Das putzig-verschlafene irische Städtchen Dalkey, in dem bei Bier und Whiskey hochtrabende Reden gehalten werden, ist ein schöner Schauplatz für eine Geschichte. Besonders, wenn zwei junge Männer, die sich außer für Hopfensaft und Feuerwasser hauptsächlich für die Nebenanschönheit Mary interessieren, in Verlegenheit geraten, auf einmal die Welt retten zu müssen. Sie begegnen nämlich dem Physiker und Theologen De Selby, der ihnen nicht nur von einer Zeitmanipulationsmaschine erzählt, sondern sie Zeuge einer pointiert abseitigen Unterredung mit dem heiligen Augustinus werden lässt. De Selby hält ihn wie andere Figuren aus Bibel und Kirchengeschichte für einen kleines Licht, was seine Absicht unterstreicht, mit einer selbsterfundenen Substanz das Leben auf der Erde auszublasen. Mick ist derjenige, der sich Verbündete aus Kirche und Obrigkeit sucht, um die gefährliche Substanz zu stehlen und in Sicherheit zu bringen.
"Aus Dalkeys Archiven" besteht fast nur aus Dialogen. Die Gespräche offenbaren das enorme Wissen Flann O'Briens um Literatur und Weltanschauung und reflektieren dieses gleichzeitig witzig und geschmeidig wie ein sahniges Guiness. Dennoch hüpft die Handlung manchmal, als wäre man nach dem zehnten Bier am Tresen eingeschlafen und bei einem ganz anderen Gespräch über Götterwut und Weltverständnis aufgewacht. Eine Geschichte, die vielleicht zuviele Figuren und Themen vereint, jedoch angemessen klein anfängt und klein endet. Hübsch, mit starker Stimme erzählt, aber nicht ganz so groß wie "Auf Schwimmen-zwei-Vögel".