Auch fünfzig Jahren nach dem Holocaust werden nach wie vor Geschichtsklitterungen, Fälschungen und schlichtweg Lügen über die Geschehnisse in Auschwitz und anderen Konzentrationslagern der Nazis verbreitet. Till Bastian hat es sich in einem kleinen, handlichen Taschenbuch zur Aufgabe gemacht, Handwerkzeug bereitzustellen, um gegen derartige Lügen vorzugehen. In „Auschwitz und die Auschwitz-Lüge" geht er zahlreichen Legenden auf den Grund, die die Geschehnisse um die „Endlösung" abstreiten, bagatellisieren oder verfälschen. Er weist auf die Hintergründer skruder Verschwörungstheorien hin, beschäftigt sich näher mit dem aufsehenerregenden „Leuchter-Gutachten" (wobei es ihm ein leichtes ist, diesen zu widerlegen) und nimmt auch andere Protagonisten der revisionistischen Literatur aufs Korn. Sein Bändchen ist zweigeteilt - im ersten Teil schildert er nach dem Stand der heutigen Forschung die Fakten über Auschwitz, im zweiten deren Verfälschung durch Neonazis und Rechtsradikale. Darüber hinaus informiert er über die wichtigen Protagonisten und den Hintermännern dieser Haltung. Sein Anliegen, mit dem Wirrwarr an Legenden und Verfälschungen Schluß zu machen ist ehrenhaft und sein Buch nur zu empfehlen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)