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Produktinformation
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»Markovic eignet sich für ihr Buch mit Thomas Bernhards Erzählung Gehen einen Literaturklassiker an - und schreibt diesen dann eben zu Ausgehen um. Damit vollzieht sie im Medium der Literatur einen spektakulären Remix. Das Ergebnis ist ein sehr dicht gewobener Text ganz eigener Qualität.«
(Xaver Oehmen Groove )»Ausgehen ist ein feines Stück Aneignungskunst. Genau richtig für den Sommer, da es zu der Jahreszeit immer irgendwann zu einem Überdruss am Partyleben kommt, und es sich von Format und Umfang in jede Gesäßtasche schmiegt.«
(meier )»Markovic kopiert und modifiziert Bernhards Erzählung Satz für Satz, und es ist schon erstaunlich, dass dabei nicht völliger Murks oder pseudointellektueller Wittgenstein-Schwachsinn herauskommt, sondern ein äußerst unterhaltsames, an Witz dem Original nacheiferndes Buch.«
(Tina Manske titel-magazin.de )»Die junge Autorin Barbara Marković hat mit ihrem Debut ›Ausgehen‹ eine Nachdichtung von Thomas Bernhards ›Gehen‹ vorgelegt. Idealerweise sollte man das Original verständlicherweise schon gelesen haben, bevor man sich Marković' fulminantem und kunstfertigem Remix widmet. Zwingend ist dies aber keineswegs; nur die geistreichen Anspielungen, Parallelen und Abweichungen zwischen den Texten würden umso deutlicher und unterhaltsamer aufblitzen. In der Art, wie Barbara Marković Bernhard aufgreift und verwendet, wurde er noch nie rezipiert.«
(Jonas Kolb freistil )»Thomas Bernhards wuchtige Erzählung »Gehen«, 1971 als fünftes Suhrkamp-Taschenbuch erschienen, behexte Leser wie Kritiker gleichermaßen, brachte tiefe Saiten zum Mitklingen. Man ahnte, dass es hier um Unterbewusstes ging, um den »Gedankenunrat« einer ganzen Generation. ... Jetzt ist der jungen serbischen Autorin Barbi Marković ein Kunststück gelungen: Sie hat Bernhards Vorlage in die eigene Generation überführt - und plötzlich geht sie auf. Aus »Gehen« wurde »Ausgehen«, eine nahezu Satz für Satz adaptierte Geschichte über die Verzweiflung einer jungen Frau am allabendlichen Clubbing, die dafür nicht pathetisch in die »Irrenanstalt Steinhof« eingewiesen wird, sondern »sich vor die Glotze geknallt hat, wahrscheinlich endgültig«. Wo es »Menschenunglück« heißt bei Bernhard, da steht in der von Mascha Dabić meisterhaft übersetzten Belgrader Version »Clublangeweile«, aus der »Verrücktheit« wird »Sättigung«. Der Text kommt uns so erschreckend nah.«
(Oliver Jungen Frankfurter Allgemeine Zeitung )»Die aus Belgrad kommende und in Wien lebende Autorin Barbi Marković remixt einen Text des klassischen österreichischen Schriftstellers Thomas Bernhard. Aus »Gehen« macht sie »Ausgehen«. ... Wie beim Original ist ein künstlerisch-philosophischer Text entstanden, mit einer inhaltlichen Verschiebung ins Warholeske. In Barbi Marković'» Ausgehen« geht es gleichermaßen um Atmosphäre, um Mode und Stil wie um das Denken. Der Kontrast, der daraus entsteht, wenn man einen völlig ernsthaften männlichen Thomas Bernhard in eine Clubberin verwandelt, hat sie sehr gereizt, sagt sie, ›diese Verbindung von Jugendkultur und Philosophie, männlichem und weiblichem Denken‹.«
(Christopher Strunz die tageszeitung )»Der Text, der das Kunststück fertigbringt, der Bernhardschen Vorlage bis zum Schluss zu folgen, ohne je die Spur zu verlieren, liest sich wie ein Lehrstück in Sachen Intertextualität. Aus der Korrespondenz der beiden Texte entsteht ein Überschuss. ... Wider die Humorlosen, die in dem Buch ein Sakrileg sehen mögen, handelt es sich um eine bezaubernde Hommage an den Autor.«
(Wolfgang Müller-Funk Presse Wien )»Ausgehen ist ein veritabler Geniestreich, witzig, gescheit und sprachmächtig.«
(Vorarlberger Nachrichten )
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Belgrader Nachtleben,
Von
Rezension bezieht sich auf: Ausgehen (edition suhrkamp) (Taschenbuch)
Ein kleines, feines Büchlein, das schnell ausgelesen ist und das einem beispielsweise die Zeit vorm Schlafengehen oder auf einer Zugfahrt abkürzen kann. Die studierte Germanistin Markovic remixt Thomas Bernhards Gehen" in Ausgehen" um. In seitenlangen Sätzen schildert sie das Elend der Belgrader Clubszene, die Abwesenheit von Stil etc. Drei Freundinnen verabscheuen das Nachtleben in Belgrad, durch ihr Bedürfnis nach gelegentlichem Spaß sind sie dennoch bekannte Gesichter in den Clubs. Bis eine der drei, Bojana, genug vom Ausgehen hat, und zwar endgültig. Und in Folge dessen nur mehr vor der Glotze klebt. Im Tonfall Bernhards schildert Markovic, wie es dazu kam, dass Bojana das Ausgehen aufgegeben hat. Obwohl der Inhalt wenig aufheiternd ist - schließlich dreht es sich um die Sinnlosigkeit des Ausgehens an sich, um junge Leute, die stets wegwollen aus Belgrad, dies aber nicht schaffen - bringt einen der Stil, wie das ganze aufgearbeitet wird, dennoch zum Schmunzeln. Einfach, weil die bernhardschen Schimpftiraden so wunderbar 1:1 in die Gegenwart, in ein grundlegend anderes und (immer) zeitgemäßes Thema wie das Ausgehen remixt" wurden. Die Sprache folgt einem beständigen Rhythmus und bereitet eine angenehm abwechslungsreiche Lektüre. Hut ab vor jungen Autorin, die in Ausgehen" wirklich alles richtig gemacht hat.
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