Der Klassiker von Eichendorff wurde in den 70er Jahren zweimal verfilmt, einmal in der Bundesrepublik Deutschland und vorher bereits in der DDR. Die nun als DVD vorliegende DEFA-Interpretation im leicht verspäteten Flower-Power-Look trumpft mit bezaubernden Landschaftsbildern auf, einem amerikanischen Weltstar, der alte Schlager, mit angelsächsischem Akzent vorträgt und drei wunderschönen Schauspielerinnen.
Mangels Dreherlaubnis der DDR-Oberen musste Rumänien als Kulisse für die Novellen-Kapitel in Italien herhalten. Aus diesem Grund erreicht der Kino-Taugenichts auch nicht Rom, sein eigentliches Ziel und der Film des Regisseurs Bleiweiß geht kurz vor Schluß etwas in die Irre, wirkt leicht konfus.
Nicht so schlimm:
Dank Dean, eines Amerikaners der aus politischer Überzeugung von den USA in die DDR auswanderte und vieler betörend schöner Kameraeinstellungen, will man sich dem süßen Sog des Films nicht entziehen. Das Bonusmaterial erklärt die Dean-Euphorie, und beim Zuschauer wächst die Neugier, noch mehr über diesen idealistischen Schauspieler mit seiner ungewöhnlichen Biographie zu erfahren.