er nicht damit rechne, ihn allzu bald wiederzusehen.

Auf einmal fühlte er die Arme von Mary Louise Devereaux um seinen Hals und ihre Lippen fest auf seiner Backe und seinen Lippen; sein bester Freund Stewey half ihm, seine Sporttasche im Bauch des Busses zu verstauen, und all seine Freunde und seine ganze Familie scharten sich um ihn und sagten, viel Glück, Walker. Viel Glück!
Nur Cathy war weggeblieben. Und das hatte ihn auch nicht überrascht. Eines Nachts, als sie in seinem alten Pick-up saßen, hatte sie gesagt: »Walker, das hat alles nichts mit mir zu tun.« »Du könntest mitkommen«, hatte Walker gesagt, und es eigentlich nicht gemeint. »Was von der Welt sehen.« »Blödmann«, hatte sie gesagt und sich weggedreht. Er hätte sie küssen können. Flüstern können: »Ich will dich nicht verlieren.« Er hätte ihren köstlichen Duft einatmen können, zusammen mit dem Parfüm, das sie sich immer hinters Ohr tupfte und das ihn verrückt machte. Er hätte sie noch einmal an sich ziehen, ihre Brüste mit seinen Händen umfassen und flüstern können: »Wir können gehen, wir können bleiben. Hauptsache, wir sind zusammen, Cath«, und die Autoscheiben hätten sich noch einmal mit ihrem Atem beschlagen. Aber er tat nichts davon. Weil es um mehr ging als um sein Verlangen, die Welt zu sehen. Er hatte etwas entdeckt. Etwas, von dem er niemandem erzählen wollte. »Ich gehe, Cath«, hatte er gesagt.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

193 von 205 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Christof Bente am 16. Juni 2005
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Wenn ich mehr Sterne als fünf geben würde, dann hätte ich mehr gegeben. "Ausgesetzt" ist der intelligenteste Thriller, der mir seit langem in die Hände gefallen ist. Eine sehr gute schlüssige Geschichte von einem jungen Mann der sich auf die Suche nach seinen wahren Eltern macht, gepaart mit einem Hauch Liebe, einer ordentlichen Portion Spannung und einem dunklen Geheimnis, dass bis zu letzt auch dem raffiniertesten und krimierfahrensten Leser nicht unbedingt offenbart wird. Keine Idee vom Reißzettel sondern ein wirklich fesselnde Familiengeschichte mit dunklen Schatten wird in "Ausgesetzt" erzählt. Es ist diese leichte kribbelige Spannung die sich aufbaut und immer ein wenig mitschwingt, die dieses Buch so einzigartig macht. Nicht die großen Horror-Schock-Effekte sondern achtsam gesetzte "Thrills" und Rückblenden sind es, die einem zum Schaudern bringen. Fesselnd bis zur letzten Seite und manchmal sogar sehr melancholisch und einfühlsam aber durchaus auch witzig - ein rundum gelungenes Buch. Ich konnte "Ausgesetzt" nicht aus der Hand legen, habe fast Termine verpasst deswegen und wollte die Wahrheit endlich herausfinden - doch das Ergebnis ist so unvorhersehbar, dass sich wirklich erst kurz vor Ende das ganze Geheimnis des kleinen Jungen, der mit drei Jahren am Straßenrand ausgesetzt wurde offenbart. Lesen!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von hoeren&lesen am 11. Januar 2010
Format: Audio CD
Dieses Hörbuch hat es in meine Top 3 geschafft, weil es in vielerlei Hinsicht ein wahrer Genuss ist. Zum einen ist es ein sehr gut ausgedachter, spannender Thriller, der unter die Haut geht. In Form von Rückblicken wird Stück für Stück ein Bild von dem gezeichnet, was der Protagonist unbedingt herausfinden will. Der Handlungsstrang, der in der Gegenwart spielt, ist wiederum nicht nur eine spannende Jagd nach Informationen, aber auch eine gefühlvolle zwischenmenschliche Geschichte. Als Sahnehäubchen seien noch die herausragenden Sprecher genannt, die dem Hörbuch eine wunderbare Intensität verleihen, der man sich schlecht entziehen kann, hat man einmal die erste CD eingelegt. Absolut empfehlenswert für nicht zu schwache Nerven.
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22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von evistie VINE-PRODUKTTESTER am 23. Juni 2005
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Zunächst die gute Nachricht: das Buch ist spannend und oft gruselig. Wer nach der Bezeichnung „Thriller" gekauft hat, wird sich vermutlich gut bedient fühlen. Der 19-jährige Walker, als Dreijähriger an einer Straße ausgesetzt und bei Adoptiveltern aufgewachsen, will das Geheimnis seiner Herkunft ergründen und seine richtigen Eltern finden. Recht naiv, aber beharrlich verfolgt er Spur um Spur und findet bald heraus, dass die noch lebenden Angehörigen physisch und psychisch schwer geschädigt zu sein scheinen. Zudem wird versucht, ihn zunächst mit Geld, später gewaltsam an seinen Nachforschungen zu hindern. Welches schreckliche Geheimnis soll verborgen bleiben?
Der Autor hat sich als Dramatiker in Kanada einen Namen gemacht; der Stoff dieses Thrillers war von ihm ursprünglich als hochgelobtes Hörspiel konzipiert. Sein Romandebüt „Ausgesetzt" kommt in einem merkwürdig kargen Schreibstil daher. Sachlich reiht Nichol Fakt an Fakt. Was Walker und die verkrüppelte Krista, die ihm bei seiner Suche hilft, bewegt, welche Gefühle sie - auch füreinander - hegen, das muß der Leser selbst herausfinden. Nichol gibt es nicht wirklich zu erkennen. Dieses Dröge könnte von Segen sein, wenn es an die Schilderung der Grausamkeiten und Abartigkeiten geht, die Walkers psychopathischer Onkel da begeht. Doch ausgerechnet dort erstattet Nichol genauen Bericht. Die handelnden Personen bleiben dagegen merkwürdig farblos und eindimensional. Und das ist die schlechte Nachricht! Ein guter Thriller sollte nicht nur für Spannung und Grusel stehen. Es sollten auch Charaktere so lebendig dargestellt werden, dass man sich in ihre Gefühle, sei es nun Neugier, Furcht, Ekel, Liebe, Todesangst oder was auch immer, hineinversetzen kann. Dies ist hier nicht gelungen.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Friedrich am 24. November 2012
Format: Audio CD Verifizierter Kauf
Auf langen Autofahrten höre ich gern Hörbücher. Dieses ist das beste, das ich je gehört habe - unbedingt empfehlenswert! Spannende Handlung, unterhaltsam mit mehreren Sprechern, packend inszeniert und sehr gut mitzuverfolgen. Gäbe es doch nur mehr solcher Hörbücher ...
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32 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Schwalbenkönig am 17. August 2008
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Aufgrund zahlreicher Top-Kritiken der Medien und hier bei Amazon war meine Erwartung an diesen Thriller natürlich gewaltig.
Ich habe eine Sensation und ein einmaliges Highlight des Genres erwartet.
Das ist es natürlich nicht.
Aber "Ausgesetzt" bietet auf jeden Fall eine wunderbar durchdachte Story, die einen regelmäßig durch einige Gefühlswelten jagt.
Es gibt jede Menge Spannung.
Die Charaktere sind nachvollziehbar und gut erdacht.
Und auf der Suche nach des Rätsels Lösung wird man immer wieder auf falsche Fährten gelockt.
Was man aber vergebens sucht ist die klassische düstere und trostlose Stimmung vergleichbarer Thriller.
Hier wurde es allerdings wunderbar kompensiert.
Das die Kapitel (genre-untypisch) an einigen Stellen sehr lang geraten sind, empfand ich nur anfangs gewöhnungsbedürftig.
Durch den Sog der Geschichte fällt dies im Laufe des Buches nicht mehr auf.

Mein Fazit:Sehr gute Unterhaltung. die von Anfang bis Ende fesselt.
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