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Ausgemerzt!: Das Lexikon der Juden in der Musik und seine mörderischen Folgen [Gebundene Ausgabe]

Eva Weissweiler
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Kurzbeschreibung

September 1999
Das dunkelste Kapitel der deutschen Musikgeschichte 1940 - ein Jahr nach Beginn des Zweiten Weltkrieges - erscheint das "Lexikon der Juden in der Musik" mit einem Titelverzeichnis jüdischer Werke, mit den Namen der "Größen" aus der Zeit der Weimarer Republik, also Schönberg, Schreker, Weill, Hollaender, Richard Tauber, Fritzy Massary oder Wanda Landowska. Das Lexikon macht keinen Unterschied zwischen Komponisten, Virtuosen, Verlegern und Pädagogen. Selbst jede der ungezählten privaten Musiklehrerinnen jüdischer Herkunft, jede Barpianistin wurde erfaßt. In dem Buch ist weniger von Schönberg oder Weill die Rede, auch nicht von rehabilitierten wie Hollaender oder den Comedian Harmonists. Im Mittelpunkt stehen die zu Unrecht Vergessenen. Das betrifft auch die Vertreter der "leichten Musik" wie Richard Fall ("Was machst du mit dem Knie, lieber Hans") und die vielen Komponistinnen der zwanziger Jahre wie Herta Baurose, Rachel Danziger van Embden oder Maria Herz.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 444 Seiten
  • Verlag: Dittrich, Berlin (September 1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3920862252
  • ISBN-13: 978-3920862255
  • Größe und/oder Gewicht: 21,7 x 13,9 x 4,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 752.529 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Geboren 1951, Promotion in Musikwissenschaft und Germanistik. Veröffentlichungen: »Komponistinnen aus 500 Jahren« (1981); »Fanny Mendelssohn. Italienisches Tagebuch« (1982); »Clara/Robert Schumann. Briefwechsel. Kritische Gesamtausgabe in drei Bänden« (1984ff); »Fanny Mendelssohn. Ein Porträt in Briefen« (1985); »Clara Schumann. Eine Biographie« (1990); »Gejagt von der Liebe. Roman« (1993); »Der Sohn des Cellisten«. Roman (1996); »Briefwechsel Fanny und Felix Mendelssohn-Bartholdy« (1997). Herausgeberin: »Nacht über Bayreuth« und »Claras Kinder« bei Dittrich.

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5.0 von 5 Sternen Ausgemerzt: das Resultat faschistischer Handlungspraxis 17. Dezember 2003
Format:Gebundene Ausgabe
Schon der Titel "Ausgemerzt" wirft einige Fragen auf. Wer wird ausgemerzt? Und von wem? Ausgemerzt werden jüdische Musiker während der NS-Zeit, u.a. durch die faschistische Publikation von 1940 "Lexikon der Juden in der Musik".
Hier sind in alphabetischer Reihenfolge jüdische Musiker aufgelistet und kommentiert. Die Hälfte des Buches "Ausgemerzt" besteht in der Reproduktion des von den Faschisten angelegten Lexikons. In einem abschließenden Abschnitt werden die Todesdaten und Lebensumstände von 259 jüdischen Musikern identifiziert, die in Konzentrationslager deportiert worden sind. Das einführende Essay behandelt in Hinblick auf den Bereich Musik die Berliner Regierung, die das komplette kulturelle Leben Deutschlands während des Faschismus kontrollierte. Besprochen wird auch die Rolle des Direktor's der Abteilung für Musik, Herbert Gerigk, und seine während dem Krieg begonnene Publikation "Musik in Geschichte und Gegenwart".
Wie diese knappe Buchbeschreibung schon zeigt, enthüllen die beiden Damen Weissweiler ein Stück bisher verborgener Musikgeschichte. Dieses Buch ist unverzichtbar für alle, die sich mit jüdischer und faschistischer Kulturgeschichte befassen und bietet auch für weitere Forschungen im Bereich jüdischer Musik reichlich Material. Das Buch bietet also auf der einen Seite Aufklärungsarbeit, auf der anderen Seite ist es als Aufforderung zu betrachten, weiter den Spuren zu folgen, die von den Weissweiler's schon partiell aufgedeckt worden sind. Es ist nach dieser Publikation nur zu hoffen, daß sich die Weissweiler-Kollaboration in dem versprochenen zweiten Band fortsetzt.
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