Das Buch hat meine Meinung zur "klassischen Reiterei" wieder ins positive Licht gerückt.
Ich persönlich fand bei den meisten Pferden eine eher aufgezwängte Haltung und habe durch das Buch auch die verständliche Antwort bekommen.
Das Buch hat mich ebenfalls darin bestärkt, auf mein Bauchgefühl zu hören und mein Pferd nicht "wegzugeben". Ich werde weitestgehend mit ihm selbst die Remonte zu bestreiten (kann ihm die nötige Zeit lassen und selbst entscheiden, wann die nächste Lektion kommen kann). Den Rat, mir von einem Fachmann immer wieder mal "über die Schulter schauen" lassen, werde ich selbstverständlich befolgen.
Dass die "Crash-Ausbildungen" oftmals nicht im Sinne der "klassischen Reiterei" steht bzw. nicht stehen kann, wird hier sehr schön erklärt.
Zum Inhalt selbst:
Erst beim Weiterlesen habe ich festgestellt, dass das Buch nicht immer "chronologisch" weiterführend aufgebaut ist und daher einzelne Schritte/Lektionen/Phasen die erst später angesprochen wurden eben vorher, während oder später in der Ausbildung einbezogen werden sollten. Ich selbst habe mich gelegentlich gewundert, warum später etwas angesprochen wurde, was beispielsweise zum anfänglichen Führtraining gehört. Das Buch ließt sich also nicht wie wie ein fortlaufender "Lehrplan" sondern erklärt die Zusammenhänge und verdeutlicht eben "später", warum und wie das eine oder andere einen besseren Nutzen mit sich bringt. (* deswegen gibts ein Sternchenabzug)
Die Fotos verinnerlichen sehr anschaubar, was beschrieben wurde und inhaltlich ist das Buch in sich leicht verständlich erklärt.
Mein Fazit:
Nicht nur für die "Ausbildung junger Pferde" eignet sich das Buch hervorragend, sondern auch, um andere Reitprobleme zu ergründen und werde daher diese Buch dem einen oder anderen ans Herz legen.
Das Buch ist lohnens- und lobenswert!