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Aus dem Leben eines Taugenichts: Berlin 1826 [Taschenbuch]

Joseph Kiermeier-Debre , Joseph von Eichendorff
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (33 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 4,90 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

1. April 1997

Der ›Taugenichts‹ ist bis heute die bekannteste Erzählung der Romantik und gilt als Höhepunkt lyrisch-musikalischer Stimmungskunst. Die Geschichte um die Abenteuer eines träumerischen Müllerjungen erhebt die Liebe, die Weltoffenheit und die Wanderschaft zum schönsten Lebensinhalt.

Hermann Hesse lobte den ›Taugenichts‹ als »eine von den allerreifsten, allerzartesten, allerköstlichsten Früchten am Baum der bisherigen Menschheit.«


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Aus dem Leben eines Taugenichts: Berlin 1826 + Interpretationshilfe Deutsch / Aus dem Leben eines Taugenichts
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 160 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. April 1997)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423026057
  • ISBN-13: 978-3423026055
  • Größe und/oder Gewicht: 17,1 x 11,6 x 1,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (33 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Die Novelle ist aktueller denn je in ihrem Spott über bürgerliche Sicherheitsorientiertheit und in ihrem Lob der ziellosen Leichtigkeit des Lebens.«
Stuttgarter Nachrichten 14.10.2008

»Was den Taugenichts heute noch auszeichnet, ist sein liebenswerter Anarchismus und der unbedingte Freiheitswille seines Protagonisten. In einer Zeit der stärksten Repressionen und Bespitzelungen durch das Metternich-Regime war es für den Staatsbeamten Eichendorff die einzige Art, literarischen Freigeist zu demonstrieren und gegen das Biedermeiertum seiner Zeit anzuschreiben.«
Glanzstück

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Aus dem Leben eines Taugenichts
OA 1826 Form Novelle Epoche Romantik
Mit der Novelle schuf Joseph von Eichendorff eine eigene romantische Gattungsform, den sog. »Taugenichts-Roman«. Die Urfassung – zwei kurze Kapitel, die vermutlich schon in Breslau entstanden – trug den Titel Der neue Troubadour. Ein Kapitel aus dem Leben eines armen Taugenichts. Bereits 1822 oder 1823 vollendete Eichendorff das Werk, ließ es aber erst 1826 drucken, zusammen mit Das Marmorbild und einigen Gedichten.
Inhalt: Ein junger Müllerssohn wird von seinem Vater als Taugenichts beschimpft und in die Welt geschickt, damit er lernt, für sich selbst zu sorgen. Daraufhin zieht er mit seiner Geige, auf Gott vertrauend, in die Welt. Nachdem ihn zwei vornehme Damen im Reisewagen zu ihrem Schloss mitgenommen haben, findet er eine Anstellung als Gärtnerbursche, anschließend als Zolleinnehmer. Er verliebt sich in eine der beiden Damen, glaubt aber, sie sei eine Gräfin und daher für ihn unerreichbar. Daher macht er sich erneut auf die Reise und schließt sich zwei abenteuerlich anmutenden Gestalten an, die sich als Maler entpuppen und mit dem Taugenichts nach Italien ziehen. Er erhält einen Brief, von dem er glaubt, dass seine angebetete »Gräfin« ihn geschickt habe. Um sie zu finden, eilt er nach Rom. Ein deutscher Maler erklärt ihm, die Gesuchte sei in der Stadt – eine Verwechslung. Enttäuscht tritt der Taugenichts die Heimreise an. Er gelangt wieder auf das Schloss, wo sich alle Umstände aufklären. Die beiden angeblichen Maler sind ein Graf und seine inkognito reisende Geliebte; die heimlich geliebte Dame ist keine Gräfin, sondern eine Waise, die in der Obhut eines Grafen großgezogen wurde. Am Schluss heiratet die Dame den Taugenichts.
Aufbau: Die spärliche Handlung wird in zehn Kapiteln aus der Perspektive des Müllerssohns erzählt und gibt der lyrischen Grundstimmung der Novelle, verdeutlicht in den Wanderliedern sowie dem Gemüt des Taugenichts, genügend Raum. Hinter dem Begriff Taugenichts verbirgt sich ein am Rande gesellschaftlich akzeptierter Vorstellungen lebender Romantiker. Damit steht er im Gegensatz zum Typ des Philisters, der in bürgerlicher Enge lebt und eine geruhsame und materiell gesicherte Existenz als höchsten Wert ansieht. Im Text finden sich typische Motive eichendorffscher Romantik: Schlösser, Liebe, Musik, Malerei, Mondnächte, Gottvertrauen und am Ende eine heile, märchenhaft glückliche Welt.
Wirkung: Die ersten Kritiken – erschienen im Literaturblatt, der Beilage zum Morgenblatt für gebildete Stände – waren vernichtend. Spätere Rezensionen stellten die Echtheit des Gemüts und die liebliche Darstellungsweise in den Vordergrund. Theodor R Fontane und auch Thomas R Mann sahen im Taugenichts den Urtyp des deutschen musischen Wesens.
Einige der in den Text eingestreuten Gedichte wurden vertont, so z. B. Wem Gott will rechte Gunst erweisen von Robert Schumann (1810 bis 1856) und Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 bis 1847). Doch gerade dieser Text wurde auch zum Beispiel für einen bewusst fehlgedeuteten Umgang mit Eichendorff: Er wurde von der Wandervogelbewegung verharmlost und von den Nationalsozialisten missinterpretiert. C. V.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn sich Dichter und Philosophen treffen 18. August 1999
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Philosophen und Dichter wohnen auf benachbarten Hügeln, doch selten waren sie sich so nahe wie in der Epoche der Romantik. Eichendorffs "Aus dem Leben eines Taugenichts" ist eines der Prosawerke der romantischen Literatur. So wundert es kaum, daß es im Oberstufenunterricht das meistgelesenste Stück aus der deutschen Romantik ist. Dennoch, nicht nur als ein Werk für den Unterricht ist dieses Buch zu empfehlen, sondern auch für jeden anderen, der gerne ein gutes Buch ließt. Besonders ans Herz zu legen ist dieses Buch jenen, die sich selbst ein Bild davon machen wollen, wie eng Literatur und Philosophie hier verschmelzen. Eichendorffs Naturwahrnehmung und -darstellung sind für die Romantiker bezeichnend und so mancher Philosophiekundiger wird sich zurecht an das Zeitalter der Magie erinnert wissen. Eichendorffs Sprache wirkt dabei vielleicht zunächst etwas eigenwillig, doch wer sich einliest, wird sie lieben. Sein Sprachstil ist zu keiner Zeit allzu kompliziert oder gekünstelt, sondern besitzt einen ganz eigenwilligen Charme. Unterstütz wird dieser zudem durch die alte Orthographie dieser dtv-Ausgabe, in der der Text originalgetreu der Erstausgabe von 1826 folgt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen die Leichtigkeit des Seins 25. Juli 2005
Von kpoac TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Nichts ist ihm so fremd und so verhasst, wie ein Leben, orientiert an Sicherheit und eignem Vorteil. Der Taugenichts verkörpert nichts anderes als die Sehnsucht nach Ferne, die Leichtigkeit des Seins, die sich in Träumereien zeigt und die erst durch den Unmut des Vaters zum Handeln aktiviert wird. "Ich kann dich nicht länger füttern", dieser Satz ist der Startschuss zum Lauf hinaus in die Welt. Eine fröhliche und gesangs- orientierte Wanderung, die dann in erzählender naiver Sprache zu einem Märchen wird, wo nur "holde Frauen" und "weiße Schlösschen" ihm begegnen und letztendlich nur die Unerreichbarkeit der schönen Damen und das Weiter-Sehnen, ihn auf der Wanderschaft zu halten scheinen. Über Wien führt ihn der Weg nach Rom, eine Stadt, die ihn im hellen Schein begrüßt, als ob Engel dort stünden und sängen. Die Stadt, die aber auch ihr säkularisiertes Bild in Form von Verführung zeigte. Der Taugenichts konnte der Verführung widerstehen.

Eichendorffs Novelle könnte in ihrer naiven Art als Revolte gegen das Philistertum der Zielstrebigkeit gesehen werden. In jedem von uns, und der Taugenichts als Mensch ohne Namen scheint jeden von uns als Spiegelbild verkörpern zu sollen, sind beide Seiten. Der Gefahr, ausschließlich der Leichtigkeit des freien Lebens zu dienen oder anderseits der zwecklosen, inhumanen Geschäftigkeit des modernen Lebens sich hinzugeben, dieser Gefahr entgeht er durch die Liebe. Und hier erlebt der Leser Romantik pur, die Liebe entfaltet in der Überhöhung ihre Kraft. Aurelia, die der Taugenichts heiratet, ist ihm eine Offenbarung, "wie ein Engel, der leise durch den tiefenblauen Himmelsgrund zieht."
1826 geschrieben, hier in der Originalausgabe in alter Schreibweise und alten Begriffen. Alles sorgfältig erklärt am Ende des Buches. Ein Schatz. Und der anfänglich noch kritisch beäugte naive Stil Eichendorffs gewinnt zunehmend und integriert den Leser in diese Erlebniswelt der Novelle.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Buch vom schönen Leben 4. Mai 2004
Format:Taschenbuch
„Aus dem Leben eines Taugenichts" ist eine Novelle von Joseph von Eichendorff, die man als typisch für die Epoche der Romantik bezeichnen kann.
Der Sohn eines Müllers wird von seinem Vater als schmarotzender und nichtsnutziger „Taugenichts" beschimpft - die Titelfigur schmückt sich bereitwillig mit diesem Etikett und zieht abenteuerlustig in die Welt. Im häuslichen Umfeld fühlt er sich nicht wohl, da die Welt seines Vaters die der „Philister", der Spießer ist. Bei seinem Auszug in die Welt lernt er schöne Frauen, Künstler und vor allem Italien kennen - seine abenteuerliche Reise führt ihn bis nach Rom. Selbstverständlich kommt es zum Schluss zu einem Liebes-Happy End, wobei der leise Verdacht aufkeimt, dass der Taugenichts damit sein freiheitliches zugunsten eines Philisterlebens aufgibt.
Die verworrene, fast traumhaft-idyllische Handlung wird aus der Sicht des Taugenichts erzählt, wobei die Prosa immer wieder durch liedhafte Gedichte unterbrochen wird. Sowohl in der Prosa als auch in der Lyrik ist eine außerordentliche Verklärung der Natur zu beobachten und der ganze Grundton der Erzählung vermittelt das Gefühl, sich in der Welt eines Kunstmärchens zu befinden.
Zum Abschluss bleibt die Frage offen, ob es sich beim Taugenichts um einen liebenswerten Außenseiter oder einen faulen Schmarotzer handelt - dies zu klären, bleibt dem Leser überlassen.
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Die neuesten Kundenrezensionen
4.0 von 5 Sternen Ganz gut.
Das Buch umfasst sehr viele Informationen zu der Novelle. Es ist informativ und ausführlich beschrieben, auch wenn manche Stellen meiner Meinung nach etwas zu kurz kommen, wie... Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von MrsFabulous veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Naive Beschreibung des romantischen Lebensgefühls
Eichendorff's berühmtes Werk wirkt, als würder er klischeehaft das Lebensgefühl der Romantik etwas übertrieben zum Ausdruck bringen wollen. Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von Ingmar veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen schön, beschwingt, platt
Hallo,

Joseph von Eichendorff hat uns eine schöne Geschichte über einen jungen Mann geschrieben, der von zuhause auszieht, einige Erlebnisse hat und... Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von Dietmar Heil veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Märchen und Roman zugleich...
Ein Trickster-Charakter, eine märchenhafte Handlung und die Reiselust der Romantik werden in dieser klassischen deutschen Erzählung auf meisterliche Art verquickt. Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von Kankin Gawain veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Sehr schönes Werk der Romantik!
Also dies ist unschlagbar eines der besten literarischen Werke, die ich in meinem ganzen Leben bisher gelesen habe. Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von Thom-X veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Entführt in eine durch Poesie erschaffene Welt
Eichendorff schreibt in der Sprache seiner Zeit eine heitere, unbeschwerte Liebesgeschichte, die ihm seinen Platz in der Weltliteratur als großer Romancier sichert. Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von Jörg Wolter veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Aus dem Leben eines Taugenichts
Taschenbuch schnell u. in gutem Zustand angekommen,
nur Mangel: nicht angezeigt, dass teilweise noch alte Schriftweisen vorkommen !
Veröffentlicht am 20. Februar 2011 von Franka Anton
3.0 von 5 Sternen Glück und Brot
Eichendorffs berühmteste Erzählung, Aus dem Leben eines Taugenichts, entstand wahrscheinlich zwischen 1817 u. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. Februar 2011 von Roman Nies
2.0 von 5 Sternen Edelkitsch
Ich muss gestehen, ich finde den "Taugenichts" öde. Die demonstrative Lustigkeit, das penetrante Niedlichkeitsgehabe, die zahllosen neckischen Diminutivlein und... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Januar 2011 von Zuckerfee
5.0 von 5 Sternen EINE FESSELNDE REISE IN DIE WELT DER ROMANTIK
<< Den lieben Gott lass ich nur walten;
Der Bächlein, Lerchen, Wald und Feld
Und Erd und Himmel tut erhalten,
Hat auch mein Sach aufs Beste... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Januar 2011 von Heinz B.
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