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Aus dem Leben eines Taugenichts
 
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Aus dem Leben eines Taugenichts [Gebundene Ausgabe]

Joseph von Eichendorff , Hartwig Schultz , Hans Traxler
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 149 Seiten
  • Verlag: Reclam, Philipp, jun. GmbH, Verlag (Februar 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3150106265
  • ISBN-13: 978-3150106266
  • Größe und/oder Gewicht: 24,2 x 16,4 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 351.834 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Joseph von Eichendorff
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"... eine Ausgabe, die bezaubert - dank der Illustrationen von Hans Traxler. (...) Eichendorffs Ironie ist bei dem 'Titanic'-Mitbegründer in den besten Händen. Mit scheinbarer Naivität setzt der satirische Illustrator farbig-figürliche Akzente in den Lebensstationen dieses Unangepassten. Mit Umhängebeutel und Violine in gedämpft-naturhaften Farbtönen begibt sich sein unbekümmerter Protagonist auf die Walz, lässt den lieben Gott einen guten Mann sein, und edel gewandet reitet die nur scheinbar 'hohe Frau' durchs Bild. Der flotte Strich des Malers setzt die Phantasie in Schwingung und vollzieht die narrative Qualität der Geschichte in grünlich dominierten Kompositionen nach." -- Rhein-Neckar-Zeitung "Lang, lang ist es her, dass Eichendorffs 'Aus dem Leben eines Taugenichts' Lektüre war, warum sollte man noch mal danach greifen? Ganz einfach: Weil der Cartoonist Hans Traxler die Geschichte des Italien-Reisenden illustriert hat und der Reclam Verlag die Novelle in einer reizenden, leinengebundenen Ausgabe herausgebracht hat. Liebevoll sind sie gezeichnet, die wichtigsten Episoden des Müllersohnes - und da Traxler Mitglied der Neuen Frankfurter Schule ist, empfiehlt es sich, auf die kleinen humorvollen Details zu achten. Kurz gesagt: Er taugt was, der Taugenichts." -- Augsburger Allgemeine "Diese Geschichte, die man unbedingt mal wieder lesen sollte, gibt es jetzt in einer exzellent illustrierten Ausgabe, für deren Bilder Hans Traxler verantwortlich zeichnet. Er trifft den Ton dieser Geschichte auf zeichnerische Art: Das Verträumte, das Verspielte, das Naive. Eine gelungene Sache." -- Heilbronner Stimme "Ein Springquell der Freude ist der soeben bei Reclam erschienenen Ausgabe beigegeben: Der Dichterzeichner und Maler Hans Traxler hat den 'Taugenichts' farbig illustriert. Traxlers Blätter treffen die Eichendorffsche Mischung aus Schlichtheit, Angerührtheit und Traumverlorenheit, aus Weltanstaunung, Kleinbürgersehnsucht und dem stets ins Weite, Nichtgegenwärtige und verklärte Vergangene schweifenden Blick ganz genau." -- junge welt "Mit faszinierenden Bildern von Hans Traxler ist beim Reclam Verlag eine neue Ausgabe von Eichendorffs berühmter Novelle erschienen. Im schmucken Leinenband kommt das Buch daher und lädt so ein zum begehrlichen Zugreifen auf ein Stück bester deutscher Literaturtradition." -- ZeitPunkt "'Und es war alles, alles gut!' So schön runden sich Geschichten selten, und kaum eine erzählt so charmant von einer Glückssuche wie Eichendorffs Klassiker von 1826. Im Jubiläumjahr des Romantikers präsentiert diese Neuausgabe nicht nur einen in Ehren ergrauten Text. Hans Traxlers sanft kolorierte Illustrationen sorgen für unangestrengten Witz. Ein Buch, das Lust aufs Wandern macht." -- Bücher "Die Neuausgabe der romantischen Novelle besticht durch die sorgfältige Gestaltung mit Leineneinband und die heiteren, so hervorragend passenden Illustrationen von Hans Traxler. Wer sich zwischen der Hetze unserer elektronisierten Welt und den Anforderungen des Alltags wieder einmal richtig ausruhen und den Geschmack endlosen Zeithabens kosten möchte, tut gut daran, sich den Wanderungen des berühmtesten Taugenichtses anzuschliessen und mit ihm zu erkunden, was so ein Leben alles zu bieten hat." -- Schule und Leben "So erzählt Eichendorffs junger Held, eher uneitel und mit frischfröhlicher Aufrichtigkeit, von Erlebnissen und Erfahrungen, Siegen, Täuschungen, Enttäuschungen, Erkenntnissen und Begegnungen. Das alles begleitet Traxler, Mitbegründer der Zeitschrift Pardon und Titanic, gestandener Cartoonist und Kinderbuchautor, mit prachtvollen Bildern. Die kommentieren, ergänzen und konterkarieren, wie es sich für gute Illustrationen gehört, des Dichters Text: gleichberechtigt und vielsagend." -- Leipziger Volkszeitung "Das ist Bildungsgut erster Güte und ein guter Mix aus ein wenig Abenteuerlust, Italophilie, Sehnsüchten und wahrer Liebe. Wunderschön in Szene gesetzt wird es durch die Illustrationen von Hans Traxler, bei dem etwa der Taugenichts friedlich ein Pfeifchen rauchend sich des Lebens freut, bevor es ihn doch hinauszieht in die weite Welt. Hartwig Schultz sorgt als Herausgeber für einen gesicherten Text, Anmerkungen und ein sehr informatives Nachwort. Lesevergnügen ist als hundertprozentig garantiert." -- Buchkultur "Traxler hat dieses Gegenbild einer poetischen Welt ebenso poetisch in Szene gesetzt - in klarer und einfacher, oft naiv anmutender Strichzeichnung entwirft er kongenial die Helligkeit eines Aufbruchs, von dem wir heute weiter entfernt scheinen als vor 200 Jahren." -- FRIZZ "Was Traxler aus diesem Klassiker der deutschen Romantik macht, ist einfach wunderbar. Sein Taugenichts ist ein junger Schlacks, dem nichts so fremd ist wie Stattlichkeit und Prestige und nichts so nah wie Tanz und Bequemlichkeit. Wie er sich dahinfläzt in den Booten, auf den Bäumen und vor allem vor seinem kleinen Zollhäuschen, das ist schon eine Freude für sich. (...) Mit der gleichen verschmitzten Liebe sind auch die anderen Figuren der Novelle gezeichnet." -- Fuldaer Zeitung "Ausgerechnet ein 'Taugenichts', der Held dieser klassischen romantischen Novelle, ist eine der bekanntesten literarischen Gestalten Deutschlands, was Traxler den Spaß an der Arbeit noch gesteigert haben dürfte. Man sieht's. Das Buch ist einfach nur schön." -- Gießener Allgemeine "Traxler hat sich für seine insgesamt 20 farbigen Bilder von einem Besuch im polnisch-schlesisch-mährischen Winkel, in dem Eichendorff aufwuchs, inspirieren lassen. Und so sieht der Leser den namenlosen Helden fröhlich fiedelnd durch Wald und Flur wandern, er überrascht ihn beim Tête-à-Tête im Mondenschein oder sieht ihn, leicht verspießert, als pfeifeschmauchenden Zolleinnehmer vor seinem Häuschen." -- Börsenblatt für den deutschen Buchhandel "Die Geschichte des romantischen Taugenichts, den es aus Neugier, Abenteuerlust und Liebessehnsucht hinaus in die weite Welt zieht, ist jetzt in einer besonders schönen Ausgabe erschienen." -- General-Anzeiger "Das Lesevergnügen vermehren die stimmungsvollen Bilder sowie kluge erläuternde Anmerkungen und ein instruktives Nachwort." -- unterwegs "Joseph von Eichendorffs Novelle zählt zur Weltliteratur, unbestritten. Die Geschichte eines Aussteigers, der nur mit einer Taschengeige versehen, nach Italien reist, ist für den aufmerksamen Leser sehr heutig. Diese Ausgabe schmückt sich mit gut nachempfundenen Illustrationen von Hans Traxler." -- Lausitzer Rundschau "In einer prachtvollen Neuausgabe, mit Bildern des" -- Pardon und" -- Titanic-Mitbegründers Hans Traxler, ist jetzt ein Text erschienen, der als beispielhaftes literarisches Dokument für das Lebensgefühl der Spätromantik gilt: Joseph von Eichendorffs 1826 erstmals veröffentlichte Novelle 'Aus dem Leben eines Taugenichts', in die der Autor einige seiner schönsten Gedichte eingestreut hat." -- Frankenpost "...prächtig illustriert." -- Passauer Neue Presse

Kurzbeschreibung

Eichendorffs Taugenichts ist zweifellos eine der bekanntesten und populärsten literarischen Figuren überhaupt. Für Fontane war er "nicht mehr und nicht weniger als eine Verkörperung des deutschen Gemüts" und damit ein Gegenentwurf zu allem, was man "preußisch" nennt. Dabei ist der Taugenichts durchaus nicht vor den Verlockungen des Philistertums gefeit, in dessen Bequemlichkeiten er es sich als Zolleinnehmer mit Pfeifchen und Schlafrock gemütlich macht. Dann aber zieht es ihn doch in ein musisch-freies Leben hinaus, einer schönen Frau und der urdeutschen Italiensehnsucht folgend, mittellos, aber träumerisch-fidel wird er zur Ikone des "romantischen" Deutschen. Zu Ehren von Eichendorffs 150. Todestag hat sich Hans Traxler dieser romantischsten aller deutschen Novellen angenommen und sie mit charmanten Bildern illustriert.

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Format:Gebundene Ausgabe
Die Geschichte des Müllerssohns, der, zwar voller Gefühl, doch ohne ein Ziel zu haben, in der Welt herumkommt und alles findet, ohne etwas zu suchen - zuletzt auch die Liebe. Eichendorffs "Novelle" entstammt nicht nur der Romantik, sondern kommentiert sie auch: Entstanden ist eine liebevolle Parodie auf diese deutscheste aller Literaturepochen. Der Held ist offen für Natur wie Emotionen und, nicht ohne Zusammenhang damit, grenzenlos naiv. Mag ein typischer romantischer Protagonist sein Anderssein noch als Los des Künstlers aufwerten, so ist dieses beim Taugenichts klar als Verschrobenheit charakterisiert. Dass dieser auch den Annehmlichkeiten des Philistertums, das verhängnisvoll werden sollte in der deutschen Geschichte, nicht abgeneigt ist, spricht nicht gegen Eichendorff; vielmehr deutet er damit an, dass Gemütlichkeit und Unbeweglichkeit zwei Seiten des deutschen Wesens sein könnten, die eng miteinander verbunden sind.

Genau diese Sicht spricht nun auch aus den Zeichnungen von Hans Traxler. Der Cartoonist und Illustrator ("titanic") versieht Eichendorffs Text mit spitzer Feder mit Bildern ohne falschen altehrwürdigen Glanz: Sein Taugenichts sonnt sich mit seligem Gesichtsausdruck, nein: selbstgenügsam (so muss der griechische Philosoph Epikur das gemeint haben), vorm Zollhaus und verbreitet im überlangen, roten Mantel exakt die Behaglichkeit der Vorlage, in der es heißt: "Den ganzen Tag, (zu tun hatte ich weiter nichts) saß ich daher auf dem Bänkchen vor meinem Hause in Schlafrock und Schlafmütze [...] und sah zu, wie die Leute auf der Landstraße hin und her gingen [...]." Nie verzerrt Traxler Eichendorffs Schilderungen zur Karikatur, auch wenn trotz Betonung der Stimmungen künstlerisch die Nähe zu Cartoons groß ist. Vielmehr visualisiert er die freundlich distanzierte Haltung des Dichters voller Sympathie für einen weltfremden Gemütsmenschen und eine Epoche, die dessen abgeschwächtere Variante zum Ideal erhob.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Uli Geißler TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Die Novelle um den gnadenlosen Romantiker und namenlosen Freiheits-Halodri gehört zweifellos zu den wichtigen literarischen Kabinett-Stücken des vorvorigen Jahrhunderts. Wenngleich die Lebensweise kaum mehr nachvollziehbar ins Heute übertragbar ist, so erzeugt sie doch eine innere Sehnsucht nach diesem einfachen, gedankenlosen und glücklichen So-in-den-Tag-leben-können.

Wie gern möchte man das doch auch können. Dabei spielen die emotionalen oder gar finanziellen Tiefschläge  die am allerwenigsten  in keiner Situation oder Zeit eine wirklich tiefgreifende Rolle. Das entlastet, macht den Kopf und das Denken frei und lässt einen zweifelnd und gleichzeitig staunend die Geschehnisse erfahren, die der junge Müllersohn erlebt.

Die letzten Seiten dieser in edler Leinenstruktur gebundenen Buchausgabe füllt ein Glossar zu wichtigen Begriffen und Hintergründen, das Nachwort des Herausgebers Hartwig Schultz sorgt für eine Neubewertung des Inhalts im Kontext von Literatur, deutschem Gemüt damaliger und heutiger Lebenswirklichkeit.

Die in der typischen Traxlerschen Geradlinigkeit und Schlichtheit gezeichneten Darstellung bringen so unnachahmlich das Wesentliche auf den Punkt  man kann es sich kaum anders wünschen oder vorstellen. Keineswegs im Comicstil und sicher doch verwandt mit dieser Darstellungsform sind die Illustrationen hundertprozentig an Stil und Aussage angepasst, als hätte sie der Zeichner schon bei der Erstausgabe des Büchleins so abgeliefert.

Sie unterstützen so treffend die Atmosphäre, dass man mit Genuss den altertümlichen und doch so jugendlichen Text  unendlich im schulischen Kontext traktiert  ganz neu genießen kann. Wem das gelingt, hat großes Lob verdient. So sei es Herrn von Eichendorff ohnehin und Herrn Traxler ganz aktuell hiermit ausgesprochen. © 12/2007, Redaktionsbüro Geißler, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.
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