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Aus dem Schweigen der Vergangenheit: Erfahrungen und Berichte aus der siebenbürgischen Evangelischen Kirche A.B. in der Zeit des Kommunismus Gebundene Ausgabe – 1. April 2014


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Über den Autor und weitere Mitwirkende

Hermann Schuller Pfr. / Dekan a.D., Vorsitzender des Hilfskomitees der Siebenbürger Sachsen und evangelischen Banater Schwaben im Diakonischen Werk der EKD e.V. Jahrgang: 1938 Geburtsort: Arbegen Welche Ziele haben Sie sich mit diesem Ehrenamt gesetzt? Integrative Maßnahmen, Hilfe für Bedürftige, lebensdienliche Begleitung und Beratung der Landsleute Sonstige Ehrenämter: Stellv. Vorsitzender der Kreisgruppe Mannheim Bischof em. Christoph Klein Dr. Dr. h. c. Christoph Klein, geboren am 20. November 1937 in Hermannstadt, war unter anderem 1972-1976 Stadtpfarrer der evangelischen Kirchengemeinde A. B. in Hermannstadt, 1976-1990 Professor für Systematische Theologie in Hermannstadt und von 1990 bis 2010 Bischof der Evangelischen Kirche Augsburger Bekenntnisses in Rumänien. Michael Fabi Pfr. i. R., Bad Salzuflen Gerhard Gross Gempen (Schweiz) Mathias Pelger Mathias Pelger wurde am 18. November 1928 als erstes von sechs Kindern des Landwirtes Mathias und der Agnetha, geb. Henrich, in Abtsdorf bei Agnetheln in Siebenbürgen geboren. Von 1936 bis 1940 besuchte er in seiner Heimatgemeinde die Volksschule und von 1940 bis 1944 das Stefan Ludwig Roth Gymnasium in Mediasch. Wegen der Kriegswirren unterbrach er das Schuljahr 1944/1945, um in der elterlichen Wirtschaft mitzuhelfen. Von 1945 bis 1948 besuchte er das theologische Landeskirchenseminar in Hermannstadt und nach der Schulreform von 1948 ein Jahr das "Pädagogische Lyzeum" in Schäßburg. Seine Laufbahn als Lehrer begann er 1949 in Meschen, wo er die vierte Klasse unterrichtete. 1950-1951 lehrte er in Hetzeldorf die Fächer Geschichte, Erdkunde und Turnen in den Klassen V-VII. Von 1951 bis 1954 leistete er seinen Militärdienst in Ploiesti als Normer (normator) ab. 1954/1955 finden wir ihn in Marktschelken, wo er in den Klassen V-VIII die Fächer Rumänische Sprache, Geschichte, Musik und Turnen unterrichtete. 1955 kam er nach Almen, wo er bis 1982 als Rektorlehrer tätig war. 1982 wurde er wegen der Beantragung der Ausreise in die Bundesrepublik Deutschland aus dem Staatsdienst entlassen. 1984 siedelte Mathias Pelger mit seiner Familie nach Deutschland aus und ließ sich in Crailsheim, Kreis Schwäbisch Hall, Baden-Württemberg nieder. Von 1986 bis 1988 war er im Rathaus Fichtenau, Kreis Schwäbisch Hall beschäftigt, wo er mit der Erstellung eines Fotobandes beauftragt wurde. Im Dezember 1988 trat er in den Ruhestand. Von 1986 an und verstärkt nach 1988 setzte er sich für die Belange der in der BRD und Österreich lebenden Almer ein. Er gründete 1986 die HOG Almen und führte sie bis 1998, Zeit, in der er 12 Treffen organisierte und das Almer Heimatbuch vorbereitete. Hans Klein Hans Klein wurde am 9. November 1940 in Hermannstadt geboren. Ebenda studierte er Theologie. Sein Vikariat machte er von 1962 bis 1963 im Banat in Liebling, und im Banat, diesmal in Lugosch, blieb er zunächst auch nach der Ordination zum Pfarrer. 1966 wurde er zum Pfarrer von Deutsch-Kreuz gewählt. 1972 promovierte er in Biblischer Theologie und ist seit demselben Jahr Dozent für Altes Testament und Religionsgeschichte an der Evangelischen Theologischen Fakultät in Hermannstadt und seit 1982 ebenda Professor für Neues Testament. Der Ausbildungsstätte für evangelische Pfarrer und nun auch Sozialfürsorger steht Hans Klein seit 1998 vor. Den Kontakt zum Gemeindeleben frischte er in der Zeit als Stadtpfarrer von Hermannstadt (1993 bis 1998) auf, an der Lösung der allgemeinen Fragen der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien war er in der Zeit als Bischofsvikar beteiligt. Als Theologe ist er seit 1984 Mitglied in der Vereinigung der Neutestamentler, sein Hauptforschungsgebiet stellt seit 1992 das Lukasevangelium dar und in diesem Bereich veröffentlichte er mehrere Bücher. Georg Felmer Pfarrer Georg Felmer lebt heute in Deutschland und war von 1960-1961 Seelsorger in Felmern. Egon Eisenburger Pfr. i. R., Lauenhagen, war u.a. Rektor-Lehrer an der deutschen Volksschule in Nimesch. Klaus Nösner Pfr. i. R., Scheinfeld. Seine Kindheit, die er als Pfarrerssohn in Rothbach und Brenndorf zusammen mit einer jüngeren Schwester und zwei jüngeren Brüdern erlebte, ist überschattet von den Ereignissen des Zweiten Weltkrieges und den schweren Nachkriegsjahren. Der Vater Fritz Nösner, aus Sächsisch-Regen stammend, wurde mit dem jüngeren Teil seiner Brenndörfer Kirchengemeinde in die Sowjetunion deportiert. Für die Mutter Susanne, die aus Leipzig stammte, war es mit vier kleinen Kindern besonders schwer über die Runden zu kommen. Nach Abschluss des Deutschen Lyzeums in Kronstadt und erfolgreichem Studium der Theologie in Klausenburg und Hermannstadt war Klaus Nösner zunächst Vikar in Baaßen. Durch eine Erkrankung wurde sein Praktikum verlängert. Seine ersten Jahre im Pfarramt war Klaus Nösner in Niedereidisch, Obereidisch und Birk tätig. Er heiratete Edith Hartmann, die Lehrerin war und ebenfalls aus einem Pfarrhaus stammte. Drei Kinder und fünf Enkelkinder darf das inzwischen in Scheinfeld lebende Ehepaar sein eigen nennen. Nach sieben Jahren Dienstzeit in Marktschelken wirkte Pfarrer Nösner segensreich von 1967 bis zu seiner Auswanderung 1987 in Petersberg. 1999 beendet er den letzten Abschnitt seiner Tätigkeit als Seelsorger und Verkündiger im Pfarramt von Kleinweissach (im Steigerwald, zwischen Nürnberg und Würzburg). Joseph Polder Pfr. i. R., Crailsheim Michael Lösch Pfr. i. R., Goddert Helmut von Hochmeister Pfarrer i. R. Helmut von Hochmeister wirkte 30 Jahre lang als Seelsorger in Siebenbürgen, und der gleichen Gemeinschaft fühlt er sich auch in der neuen Heimat verpflichtet. Geboren wurde Helmut von Hochmeister am 2. März 1935 in Hermannstadt. Kindheit und Jugend verbrachte er als Sohn des Pfarrers Helmut von Hochmeister und der Anna geb. Miess auf den Pfarrhöfen von Langenthal, Hahnbach und Leschkirch. Das Schicksal seines Volkes hat ihn geprägt. In seinem Umfeld wurden Landsleute deportiert und enteignet und dies hat er auch als persönlichen Einschnitt empfunden. Diese Schicksalsgemeinschaft hat ihn geprägt und ihn bewegt, als Tröster und Seelsorger zu wirken. So stellte er sich nach dem Theologiestudium in Klausenburg und Hermannstadt 1957 in den Dienst der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien, zunächst als Vikar in Agnetheln und ab 1958 als Pfarrer in Felmern, Kirchberg und Girelsau. Von 1970 bis 1987 war er, dem Vater folgend, Pfarrer in Brenndorf im Burzenland. Pfarrer von Hochmeister stammt vom Großvater mütterlicherseits (Karl Miess) aus Brenndorf. 1958 heiratete er Helga geb. Gärtner, die ihm zwei Kinder, Helmut und Ulrike, schenkte und die ihm und der Kirchengemeinde Brenndorf stets eine große Stütze war. Das schwere Erdbeben vom 4. März 1977, die Schäden an der Kirche und dem Pfarrhaus in Brenndorf, waren ein traumatisches Ereignis, aber auch eine Herausforderung zum Neuanfang, erinnert sich Pfarrer von Hochmeister. Die Mitglieder der Gemeinde packten an und renovierten die beschädigten Gebäude. 1987 folgte die Aussiedlung in die Bundesrepublik, wo er als Altenheim-Seelsorger wirkte und gelegentlich Gottesdienste hielt. Kurt Franchy ehemaliger Vorsitzender des Hilfskomitees der Siebenbürger Sachsen und evangelischen Banater Schwaben im Diakonischen Werk der EKD e.V. Sein Familienname ist Programm: das französische „franchir“ bedeutet „Hindernisse überspringen“. In seiner Heimatstadt Bistritz im heutigen Rumänien ist der studierte Theologe von 1965 bis 1978 Pfarrer der evangelischen Stadtkirche. Seine weit verstreute, noch deutschsprachige Gemeinde lebt unter der Armutsgrenze, ist am Aussterben. Für den Diakon heißt das: mit Fahrrad und Pferdewagen Kranke besuchen, Alte pflegen, in fensterlosen Kirchen predigen, am Ende den Menschen auch zur Ausreise verhelfen. Für die Zukunft seiner Töchter wandert Kurt Franchy 1978 mit der Familie schweren Herzens aus und engagiert sich fortan in der Siebenbürger-Sachsen- Siedlung in Drabenderhöhe. Hier übernimmt er die zweite Pfarrstelle für Einheimische und Zugewanderte und hat den Vorsitz des Hilfsvereins Adele Zay, einem offenen Seniorenheim mit Kindergarten. Im Hilfskommitee der Siebenbürger-Sachsen im Diakonischen Werk der EKD ist er Berater und Begleiter für den Dialog der Volksgruppen. Als Vorsitzender der Dr. Weisenfeld Stiftung organisiert er den Aufbau eines Studentenwohnheims für die deutschsprachige Diaspora in Rumänien. Im 1700 km von Siebenbürgen entfernten Wiehl glaubt er heute mehr für seine alte Heimat tun zu können als vor Ort. Michael Kroner Michael Kroner, geboren 1934 in Albești, Mieresch, Siebenbürgen. Schriftssteller, Historiker, Siebenbürger Sachse. Stusierte Geschichte in Klausenburg. Später Geschichtslehrer und Direktor am Bistritzer deutschen Gymnasium. Ab 1968 Redakteur der Karpatenrundschau. 1972 promovierte Kroner an der Universität Bukarest mit einer Dissertation über Stephan Ludwig Roth. 1979wanderte er nach Deutschland aus. 1980-1982 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Germanischen Nationalmuseum. Ab 1982 arbeitete er als Archivar beim Landskreis Fürth.

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