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Aus die Maus: Ungewöhnliche Todesanzeigen
 
 
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Aus die Maus: Ungewöhnliche Todesanzeigen [Broschiert]

Matthias Nöllke , Christian Sprang
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (52 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 208 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch; Auflage: 1., Auflage (24. August 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462041576
  • ISBN-13: 978-3462041576
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (52 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 14.902 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Matthias Nöllke
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Es gibt ja so gut wie nichts, was nicht gesammelt wird. Doch wenn jemand Todesanzeigen zu seinem Steckenpferd auserkoren hat, lässt dies zumindest aufhorchen. Gemeint sind jene schwarz umrandeten Gevierte in den Tageszeitungen, die die meisten vermutlich achtlos überblättern. Dass ihnen dabei etwas entgeht, belegt das vorliegende Buch mit dem bezeichnende Titel Aus die Maus.

Die anfängliche Skepsis bezüglich des Verkaufserfolgs ist nach einigem Schmökern bald verflogen. Erstaunlich wie vermutlich Todernstes bei Außenstehenden derart für Erheiterung sorgen kann. Kein Wunder, wenn es doch im Nachruf auf den Fußballfan heißt: „Er starb wie gewünscht im Neckarstadion“ oder im Gedenken an den verblichenen Großvater: „Wie im Leben – Oma rief – Opa kam“ oder über den Uhrmacher: „Sein Herz ist stillgestanden – doch seine Uhren ticken weiter!“ Am besten sind jedoch die Kommentare zu den im Faksimile abgedruckten, bisweilen sind sie sogar unverzichtbar. Erschließt sich die ungewollte Komik doch beim flüchtigen Lesen nicht selten mit Nachhilfe. Zum Beispiel, wenn die Firma den „unverhofften“ (sic!) Tod eines Mitarbeiters beklagt und sich damit gedankenlos einer Floskel bedient, wie sie in ähnlichem Zusammenhang garantiert tagtäglich irgendwo zu lesen ist. Bezeichnenderweise war es aber just diese unglückliche Formulierung, die Christian Sprangs Sammelleidenschaft seinerzeit weckte. Ein „Best of“ aus seinem umfangreichen Kuriositätenkabinett präsentiert er nun in diesem ebenso unterhaltsamen wie kurzweiligen Bändchen.

300 Exemplare von skurril bis makaber – aber garantiert niemals trist. Spreng tritt den Beweis an, dass auch der Tod unterhaltsam sein kann. Vorausgesetzt man findet die rechten Worte. Spätestens nach der Lektüre dieses Buches werden Sie den schwarz umrandeten Anzeigen in der Zeitung endlich die Aufmerksamkeit zollen, die sie schon immer verdient hätten. – Franz Klotz

Kurzbeschreibung

"Ein Gänseblümchen macht für immer Bubu.

Todesanzeigen üben auf viele Menschen eine ungeheure Faszination aus. Ihre Lektüre erlaubt nicht nur den Abgleich mit den eigenen Lebensdaten, sie vermittelt mitunter auch ungewöhnliche und unterhaltsame Einblicke in das Leben der anderen. Als Student hat Christian Sprang, heute Justiziar des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, begonnen, Todesanzeigen zu sammeln. Was als Spaß in einer Wohngemeinschaft begann, entwickelte sich zu einem ungewöhnlichen Hobby. Schnell begannen Freunde und Bekannte, ihm eigene Fundstücke zu schicken. So entstand mit den Jahren eine inzwischen mehr als tausend Anzeigen umfassende Sammlung. Die Auswahl in diesem Buch reicht von Selbstanzeigen (Ich bin dann mal weg oder Ich wünsche euch allen eine schöne Zeit), nachträglichen Klarstellungen (Er hatte Vorfahrt oder Scheiß Motorrad), Rätselhaftem (Ein Gänseblümchen macht für immer Bubu) über Hassanzeigen (Jetzt wird gefeiert! oder Zum Tod von Dr. Volker P. fällt mir nur ein Wort ein: Danke! Ein Patient) und letzte Grüße (He Uli, es war schön mit dir) bis zu überraschenden Motti (Ein letztes Zapp-Zerapp oder s'is Feierobnd). Die Geschichten, die sich dahinter verbergen, sind herzzerreißend, skurril und komisch; sie zeichnen ein ungewöhnliches Bild vom Leben und Sterben in unserem Land, das beim Leser zu tröstender Erkenntnis und befreiendem Lachen führt. Schließlich gilt, wie in einer Anzeige lakonisch resümiert wird: Wer nicht stirbt, hat nie gelebt.


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26 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen "Oma rief - Opa kam" - ein Buch über ein ungewöhnliches Hobby: Todesanzeigen, 20. November 2009
Von 
Amigo Del Sol "ADS" (Fürstentum Lippe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Aus die Maus: Ungewöhnliche Todesanzeigen (Broschiert)
"Aus die Maus: Ungewöhnliche Todesanzeigen" von Matthias Nöllke und Christian Sprang - der es sich als Hobby gemacht hat interessante, witzige, wie faszinierende Todesanzeigen aus der täglichen Presse zu sammeln und in diesem Buch zu veröffentlichen - ist eines der ungewöhnlichsten Bücher die ich in letzter Zeit gekauft habe. Als ich das Buch im Laden in den Händen hielt, war mein erster Gedanke: Wie makaber ist das denn? Aber nachdem ich ein paar Seiten gelesen und die Abdrucke der verschiedenen Todesanzeigen angesehen habe, hab ich mich gekringelt vor Lachen. Sicherlich ist es ein sehr ungewöhnliches Hobby, dass hier in Buchform erschienen ist. Aber all diese Traueranzeigen sind ja auch irgendwann von einem Verlag akzeptiert und veröffentlicht worden. Egal wie makaber oder witzig der Trauerspruch oder die Aufmachung ist. So sollte man bei allem Humor, die grundsätzliche Ernsthaftigkeit im Hintergrund der Anzeige nicht gänzlich ausblenden. Auch wenn es bei diesem todernsten Anlass, bei manchen Anzeigen wirklich schwer fällt. Wer allerdings manchen Spruch nicht versteht dem helfen zumeist noch ergänzende Kommentare der Autoren.

Insgesamt ist "Aus die Maus: Ungewöhnliche Todesanzeigen" eines der ungewöhnlichsten Bücher, die ich mir seit langer Zeit gekauft habe. Wer Sinn für etwas schwärzeren Humor hat oder mal was skurriles haben möchte, dem sei das Buch an dieser Stelle ans Herz gelegt - 5 Sterne.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen irre komisch und unendlich traurig, 12. Dezember 2011
Von 
Mephista - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Aus die Maus: Ungewöhnliche Todesanzeigen (Broschiert)
Ja es ist ein Spagat - ein Buch über ein derart tabuisiertes Thema zu veröffentlichen und dann auch noch komisch zu sein!

Doch ich finde es ist den Autoren sehr gut gelungen, denn zum einen halte ich es für einen Fehler, so sensible Themen wie den Tod oder Sterbeanzeigen zu tabuisieren und zum anderen finde ich es richtig und gut, mit Humor an die Sache heran zu gehen.

Ich gebe zu, dass ich mich bei ein paar Todesanzeigen gekringelt habe vor Lachen. Was da zum Teil gedruckt wurde ist wirklich bitterböse und genau nach meinem Geschmack.

Aber ich gebe auch zu, dass es mich ein paar Mal zu Tränen gerührt hat, denn ungewöhnliche Todesanzeigen, das sind nicht nur lustige, sondern bisweilen gibt es hier auch besonders schöne oder tragische, die mich sehr berührt haben.

Ich denke, genau diese Mischung aus schwarzem Humor, Tragik und Trauer spiegelt ein Stück weit das Leben wieder und Lachen muss einfach erlaubt sein - gerade wenn man trauert! Sonst kann man sich schließlich gleich selbst einsargen lassen - wobei einem dieses Buch auch nette Anregungen für die eigene Todesanzeige bietet!
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29 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Vater posthum in Buchform verewigt, 14. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Aus die Maus: Ungewöhnliche Todesanzeigen (Broschiert)
Generell sei zu dem Buch gesagt, dass ich die Idee, Todesanzeigen zu sammeln -und zu veröffentlichen- keinesfalls pietätlos finde. Geburt und Tod sind untrennbar vereint. Und wer kann noch die ewigen Klapperstörche in den Geburtsanzeigen ertragen? Ich nicht mehr. Da empfinde ich wohl überlegte Todesanzeigen, die Trauer und Humor gleichermaßen ausdrücken, oder den Menschen in seiner Art beschreiben, bzw. die Ursache weshalb/woran er verstarb, als weitaus anspruchsvoller.

Ja, es ist wahrlich ein Meisterstück, ein ganzes Kreiskrankenhaus der nationalen Lächerlichkeit preiszugeben (insbesondere, wenn der Name im Buch noch voll genannt wird und sich dieses Buch binnen kürzester Zeit zum Bestseller entwickelt). Jedes Wort muss wohl überlegt sein, um durch die Pressezensur zu kommen, danach hat man die Juristen am Hals (zumindest in der Theorie - man will wohl nicht immer schlafende Hunde wecken - die Pressearena könnte evtl. aufhorchen...?).

NUN hat die Presse (in diesem Fall: Großes Dankeschön an die Autoren oder den aufmerksamen Finder) gnadenlos zugeschlagen und das, ja das, ohne weiteres familiäres Zutun. Freude und Erstaunen waren groß, als ich meinen Vater posthum in diesem Sammlungsjuwel wiederfand. Der Kommentar der Autoren trifft den Nagel auf den Kopf (hoffentlich nicht nur den Nagel...) und ich habe wieder einmal mehr erfahren dürfen, dass sich ausgesuchte Höflichkeit auszahlt.

Manchmal, wenn es ruhig ist, habe ich das Gefühl, ein gaaanz leises Kichern von oben zu vernehmen. Fürchterliches Leid musste mein Vater bis zu seinem Tode ertragen, aber diese Art der verbalen Ohrfeige hätte ihm gefallen. Ich sehe ihn bildhaft auf einer Wolke sitzen, das Gesicht spitzbübisch zu seinem typischen langen Grinsen verzogen, die blauen Augen funkelnd und höre sein unvergleichbares Kichern. Oder ist es doch nur das Rauschen der Bäume im Eifeler Herbstwind...?

Fazit: Man verfasst eine Todesanzeige, die eine "gewisse" Härte enthält, nicht einfach nur so aus Spaß an der Freude, oder um Aufmerksamkeit zu erheischen. Es stecken meist unvorstellbare Dramen, Skandale und Schmerzen an Körper und Seele dahinter, die nur nachvollziehen kann, wer selbst den liebsten Menschen durch z. B. fachliche Ignoranz, Arroganz, Inkompetenz etc. verloren hat.

Dennoch habe ich auch als Halbwaise meinen Humor nicht verloren, werde das Buch an sehr viele Menschen verschenken, die vielleicht danach auch noch welchen haben -einige aber wohl eher doch nicht mehr- und kann es nur jedem Interessenten, dem es Spaß bereitet zwischen den Zeilen zu lesen, empfehlen.

Es finden sich schöne, tragisch ergreifende und urkomische Stücke der besonderen Art unter den Nachrufen. Man muss nur lesen können und mit offenen Augen durch die Welt gehen...

Für Papa

Ruth
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