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"Aus dem Jungen wird nie was ...": Vom Mechaniker zum Millionär: Warum in Deutschland jeder eine Chance braucht
 
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"Aus dem Jungen wird nie was ...": Vom Mechaniker zum Millionär: Warum in Deutschland jeder eine Chance braucht (Gebundene Ausgabe)

von Wall AG (Autor)
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (21. September 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453163923
  • ISBN-13: 978-3453163928
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 13.421 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Hundeklos. Münzfreie Pissoirs. Berliner Toiletten-Vertrag, Was wenig appetitlich klingt, hat den Mann zum Multimillionär gemacht. Stadtmöblierung total, so lautet das Credo des Hans Wall, geboren zu Künzelsau im März 1942. Die Idee, städtische Wartehäuschen, Bänke und Hochhausflächen als Werbeträger in unsere Konsumentenhirne zu drängen, wartete geradezu auf einen wie Wall. Und längst ist dieser dabei, den gesamten Weltmarkt sanitär- und werbetechnisch zu erobern. Was 1976 mit einem ersten bescheidenen “Fahrgastunterstand” in Rastatt begann und 2001 mit der Bostoner Komplettverwallung einen vorläufigen Höhepunkt fand, stellt der stolze Imperator nun in seinen Lebenserinnerungen zur Schau. Ein Erfolgsbericht, der in vielerlei Hinsicht staunen macht!

Wall und die Wall AG. Gefühlte 50.000mal streift des Lesers Auge über die Marke. Die Wall-Methode als Brachialgewalt. Denkmalspflege, Grabsanierung des geistigen Haus- und Säulenheiligen Ernst Th. A. Litfaß, Kirchensanierung, Stiftungs- und Sponsorenaktivitäten, die einen schwindeln lassen. Alles im Anhang akribisch aufgelistet, versteht sich. Vornehme Zurückhaltung ist des Autors Sache nicht. Schließlich soll das Ganze all jenen Ungläubigen unter die Nase gerieben werden, die einst die titelgebende Prophezeiung ausstießen. Wirkt der Unternehmer in seinen großspurigen Momenten nicht eben wie ein geborener Sympathieträger, so beginnt man mit zunehmender Lektüre die Durchschlagskraft solcher Wall-Power fast schon zu bewundern.

Vielleicht sind es ja gerade unangepasste Zupacker wie Wall, die unsere darbende Wirtschaft dringend benötigt (der Mann selbst macht kaum einen Hehl daraus). Der “Herr der Klobalisierung” (lustige Eigenwerbung), der angesichts eines ungepflegten Wartehäuschens schon mal “fuchsteufelswild” werden kann, weist mit seinem “Wall-Programm” ganz Deutschland den Weg. “Funktionäre, Schwadronierer und Bremser” bekommen vom Drillsergeant aus Künzelsau dabei ordentlich den Kopf gewaschen. Fleiß, Mut und Engagement gelten als Kampfbegriffe im Wall’schen Kosmos. Von einem, der auszog, die Geschichte der öffentlichen Latrine neu zu schreiben. Ein lärmender, witziger, aufdringlicher Konservativer und eine beachtliche Erfolgsstory. Deutschlands aufstrebenden unternehmerischen Kräften durchaus als Gebrauchsanweisung empfohlen.. –Ravi Unger



Kurzbeschreibung

"Ich kann das besser. Du kannst das besser. Deutschland kann das besser." Hans Wall

Er beendete die Hauptschule mit miesen Noten. Er schmorte im Jugendarrest. Sein Vater hatte ihn aufgegeben. Der junge Wall hatte alles, was man für ein verkorkstes Leben braucht. Heute steht er an der Spitze eines weltweit operierenden deutschen Konzerns. Dies ist die Erfolgsgeschichte eines ungewöhnlichen Unternehmers - und zugleich ein Plädoyer für ein stärkeres Engagement des Einzelnen, aber auch für einen verantwortungsvollen Staat, der den Unternehmergeist seiner Bürger fördert.

Ob Istanbul oder Ingolstadt, Bottrop oder Boston, Berlin oder Budapest - Hans Walls Werbewände, Stadttoiletten, Wartehäuschen, Hundeklos und Ruhebänke stehen auf allen fünf Kontinenten. Mit der Wall AG macht er heute Jahresumsätze in Höhe von 150 Millionen Euro und beschäftigt allein in Deutschland über 500 Menschen. Wagemut, Kreativität und Fleiß charakterisieren Hans Wall, dessen Leben prototypisch für die Erfolgsgeschichte des deutschen Mittelstandes und dennoch einzigartig ist: vom Volksschüler, der sich mit Mühe durch die Prüfungen kämpfte, bis zum Tag, als er die erste barrierefreie Münztoilette in New York aufstellte und von Rudolph Giulianis Vize hörte: "Now you are in the business." Dieses Buch ist die humorvoll erzählte Lebensgeschichte eines Mannes, der sich anfangs nichts zutraute, und eine Liebeserklärung an Deutschland, das Walls Aufstieg überhaupt erst möglich gemacht hat.

DIE Erfolgsgeschichte des deutschen Mittelstandes.


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5.0 von 5 Sternen Aus diesem Jungen ist eine Menge geworden, 1. November 2009
Ein sehr aufschlussreiches Buch: Es macht - autobiographisch - verständlich, warum und wie jemand zum erfolgreichen Unternehmer wird und was er vor allem brauchte, um erfolgreich zu bleiben.
Zugleich handelt es sich um eine Abrechnung mit jeglicher Bürokratie, die für einen zielstrebigen und umtriebigen Mann wie Hans Wall natürlich der Bremsklotz schlechthin ist. Umso eindrucksvoller, dass der Autor auch die Ausnahmen sieht und würdigt: zum Beispiel Direktor Piefke von den Berliner Verkehrsbetrieben.
Erstaunlich auch - und durch Walls eigenen Lebensweg jedoch gut nachvollziehbar - ist sein dickes Lob, das er Deutschland als Ursache seines Erfolgs spendet. Nur hier bekomme jemand wie er immer wieder eine neue Chance, sich fortzubilden und sich mit seinen Begabungen zu beweisen. Das erstaunt umso mehr, als man bei uns eigentlich immer die USA als dieses "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" feiert.
Es ist sehr überzeugend, wie Wall das mit seinen eigenen Erlebnissen und Erfahrungen begründet. Er bezeichnet sich selbst als Spätentwickler und versäumt nicht, den Mentor zu benennen, der ihm dabei ganz wesentlich half, vom "kleinen" Techniker zum Unternehmer zu werden: sein früherer Seniorchef bei der Firma Lechner (S. 80).
Solche Bücher werden oft von Ghostwritern geschrieben. Aber Wall ist so präsent in seiner Art und seinem Erzählstil, dass man diese Vermutung rasch fallen lässt. Vor allem verwendet er einige Formulierungen, die ein Ghost sicher "geglättet" hätte. Beispiel auf S. 20:
"Er [der Vater] war der Kommandant, und wir alle waren Nichtsnutze. Und ich der größte von allen." Ein Ghost hätte hier vermutlich korrigierend ergänzt: "Und ich war der größte Nichtsnutz von allen", schon um die Bedeutung dieser Erfahrung, bezogen auf den Buchtitel, noch mehr herauszustreichen.
Denn diese Erfahrung hat Hans Wall zutiefst geprägt und ihm sogar den Titel für die Autobiographie geliefert: "Aus dem Jungen wird nie was..."
Diesen Satz schleuderte ihm der eigene Vater im Beisein des Lehrers ins Gesicht, als es darum ging, ob der Bub Hans trotz seiner schlechten Schulnoten nicht doch noch aufs Gymnasium wechseln könne. Der Vater setzte sich mit diesem vernichtenden Urteil durch. Dass es den Zehnjährigen NICHT zerstört hat, ist das Wunder dieses Lebens und sicher in hohem Maße der Mutter zu verdanken. Aber das sollte man besser selbst lesen.
Die Lektüre lohnt sich auch sonst sehr. Denn hier beweihräuchert jemand nicht nur seine eigene Erfolgs-Story (wie das amerikanische Manager gerne machen, oder eben stellvertretend die Ghostwriter für ihre Klienten), sondern er macht sie auf sympathische Weise verständlich und nachvollziehbar.
Es hilft, dass Wall nicht verhehlt, was für ein schwieriger Charakter er ist. Wenn mir (JvS) als Psychologen und Hochbegabungsforscher die Ferndiagnose aus vielen Jahren Erfahrung mit solchen Menschen erlaubt ist: Wall scheint der typische hochbegabte Spätzünder zu sein, der aus folgendem Grund wirklich erst spät auf die Erfolgsspur und in die eigentliche Karriere (in seinem Fall: als Unternehmer) findet:
In der Schule sah er offenbar keinen Grund, sein Hochbegabungungs-Potential zu entfalten, schon aus Renitenz gegen den tyrannischen "preussischen" Vater. Er machte lieber Blödsinn (der ihn einmal sogar in Jugendarrest brachte) und musste sich erst mühsam zu seinem eigentlichen Unternehmer-Talent hinrobben. Die Schule in ihrer ganzen Art (und wohl auch die Lehrer) waren nicht in der Lage, seine eigentlichen Talente zu mobilisieren. Schule resp. Lehrer legen das Hauptgewicht ja gerne auf ihre eigene Art von bürgerlicher Bildung und Intelligenz. Wer da nichts ins Raster passt (weil z.B. Unternehmer- und Techniker-Talente etwas anders aussehen als die von lesehungrigen Intellektuellen), der ist rasch verloren.
Das ist übrigens auch das zentrale Problem aller Intelligenztests, die in hohem Maße mitteleuropäisches Bildungsgut "abfragen". Wobei ich mir jedoch sicher bin, dass ein Intelligenz-Test damals, 1952, bei Hans Wall einen eindrucksvoll hohen IQ zutage gefördert hätte, der den pessimistischen Vater vielleicht eines Besseren belehrt hätte, nämlich dass "aus dem Jungen doch noch was wird". Aber an so etwas wie Intelligenz-Tests dachte man zu Beginn des Wirtschaftswunders noch nicht.
Und ob so ein positives Testergebnis wirklich etwas bewirkt hätte, ist zu bezweifeln. Der Vater war zu sehr auf "gute Noten" fixiert. Und so rasch polt sich ein intelligenter Schulverweigerer (als den ich Wall einstufen würde) auch bei einem bewiesenen hohen IQ nicht um und macht ab da Schul-Karriere. Dazu bedurfte es eines langen "krummen" Weges außerhalb der Schule und durch die Praxis mit vielen Schlenkern und Aufs und Abs, die für Spät-Erfolgreiche typisch sind.
Seine Rolle als Spätzünder bestätigt der Autor übrigens wortwörtlich, wenn er auf S. 241 notiert: "Als Schulversager wäre ich in vielen Ländern der Welt früh abgeschrieben gewesen. Doch in Deutschland habe ich immer wieder Gelegenheit bekommen, einzusteigen Ich hatte Lehrmeister, die sich Zeit für mich genommen haben, ich hatte Abendschulen, die mir Fortbildung in dem Moment ermöglichten, als ich, der Spätentwickler, endlich bereit war."
Bleibt noch zu ergänzen, dass diese Vita nicht um eine so schicke Geschäftsidee aus der Computer- oder Internet-Welt kreist, wie sie Bill Gates von Microsoft oder Google-Boss Larry Page zu milliardenschweren Entrepreneuren gemacht haben, sondern um etwas, an dem wir alle tagtäglich vorbeilaufen oder es benützen, dessen Fehlen (oder negatives Erscheinungsbild) uns jedoch sehr irritiert:
Buswartehäuschen, Werbetafeln und öffentliche Toiletten.
Hans Wall gelingt es mit seiner echten Begeisterung für diese angeblichen Trivialitäten des Alltags, mit seinem ständig weiter Tüfteln und Verbessern dem Leser diese "Stadtmöblierung" näherzubringen, wodurch man sie besser zu wertschätzen lernt.Das Drama der Hochbegabten: Zwischen Genie und LeistungsverweigerungJenseits der Norm - hochbegabt und hoch sensibel? (Leben Lernen 180)
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