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Aus dem Leben eines Taugenichts Gebundene Ausgabe – 3. April 2014

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 76 Seiten
  • Verlag: Hofenberg (3. April 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3843047162
  • ISBN-13: 978-3843047166
  • Größe und/oder Gewicht: 15,6 x 0,6 x 23,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (56 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.233.624 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Aus dem Leben eines Taugenichts
OA 1826 Form Novelle Epoche Romantik
Mit der Novelle schuf Joseph von Eichendorff eine eigene romantische Gattungsform, den sog. »Taugenichts-Roman«. Die Urfassung – zwei kurze Kapitel, die vermutlich schon in Breslau entstanden – trug den Titel Der neue Troubadour. Ein Kapitel aus dem Leben eines armen Taugenichts. Bereits 1822 oder 1823 vollendete Eichendorff das Werk, ließ es aber erst 1826 drucken, zusammen mit Das Marmorbild und einigen Gedichten.
Inhalt: Ein junger Müllerssohn wird von seinem Vater als Taugenichts beschimpft und in die Welt geschickt, damit er lernt, für sich selbst zu sorgen. Daraufhin zieht er mit seiner Geige, auf Gott vertrauend, in die Welt. Nachdem ihn zwei vornehme Damen im Reisewagen zu ihrem Schloss mitgenommen haben, findet er eine Anstellung als Gärtnerbursche, anschließend als Zolleinnehmer. Er verliebt sich in eine der beiden Damen, glaubt aber, sie sei eine Gräfin und daher für ihn unerreichbar. Daher macht er sich erneut auf die Reise und schließt sich zwei abenteuerlich anmutenden Gestalten an, die sich als Maler entpuppen und mit dem Taugenichts nach Italien ziehen. Er erhält einen Brief, von dem er glaubt, dass seine angebetete »Gräfin« ihn geschickt habe. Um sie zu finden, eilt er nach Rom. Ein deutscher Maler erklärt ihm, die Gesuchte sei in der Stadt – eine Verwechslung. Enttäuscht tritt der Taugenichts die Heimreise an. Er gelangt wieder auf das Schloss, wo sich alle Umstände aufklären. Die beiden angeblichen Maler sind ein Graf und seine inkognito reisende Geliebte; die heimlich geliebte Dame ist keine Gräfin, sondern eine Waise, die in der Obhut eines Grafen großgezogen wurde. Am Schluss heiratet die Dame den Taugenichts.
Aufbau: Die spärliche Handlung wird in zehn Kapiteln aus der Perspektive des Müllerssohns erzählt und gibt der lyrischen Grundstimmung der Novelle, verdeutlicht in den Wanderliedern sowie dem Gemüt des Taugenichts, genügend Raum. Hinter dem Begriff Taugenichts verbirgt sich ein am Rande gesellschaftlich akzeptierter Vorstellungen lebender Romantiker. Damit steht er im Gegensatz zum Typ des Philisters, der in bürgerlicher Enge lebt und eine geruhsame und materiell gesicherte Existenz als höchsten Wert ansieht. Im Text finden sich typische Motive eichendorffscher Romantik: Schlösser, Liebe, Musik, Malerei, Mondnächte, Gottvertrauen und am Ende eine heile, märchenhaft glückliche Welt.
Wirkung: Die ersten Kritiken – erschienen im Literaturblatt, der Beilage zum Morgenblatt für gebildete Stände – waren vernichtend. Spätere Rezensionen stellten die Echtheit des Gemüts und die liebliche Darstellungsweise in den Vordergrund. Theodor R Fontane und auch Thomas R Mann sahen im Taugenichts den Urtyp des deutschen musischen Wesens.
Einige der in den Text eingestreuten Gedichte wurden vertont, so z. B. Wem Gott will rechte Gunst erweisen von Robert Schumann (1810 bis 1856) und Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 bis 1847). Doch gerade dieser Text wurde auch zum Beispiel für einen bewusst fehlgedeuteten Umgang mit Eichendorff: Er wurde von der Wandervogelbewegung verharmlost und von den Nationalsozialisten missinterpretiert. C. V. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Über den Autor und weitere Mitwirkende

1788 wird Joseph von Eichendorff als Sohn eines preußischen Offiziers und Landedelmanns geboren. Während seines Jura-Studiums in Halle, Heidelberg, Berlin und Wien lernt er die führenden Vertreter der Romantik kennen. Nach dem Examen geht Eichendorff in den Verwaltungsdienst und sucht seiner Langeweile durch Flucht in die Poesie zu entkommen. Mit der Novelle 'Aus dem Leben eines Taugenichts' und durch seine Lyrik wurde Eichendorff der bekannteste deutsche Romantiker, die Vertonungen von Schumann, Mendelssohn Bartholdy haben die schönsten Gedichte in aller Welt berühmt gemacht. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von kpoac TOP 1000 REZENSENT am 25. Juli 2005
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Nichts ist ihm so fremd und so verhasst, wie ein Leben, orientiert an Sicherheit und eignem Vorteil. Der Taugenichts verkörpert nichts anderes als die Sehnsucht nach Ferne, die Leichtigkeit des Seins, die sich in Träumereien zeigt und die erst durch den Unmut des Vaters zum Handeln aktiviert wird. "Ich kann dich nicht länger füttern", dieser Satz ist der Startschuss zum Lauf hinaus in die Welt. Eine fröhliche und gesangs- orientierte Wanderung, die dann in erzählender naiver Sprache zu einem Märchen wird, wo nur "holde Frauen" und "weiße Schlösschen" ihm begegnen und letztendlich nur die Unerreichbarkeit der schönen Damen und das Weiter-Sehnen, ihn auf der Wanderschaft zu halten scheinen. Über Wien führt ihn der Weg nach Rom, eine Stadt, die ihn im hellen Schein begrüßt, als ob Engel dort stünden und sängen. Die Stadt, die aber auch ihr säkularisiertes Bild in Form von Verführung zeigte. Der Taugenichts konnte der Verführung widerstehen.

Eichendorffs Novelle könnte in ihrer naiven Art als Revolte gegen das Philistertum der Zielstrebigkeit gesehen werden. In jedem von uns, und der Taugenichts als Mensch ohne Namen scheint jeden von uns als Spiegelbild verkörpern zu sollen, sind beide Seiten. Der Gefahr, ausschließlich der Leichtigkeit des freien Lebens zu dienen oder anderseits der zwecklosen, inhumanen Geschäftigkeit des modernen Lebens sich hinzugeben, dieser Gefahr entgeht er durch die Liebe. Und hier erlebt der Leser Romantik pur, die Liebe entfaltet in der Überhöhung ihre Kraft. Aurelia, die der Taugenichts heiratet, ist ihm eine Offenbarung, "wie ein Engel, der leise durch den tiefenblauen Himmelsgrund zieht.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 31. Dezember 2004
Format: Taschenbuch
Ich war eigentlich immer jemand, der mit gemischten Gefühlen an ältere Werke heranging. Und vor einer Woche habe ich es wieder einmal gewagt. Aber ich habe es nicht bereut. Und zwar war es der "Taugenichts" von Eichendorff.
Im "Taugenichts" geht es um einen jungen Burschen, der von seinem Vater von zu Hause rausgeworfen wird, um sein eigenes Brot und Geld zu verdienen. Er zieht umher, trifft allerlei Menschen und spielt wann immer er kann auf seiner Geige, die er auf seine Reise mitgenommmen hat. Eigentlich eine Handlung, die nicht besonders zum Lesen antreibt, aber wenn man sich einmal dazu durchrungen hat anzufangen, ist es schwer wieder aufzuhören. Es ist Eichendorffs einfühlsame Sprache, die das Lesen zu einem wahren Vergnügen macht. Zudem steigt die Freude beim Lesen mit der Tatsache, dass jeder von uns schon einmal den Drang verspürt hat, aus dem normalen Leben auszubrechen, um die ferne, schöne und weite Welt kennenzulernen. Ein Buch für Träumer und Romantiker oder für die, die es noch werden wollen.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 18. August 1999
Format: Taschenbuch
Philosophen und Dichter wohnen auf benachbarten Hügeln, doch selten waren sie sich so nahe wie in der Epoche der Romantik. Eichendorffs "Aus dem Leben eines Taugenichts" ist eines der Prosawerke der romantischen Literatur. So wundert es kaum, daß es im Oberstufenunterricht das meistgelesenste Stück aus der deutschen Romantik ist. Dennoch, nicht nur als ein Werk für den Unterricht ist dieses Buch zu empfehlen, sondern auch für jeden anderen, der gerne ein gutes Buch ließt. Besonders ans Herz zu legen ist dieses Buch jenen, die sich selbst ein Bild davon machen wollen, wie eng Literatur und Philosophie hier verschmelzen. Eichendorffs Naturwahrnehmung und -darstellung sind für die Romantiker bezeichnend und so mancher Philosophiekundiger wird sich zurecht an das Zeitalter der Magie erinnert wissen. Eichendorffs Sprache wirkt dabei vielleicht zunächst etwas eigenwillig, doch wer sich einliest, wird sie lieben. Sein Sprachstil ist zu keiner Zeit allzu kompliziert oder gekünstelt, sondern besitzt einen ganz eigenwilligen Charme. Unterstütz wird dieser zudem durch die alte Orthographie dieser dtv-Ausgabe, in der der Text originalgetreu der Erstausgabe von 1826 folgt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Thomas M. VINE-PRODUKTTESTER am 8. August 2011
Format: Taschenbuch
Abgesehen von der Moderne ist die Romantik für mich eines der interessantesten und besten Genres. Bildhafte Sprache, relativ einfacher Stil, perfekt zusammenhängende Geschichten und viele Lehren, die man bis in die heutige Zeit übertragen kann, sind exemplarisch dafür. Wenn ich ehrlich bin, war ich niemals ein Fan der Romantik, was sich aber einfach aus dem Namen der Romantik ableitete und mich Kulturbanausen immer auf falsche Bahnen lotste. Den ausschlaggebenden Punkt für meine Meinungsänderung bewirkte dieses Buch: Aus dem Leben eines Taugenichts. Dass ich zu dem Buch kam, war dabei eher ein Zufall, so wollte ich im Buchladen eigentlich ein anderes Buch greifen, habe aber durch meine Hektik nicht aufgepasst und erst zu spät gemerkt, was ich mir eigentlich kaufte. Zum Glück aber habe ich das Buch gelesen, denn es führte mir vor Augen, wie verkopft ich damals eigentlich war und wie sinnlos meine Vorurteile gegenüber der Romantik eigentlich ausgelegt waren.

Insgesamt ist dieses Buch einfach eines der besten Werke, die ich je gelesen habe.
Alleine schon durch die Tatsache, dass ich zu Beginn absolut keine Erwartungen hatte, sollte sich dabei als unfassbar großen Vorteil aufzeigen. Trotz der wenigen Lust, mit der ich begann, steigerte sich diese in unfassbar rasantem Tempo von Seite zu Seite. Der Schreibstil war einfach nur packend und harmonierte in einem unsagbar guten Verhältnis mit der sehr bildhaften Sprache. Das Resultat dessen war, dass ich das Buch in einem Ruck durchgelesen habe und es nicht aus der Hand legte. Die Stilmittel der Romantik sind hier besonders einfach zu finden und zu erklären, wodurch ich zur Prüfungsvorbereitung einem Kurskameraden an diesem Buch die Romantik sehr gut erklären konnte.
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