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Aus dem Leben eines Lohnschreibers -: Geschichten - [Taschenbuch]

Joseph von Westphalen
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: Sammlung Luchterhand (5. Januar 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 363062149X
  • ISBN-13: 978-3630621494
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 432.965 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Joseph von Westphalen
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»… vergnügliche Gesellschaftssatiren von hübsch boshafter Intelligenz …« (Süddeutsche Zeitung über »Die Memoiren meiner Frau« )

"Bei Westphalen ist nicht früher alles besser gewesen, und seine ökonomisch instabile Lage als Lohnschreiber im Rentenalter ist ihm kein Grund zum Jammern, sondern Stoff für ein schönes Buch." (F.A.Z. )

"Wie oft hat man Autoren über Auftragsarbeiten Klagelieder anstimmen hören. Nicht so Westphalen: Er macht aus der Not nicht nur eine Tugend, sondern das Beste, was ein Schriftsteller machen kann, nämlich Literatur." (Die Welt )

Kurzbeschreibung

Eine furios-ironische Abrechnung mit dem Literaturbetrieb

Zehn neue Geschichten von Joseph von Westphalen, zehn furiose Prosa-Feuerwerke über bekannte wie ungeahnte Abgründe im Leben von Schriftstellern. Sie leiden an vielem, einem von ihnen hat es sogar die Sprache verschlagen: Er hat eine wunderschöne Frau geheiratet und kann nicht mehr schreiben. Am meisten leiden aber Westphalens Figuren am Literaturbetrieb und an den Moden und saisonalen Vorlieben, die darüber entscheiden können, welche Autoren als bedeutend angesehen werden und welche in der allgemeinen Gunst gerade das Nachsehen haben. Und die darüber bestimmen, was literarisch gerade erlaubt ist und wovor sie sich in Acht nehmen sollen. Wenn sie dann in Zorn geraten, ist vor ihrer Ironie auf die schönste Weise für uns nichts mehr sicher …


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Aus dem Nähkästchen geplaudert, 20. Januar 2010
Von 
dreamjastie (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Aus dem Leben eines Lohnschreibers -: Geschichten - (Taschenbuch)
Es ist gesellschaftlich anerkannt, als Dachdecker oder Informatiker sein Geld zu verdienen, aber als Autor? Spitzweg hat das Dilemma einst treffend bebildert: der arme Poet, immer kreativ, ein bisschen von der Rolle, aber um Himmels Willen kein Geld verdienend. Wenn man heute die Diskussionen zum Thema Urheberrecht verfolgt, stellt man fest: an diesem Bild hat sich wenig geändert. Und dann kommt da einer und plaudert aus dem Nähkästchen, "aus dem Leben eines Lohnschreibers". Koketterie hin oder her - eine solche Offensive ist erst einmal charmant. Warum sollte man als Schriftsteller nicht auch sein regelmäßig Brot und seinen italienischen Landwein verdienen?

Joseph von Westphalen, Jahrgang 1945, beleuchtet in vierzehn Geschichten unaufgeregt und mit Esprit Aspekte seiner Arbeit, vom Redenschreiben über Schreibblockaden bis zur Kleiderwahl bei Buchmessen, und amüsiert sich über eine Gesellschaft, "die einiges Geld dafür ausgibt, sich von Künstlern verspotten zu lassen." Das liest sich recht unterhaltsam. Für mich war es eine schöne Sommerlektüre. Mehr allerdings nicht.

Mehrmals schreibt der Autor, scheinbar abgeklärt, dass die großen Literaturpreise an ihm vorbeigingen und er deshalb auf Auftragsarbeiten angewiesen sei. Als Küchenpsychologe erkennt man leicht, dass ihn das durchaus wurmt. Doch ganz zu Unrecht ist es auch nicht geschehen. Gar zu routiniert und sprachlich unauffällig kommt manches daher, gerade zu Beginn. Er teilt seine Geschichten in "halbwahr", "fast wahr" und "ganz wahr" ein und gibt nicht zuletzt durch einige Nachbemerkungen einen authentischen Blick in seine Schreibwerkstatt. Dabei wird er besser, je weiter das Buch fortschreitet: am pointiertesten sind ausgerechnet die Texte, die nach eigenem Bekunden nichts als die Wahrheit kundtun. Der Anfang ist, wie gesagt, bisweilen etwas schnöde; auch stört mich dort - das mag durchaus geschmäcklerisch sein - das Altherrenhafte mancher Passagen. Ewig lockt das Weib, und jung muss das Weib sein, natürlich. Der Autor lebt ja nicht vom Lohnschreiben allein.

Zu Hochform läuft er in der vorletzten Geschichte auf, dem Resümee eines Vortrags auf einer von Maxim Biller organisierten Tagung, dem er hintersinnig-provokant den Titel "Für Geld schreibe ich alles (so, wie ich es will)" gibt. (Gleichzeitig das Motto seiner ganzen Arbeit: auch wenn er seinen Auftraggebern, ob Bank oder Feinschmecker-Postille, zunächst ostentativ herablassend entgegentritt und deren Offerte dann doch akzeptiert, lässt er sich nicht verbiegen, und im Notfall gibt es ja immer noch die herrliche Erfindung des Ausfallhonorars.) Nicht ganz Unrecht hat er, wenn er den Tagungsteilnehmern polemisierend zuruft, es tue einem Text besser, nach Belohnung durch Geld zu schielen als ausschließlich auf Belohnung durch das feine Feuilleton. Der eine Text sei an klare Abgabedaten gebunden und konsequent auf seine Leser abgestellt - was freilich auch als Ausrede benutzt werden kann -, der andere komme oft gestelzt daher oder werde womöglich nie fertig. "Du lässt dich vom Markt erziehen", maßregelt ihn einer der Zuhörer, und von Westphalen kontert: "Nein, ich zahle es dem Markt heim!" Wie es wäre, Leser wie Feuilleton gleichermaßen zu begeistern, wird hier freilich nicht erörtert.

Der Autor bricht mit seinen Erzählungen eine Lanze für seinen Berufsstand und demonstriert trotz seines Understatements immer wieder, wie belesen er ist. Ich fürchte, für die großen Preise wird es auch diesmal nicht reichen. Unterhaltsam und aufschlussreich ist das Buch aber allemal.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Charmant und geistreich, 20. März 2009
Von 
Georg Von Boetticher "George" (Güby Schl.-Holst.) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Aus dem Leben eines Lohnschreibers -: Geschichten - (Taschenbuch)
Ein echter Lesegenuß. Charmant und geistreich plaudert der Autor aus seinem Berufsleben als Verfasser bestellter Artikel und Rezensionen.In bewußter Untertreibung nennt er sich selbst Lohnschreiber. Die Geschichten sind besonders interessant für jeden, der selbst schreibt. Da die Geschichten fast alle ein ähnliches Strickmuster aufweisen, sollte man, wie in einem Gedichtsband, nicht zu viele hintereinander lesen.
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5.0 von 5 Sternen Unterhaltsam und gelehrt, 8. Februar 2012
Von 
Asphärisch - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Das Buch hat autobiografische Züge und beschreibt in Kurzgeschichten Episoden im Leben eines Texters. Von Westphalen ist ein Meister der kleinen Boshaftigkeiten und unterhält den Leser hier mit Geschichten wie der, wie er die Diebe seines Notebooks in der Toskana fing, wie er aus Liebeskummer den letzten Abend eines Nürnberger Bahnhofsrestaurants genoß oder wie er eine berufliche Symbiose mit einer Redakteurin einging, die immer dann einen Artikel bei ihm ordert, wenn sie ihren Job satt hat.

Das Buch ist unterhaltsam, gut geschrieben und bietet viel für das Geld. Wem es hauptsächlich ums Budget geht, der nimmt eine gedruckte Ausgabe, gebraucht, aber auch die Kindle Version ist, wegen des sehr angemessenen Preises auf jeden Fall einen Kauf wert.
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wagnerianer 0 05.12.2011
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