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Aus Sicht des Gehirns
 
 
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Aus Sicht des Gehirns [Taschenbuch]

Gerhard Roth
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 216 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 3 (15. September 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518583832
  • ISBN-13: 978-3518583838
  • Größe und/oder Gewicht: 20,2 x 12,2 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 222.373 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Gerhard Roth
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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.09.2003
Obwohl Christian Geyer "die große Fähigkeit" von Jürgen Roth schätzt, "komplizierte naturwissenschaftliche Zusammenhänge dem interessierten, aber nicht einschlägig vorgebildeten Leser begreiflich zu machen", und obschon er die "lehrreichen und oftmals faszinierenden Passagen, in denen der Hirnforscher bei seinen Leisten bleibt", von seinem Urteil ausdrücklich ausnimmt, hat ihn dieses Buch verärgert. Roth erweise sich hier als einer der Hirnforscher von dem Schlage, die gerne "körbeweise Steine der Weisen" auspackten, "die die ganze Philosophiegeschichte bislang vergeblich zu finden hoffte." So meine Roth etwa zu wissen, wie das Problem der Willensfreiheit zu lösen sei. Die scheinbar eindeutige Antwort Roths, wonach das "wollende Ich" im "moralischen Sinne" nicht verantwortlich sei, "für dasjenige, was das Gehirn tut, auch wenn dieses Gehirn 'perfiderweise' dem Ich die entsprechende Illusion verleiht", ist dem Rezensenten jedoch zu dünn." Was wisse man denn eigentlich, fragt Geyer, wenn man wisse, dass "dieser Teil der Hirnrinde die längerfristigen Folgen unseres Handelns 'überprüft'" oder "jener Cortexbereich das impulsive Verhalten 'kontrolliert'"? Das Problem des Buches sei, so Geyer abschließend, dass der Autor dieses Vokabular der Steuerung nicht in Anführungszeichen setze, sondern buchstäblich verwende - es dann aber eben nur die Illusion von Klarheit herstelle.

© Perlentaucher Medien GmbH

Kurzbeschreibung

Das Buch versucht, mit Hilfe der Erkenntnisse der modernen Neurobiologie und Hirnforschung Fragen zu beantworten, die seit jeher Philosophen, Einzelwissenschaftler und alle denkenden Menschen beschäftigt haben: Sind wir Menschen einzigartig? Wie entsteht unsere Bewußtseinswelt? Können wir die Welt erkennen, wie sie ist, oder nehmen wir nur Konstruktionen unseres Gehirns wahr? Auf wen sollen wir hören: Verstand oder Gefühle? Wer oder was formt uns: Gene, das Unbewußte oder Erziehung? Was sagen uns Nahtoderfahrungen? Ist mein Wille frei? Und schließlich: Was ist der Unterschied zwischen Wissenschaft, Meinung und Glaube? Diese und ähnliche Fragen werden in zwölf Kapiteln auf eine Weise behandelt, die keinerlei fachwissenschaftliche Vorkenntnisse erfordert und keine Flut an Details liefert. Das Buch präsentiert die Umrisse eines neuen Menschenbildes, das naturwissenschaftlich begründet ist und zugleich Einsichten der Geistes- und Sozialwissenschaften berücksichtigt.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
98 von 105 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Gerhard Roth gheört zu den bekanntesten europäischen Neurologen. Und seine Bücher "Das Gehirn und seine Wirklichkeit" sowie "Fühlen, Denken, Handeln" erlebten Auflage, die angesichts der komplexen Materie erstaunlich sind. Bestimmt haben all die Zuhörer seiner faszinierenden Referate zu diesem Verkaufserfolg beigetragen. Dennoch besteht offenbar ein Bedürfnis, die Erkennntisse der modernen Neurologie noch knapper und klarer in Buchform zu vermitteln. Jedenfalls gab der Bremer Professor dem Drängen des Suhrkamp Verlages nach, die wichtigsten Aspekte seiner Forschungstätigkeit in für Laien verständlicher Form aufzuarbeiten. Resultat: das gewagte Unternehmen ist geglückt. Wer die bisherigen Bücher kennt, wird aber nicht viel Neues erfahren, denn der Wissensstand der Hirnforschung lässt sich dem Verlag zuliebe nicht beliebig vermehren. 200 Seiten und zwölf Kapitel Wissenschaftsreport at it's best.

Roth beginnt seine faszinierenden Lektionen mit einer kleinen Hirnkunde. Kompakter, verständlicher und präziser habe ich eine solche Einführung bisher nicht angetroffen. Gerade mal zwanzig Seiten und einige Illustrationen benötigt Roth, um Newcomers in die Welt des menschlichen Gehirn einzuführen. Klar verwendet er die lateinischen Begriffe für die vielen Einzelteile. Aber in wenigen Sätzen und anschaulichen Metaphern wird die Fachterminologie in unsere Umgangssprache übersetzt. Auf dieses Kapitel folgt "Welt, Körper, Ich", eine Darstellung der Bereiche, die wir in unsere Alltagserfahrung mit dem Gehirn in Zusammenhang bringen, ohne jeweils genaue Abgrenzungen treffen zu können. Im 3. Kapitel geht Roth darauf ein, was uns Menschen neurologisch vom Tier unterscheidet. Katzen- und Hundefreunden seien diese Ausführungen speziell empfohlen. Um die Frage, ob wir die Welt abbilden oder konstruieren geht es im 4. Kapitel, das schwierige und missverständliche Begriffe klärt. Damit ist der Weg frei, um sich intensiv mit dem Gedächtnis zu beschäftigen, genauer gesagt mit den verschiedenen Arten der Informationsspeicherung. Die ewige Frage, ob Gene oder Umwelt unsere Persönlichkeit, unser Verhalten bestimmen, ist Gegenstand der 6. Kapitels und bleibt letzlich offen. Erziehende und Lehrende werden nach der Lektüre nicht mehr unbedarft mit Prozentzahlen und Scheinwahrheiten um sich werfen oder jedes eineiige Zwillingspaar als persönliche Versuchskaninchen betrachten. Was Neurologen unter "Geist" verstehen wird danach vermittelt, um dann auf die Freud'schen Begriffe "Ich und Es" einzugehen. Psychologen, die sich noch nie mit Neurologie beschäftigten^und alten Begrifflichkeiten nachhängen, müssen Roths Ausführungen einfach lesen. Wie ein weiterer Grabenkrieg gelöst werden kann, zeigt uns Roth im 9. Kapitel, wo es um Verstand und Gefühle geht. Die neu entdeckte Macht der Emotionen wird uns bestimmt noch lange beschäftigen und lieb gewonnene Denkmuster in Frage stellen. Die Frage, wie weit Erwachsene ihr Verhalten überhaupt grundsätzlich ändern können, leitet zum 10. Kapitel über, das sich dem Themenkomplex "menschliche Freiheit" widmet. "Über die letzten Dinge" lautet der Titel des zweitletzten Kapitels und gibt Roths Auffassungen zu Religion und Wissenschaft wieder. Und weil die Neurologie so viele Denkgebäude ins Wanken bringt, geht Roth im 12. Kapitel noch auf die Frage ein, was Wahrheit im wissenschaftlichen Sinn ist.

Gerhard Roth hat mit seinem neusten Buch Massstäbe gesetzt. Denn bislang waren es vor allem Wissenschaftsjournalisten, die einer breiten Öffentlichkeit Einblick in die Neurolgie verschafften. Wenn es aber ein Fachmann schafft, Spezialistenwissen allgemein verständlich zu reduzieren, ist die inhaltliche Substanz klar grösser. Zum Glück hat der Suhrkamp Verlag Gerhard Roth "genötigt", aus zwei Büchern eines zu machen. Und zum Schönen dieses Unterfangens gehört, dass der Preis moderat angesetzt wurde.

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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Abschied vom Dualismus 31. Juli 2009
Von Andre
Format:Taschenbuch
Abgesehen von einer Vielzahl teilweise verwirrender (aber letztlich nicht besonders wichtiger) Bezeichnungen für Gehirnbestandteile sehr verständliche Darstellung der Vorgänge im Gehirn, die keine besondere Vorbildung erfordert. So wird z.B. veranschaulicht, wie der Ich-Gedanke im Gehirn entsteht oder wie und warum es zu einer bewussten Wahrnehmung kommt. Derartige Aussagen haben natürlich philosophische Konsequenzen (Willensfreiheit, Schuldbegriff etc.), die am Ende des Buches ausführlich diskutiert werden. Insgesamt ein sehr hilfreiches Buch, welches unser übliches dualistisches Weltbild (Trennung von Subjekt und Objekt) in wissenschaftlicher Hinsicht hinterfragt.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Allen, die das umfangreichere "Fühlen, Denken, Handeln" des Autors wegen seiner expliziten Beschreibungen scheuen, sei diese Darstellung empfohlen.

Gerhard Roth geht hier immer nur soweit als nötig auf die medizinischen Grundlagen dessen ein, was er für den Laien sehr verständlich erklärt: Wie funktioniert Wahrnehmung? Wie entsteht Bewusstsein? Gibt es einen freien Willen?

Aus Sicht meines Gehirns ein Standardwerk.

Ebenfalls sehr empfehlenswert: Der Beobachter im Gehirn: Essays zur Hirnforschung
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