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Ausgelöscht
 
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Ausgelöscht

Nick Nolte , Powers Boothe , Walter Hill    Freigegeben ab 18 Jahren   DVD
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 7,18
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Produktinformation

  • Darsteller: Nick Nolte, Powers Boothe, Michael Ironside
  • Regisseur(e): Walter Hill
  • Komponist: Jerry Goldsmith
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo), Italienisch (Dolby Digital 2.0 Stereo), Englisch (Dolby Digital 2.0 Stereo), Englisch (Stereo), Spanisch (Dolby Digital 2.0 Stereo)
  • Untertitel: Deutsch, Italienisch, Spanisch, Dänisch, Norwegisch, Finnisch, Schwedisch, Niederländisch, Portugiesisch
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.85:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 18 Jahren
  • Studio: STUDIOCANAL
  • Erscheinungstermin: 15. Oktober 2006
  • Produktionsjahr: 2002
  • Spieldauer: 101 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00006F1U7
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 27.676 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Video Jakob Kurzinhalt

Cash Bailey ist ein mächtiger und skrupelloser Drogenhändler, der seine Ware von Mexiko aus über die US-Grenze schmuggelt. Dicht an seinen Fersen hängt Jack Benteen, ein unbestechlicher Texas-Ranger. Zwischen ihm und Bailey besteht eine seltsame Bindung: Beide waren Jugendfreunde, doch nun stehen sie auf unterschiedlichen Seiten des Gesetzes. Aber es geht noch um weit mehr: Beide lieben dieselbe Frau und wollen ihr - jeder auf seine Art - imponieren. Als sich dann plötzlich auch noch das Militär mit einer sehr dubiosen Mission einschaltet, steht Jack vor der schwierigsten Entscheidung seines Lebens.

OFDb.de

Walter Hill hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass er sich dem Western verbunden fühlt und insbesondere Sam Peckinpah ("The Wild Bunch", "Cross of Iron") in seinen Filmen immer wieder gern Referenzen erweist. Der mit "48 Hrs." dem Actionfilm eine völlig neue Richtung aufzeigende Filmemacher beweist auch mit "Extreme Prejudice", dass seine Blütezeit eindeutig die Achtziger waren. Unter den beiden Carolco-Gründern Mario Kassar und Andrew G. Vajna, die seit "First Blood" Kassenschlager auf Kassenschlager produzierten und schließlich 1995 dank Renny Harlins Superflop "Cutthroat Island" die Segel streichen mussten, lieferte Hill nicht nur den mäßig erfolgreichen "Extreme Prejudice", sondern auch Arnis Beitrag zu Glasnost und Perestroika (Transparenz und Umgestaltung) "Red Heat", sowie den ebenfalls nur mittelmäßigen "Johnny Handsome" ab.

Ohne großartige Erklärungen abzugeben, steigt Hill ein, stellt auf einem Flughafen eine Gruppe für Tod erklärte Soldaten vor und schwenkt dann ziemlich fix zu den beiden Texas-Rangern Jack Benteen (Nick Nolte, "48 Hrs.", "Cape Fear") und Hank Pearson (Rip Torn, "Flashpoint", "RoboCop 3"), die um ihre Existenz kämpfende und deswegen Drogen über die mexikanische Grenze nach Amerika einschmuggelnde Bauern hops nehmen wollen. Schon der Beginn verweist eindeutig auf die beliebten Stilmittel des Westerns und Hill weiß sie in die Achtziger zu transferieren - ohne sie zu verwässern. Der gesamte Auftakt, die regnerische Nacht, Benteens Betreten der Bar mit nassem Poncho, Cowboyhut und locker in einer Hand haltendem Gewehr wurzelt im ureigenen Genre Amerikas...

Dass die Situation eskaliert ist im Grunde von vorneherein klar, wie Hill sie umsetzt hingegen nicht unbedingt. Zu jener Zeit war die explizite Darstellung noch längst nicht so verpönt wie heute und Hill war auch nie ein Regisseur, der sich um solche Beschränkungen gekümmert hätte, doch die kompromisslosen Gewaltorgien, die er hier vom Stapel lässt, tragen ganz eindeutig die Handschrift Peckinpahs. Das gesamte Finale ist im Grunde genommen eine einzige Verbeugung vor dem bleihaltigen, hyperbrutalen Schluss von "The Wild Bunch". "Extreme Prejudice" besitzt nicht sonderlich viele dieser brachialen Einlagen, aber wenn, dann zelebriert Hill sie wie ein Todesballett mit Zeitlupenästhetik überstilisierten, extrem blutigen Shootouts und eiskalter Gnadenlosigkeit. Besonders Jack Benteen ist hierbei ein Paradebeispiel. Nick Nolte, den ich noch nie so gertenschlank erlebt habe, bewegt sich hier schon nah an der Parodie, so überzogen cool, bärbeißig und kaltschnäuzig gibt er seinen scheinbar Emotionen völlig verdrängenden Charakter.

Ein staubiges Nest, immer Ärger mit in Mexiko lebenden Banditen, durchgeschwitzte Hemden, die sengende Sonne, Cowboyhüte, der durch jede Ritze dringende Staub, von Rauchschwaden durchzogene Schuppen und das Hantieren mit Schrotflinten und Revolvern erinnern unmissverständlich an einen Western und dem soll dann folgerichtig auch der, im übrigen von John Milius (Neben seiner Tätigkeit als Regisseur ja immer wieder gern als Drehbuchautor für Filme wie "Apocalypse Now" oder "Clear and Present Danger" tätig) verfasste, Plot folgen.

Jack Benteen muss sich nämlich nicht nur mit seinem ehemaligen Jugendfreund und inzwischen in Mexiko zum Drogenbaron aufgestiegenen Cash Bailey (Powers Boothe, "Southern Comfort", "Sudden Death") auseinandersetzen, sondern wird in seiner Stadt auch noch mit einer verdeckt arbeitenden und die Bank (Durchführung verweist auf "The Getaway") überfallenden Militäreinheit konfrontiert. Nicht angenehm, wenn einem die Sache über den Kopf zu wachsen droht, denn die von Major Paul Hackett (Michael Ironside, "Total Recall", "Starship Troopers") angeführte Einheit (u.a. Clancy Brown und der unverwechselbare William Forsythe) versteht es geschickt zunächst Benteens Möglichkeiten auszuloten, den Coup inklusive explosiver Ablenkung durchzuziehen und später dann noch ein paar Überraschungen aus dem Hut zu zaubern. "Extreme Prejudice" ist im Grunde kein sonderlich spannendes Unterfangen, aber die dann erst ganz zum Schluss das Tageslicht erblickenden Enthüllungen rund um diese Einheit und die Vergangenheit von Cash Bailey halten genreuntypisch doch einige flotte Wendungen parat. Vor allem die dann doch etwas weiter denkenden Soldaten gehen in ihrer Denkweise weit über die etablierten Standards hinaus.

So tiefgründig wie die meisten Werke Peckinpahs ist "Extreme Prejudice" leider nie. Latent lassen sich Zukunftspessimismus und Orientierungslosigkeit feststellen, vorwiegend reagiert hier allerdings Entertainment und das nicht zu knapp - trotz einiger unspektakulärer Szenen. Die Beziehung zwischen Jack Benteen und Sarita Cisneros (Maria Conchita Alonso, "The Running Man", "Predator 2") hat beispielsweise nur die Funktion Jack und Cash ein persönliches Motiv in der Angelegenheit zu liefern und gibt ansonsten herzlich wenig her. Maria Conchita Alonso, die in den Folgejahren weitaus bessere Rollen bekam, muss sich dabei als sexy Latinobraut leider als bloßes Anschauungsobjekt unter Wert verkaufen.

Trotz dieses zu vernachlässigenden, inhaltlichen Defizits kann man sich hier nahezu problemlos unterhalten fühlen. Walter Hill fährt nicht nur die, sich im Laufe der Jahre auch schon zu seinem Markenzeichen entwickelnden, bloody Shootouts auf, sondern überzeugt in des auch mit ausufernden Explosionen, kurz gehaltenen und trotzdem kompetent inszenierten Verfolgungsjagden, die er seit "The Driver" ja auch beherrschen sollte, und jeder Menge trockener Oneliner seitens des knurrigen Benteen.

Nick Nolte bleibt bis zum Schluss, wie oben schon erwähnt als Prototyp des knallharten Cowboys fast schon zu cool, verbucht aufgrund seiner rigorosen Handlungen jedoch mehrmals den Vorteil des Überraschungsmoments. Während sich mit Powers Boothe ein weiterer Akteur, der schon mal unter Hill diente (Nolte: "48 Hrs." / Boothe: "Southern Comfort"), sein Brot als wundervoll schmieriger und siffiger Bösewicht verdient, braucht Michael Ironside nur einmal mehr seinen einstudierten Typus des skrupellosen Mannes für die schmutzige Drecksarbeit herunterspulen. In den Nebenrollen fallen ansonsten nur "Starship Troopers" - Ausbilder Clancy Brown und der einfach immer gern exzentrisch agierende William Forsythe auf. Der aufgrund seiner Statue immer sehr beeindruckende Tom 'Tiny' Lister Jr. darf leider nur im Hintergrund als Bodyguard auftreten.


Fazit:
"Extrem Prejudice" ist ein rassiger Film, ganz auf die maskuline Fraktion zugeschnitten. Ohne langes Federlesen lassen alle Figuren Taten sprechen und die sind dann meist destruktiv, tödlich und werden graphisch explizit festgehalten. Die Story selbst entbehrt freilich der Realität, ist hier jedoch kein Grund zum Unken. Wer sich für die Actionschule der Achtziger begeistern kann, ist hier genau richtig. Brachiale Tötungs- und Zerstörungsorgien, markige Charaktere, jede Menge Coolness in Verbund mit trockenen Sprüchen und Jerry Goldsmiths, mir etwas zu passive, charmante Musikbegleitung sorgen für das richtige Feeling.

--- André K. (Blade Runner)

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Grenzgebiet Texas/Mexico....Country for Men, 30. Juni 2009
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ausgelöscht (DVD)
"Den Verräter knallen wir ab wie einen Hund" - dieser Satz wäre vermutlich in der deutschen Kinoversion von "Ausgelöscht - Extreme Prejudice" zu hören gewesen, wenn nicht die aufmerksamen Leute vom Schnitt gewesen wären, die diesen und einige weitere brisante Sätze für die deuschen Zuschauer (aus gutem Grund-kicher) eliminiert hätten.

Die DVD zeigt den Walter Hill Film von 1987 aber zum ersten Mal in ungekürzter Fassung, deshalb sind diese 3 (wenn ich richtig mitgezählt hab) Dialogszenen englisch untertitelt.

Der Film wurde allerdings von der FSK ab 18 eingestuft. Was sicherlich nicht an diesen harmlosen Kürzungen lag, da war schon eher der Showdown des Films, bei dem Hill seine Verehrung für Sam Peckinpah zum Ausdruck bringt und fast schon "Wild Bunch" kopiert - also Mexico, Maschinengewehre, durchsiebte Körper - ausschlaggebend.

1987 wurde der Neo-Western nicht besonders gut von der Kritik aufgenommen, man warf Walter Hill viel Spiel mit allseits bekannten Klischees vor und wenn man die Handlung kurz anschaut, dann hört sich alles etwas aufgewärmt und trashig an:

Der gute, fast schon stoisch schweigsame Texas-Ranger Jack Benteen (Nick Nolte) hat im Job gemeinsam mit seinem väterlichen Freund Sheriff Hank Pearson (Rip Torn) alles im Griff, lediglich seine Beziehung zu der Frau mit der zusammen lebt und ins Bett steigt ist konfliktbeladen, die Mexikanerin Sarita (Maria Conchita Alonso) fordert mehr als nur Sex. Ausserdem macht ihm sein ehemalig bester Freund Cash Bailey (Powers Boothe) extreme Sorgen, denn dieser hat die Lager geweselt und ist der böse Drogenboss, der ständig im grossen Stil Stoff von Mexico in die Staaten schmuggelt und ausserdem ist er der Exlover von der frustierten Sarita. Also Gut und Böse, dazwischen eine Frau...doch es wird komplexer:

Eine Gruppe von dubiosen Männern taucht auf, deren Boss ein gewisser Major Paul Hackett (Michael Ironside) ist. Diese Söldnergruppe hat vor, in der Stadt des Rangers ein grosses Ding zu drehen...

Walter Hill ist natürlich ein Könner seines Metiers und er hat den "bekloppten" Stoff fest im Griff, verpasst ihm ultimative Spannungsmomente und knallharte Action, dass ich den Film als Geheimtipp gut empfehlen kann, vor allem jetzt in einer Zeit, wo der Neo-Western wieder etwas mehr geschätzt wird als in den 80ern...
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen mörderisch gut...., 25. Januar 2007
Von 
Frank Linden (troisdorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Ausgelöscht (DVD)
kannte diesen film nicht als ich ihn mir zulegte. und nick nolte kann ich auch nicht leiden, aber was ich dann zusehen bekam liess mich meine unsympathie zum hauptdarsteller schnell vergessen. "ausgelöscht" überzeugt in jeder hinsicht, und besticht neben vielen bekannten darstellern(powers boothe,michael ironside u.a.) auch mit einer ausgefeilten story und harten action sequenzen die nichts zu wünschen überig lassen. zeitweise fühlt man sich an harte western erinnert wie z.b. die django triology (mit franco nero), erbarmungslos, pale rider oder high plains drifter. da der film in unserer zeit spielt macht das wohl den veruchten charme von "ausgelöscht" aus. mich hat er jedenfalls voll überzeugt und bekommt 5 sterne.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Action pur, mit solider Handlung ohne Tiefgang, 8. September 2008
Von 
Heiko Kauffeld "H.R.K." (Karlsruhe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Ausgelöscht (DVD)
Eine zivile Militäreinheit, unter Führung von Major Paul Hacket ( Michael Ironside ) , erscheint in einem texanischen Kaff und hat vor geheime Unterlagen aus einem Banksafe zu stehlen. In dieser Stadt ist Jack Benteen ( Nick Nolte ) Ranger und hat Schwierigkeiten mit seinem alten Schulfreund Cash Bailey ( Powers Boothe ) der zum Drogenkönig aufgestiegen ist. Benteen versucht unablässig Bailey zum Aussteigen zu bringen. Auf einmal benötigt Hacket Benteens Hilfe und auch Benteens Freundin Sarita ( Maria Conchita Alonso ) macht auf einmal Schwierigkeiten...

Walter Hill zeigt einmal mehr, das er das Action-Handwerk wie kein zweiter beherrscht.

Das dabei die Schauspieler oberflächlich bleiben stört etwas. Nick Nolte spielt den coolen Ranger (stellenweise übertrieben), Maria Conchita Alonso wird als typische Latino-Braut vorgeführt. Auch Powers Boothe spielt klischeehaft den schmierigen Drogenboss und Michael Ironside souverän den Major. Auch die Nebenrollen sind mit Clancy Brown und William Forsythe namhaft besetzt.

Die inhaltliche Auflösung am Ende entspricht zwar nicht meiner Vorstellung aber

nichts desto trotz wird hier stellenweise ein Actionspektakel zelebriert und einige Überraschungen sind garantiert. Action-Freunde kommen hier auf ihre Kosten. (9/10)
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