Verleger scheinen zu den Unternehmern zu gehören, die sich immer wieder öffentlich zu ihrem Selbstverständnis äußern. Die Erinnerungsliteratur der Literaturvermittler ist mannigfaltig. Eine Handvoll junger Verlagsleute haben erneut Verleger und Geschäftsführer von Buchverlagen gefragt, was sie zu ihrer Berufswahl bewogen hat und wie sie ihre jetzige Position erreichen konnten. Einige der Texte erscheinen in „Ausgerechnet Bücher" als Nachdruck, die überwiegende Zahl ist jedoch neu. So erfährt man unter anderem, daß Antje Kunstmann zuerst in einem Fachverlag für Pädagogik gearbeitet hatte, ehe sie aus der Konkursmasse dieses Verlages ein eigenes Unternehmen startete; „Zufälle", wie sie schreibt. KD Wolff, Verleger von Stroemfeld, illustriert seine Verlegerpassion anhand der Schwierigkeiten, die Rechte zur Reproduktion von Kafka-Manuskripten zu erhalten. Jörg Schröder wiederum gibt Auskunft über die Umstände, unter denen vor vielen Jahren der MÄRZ-Verlag gegründet wurde, und Hermann Schulz beschreibt, wie der heutige Bundespräsident Johannes Rau beim Start des Peter Hammer Verlags Pate stand. Für Branchenkenner und Insider sind die 31 Texte lesenswert. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)