28 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Gute Idee, schlecht umgesetzt, 26. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Aurora Effekt (Taschenbuch)
Ich habe das Buch kostenlos über den Apple iBooks Store erhalten. Aus diesem Grund möchte ich mich unter gar keinen Umständen über dieses Buch beschweren. Dennoch denke ich ist angemessene Kritik angebracht.
Folglich das Positive vorweg: Die Idee, die dem Buch zu Grunde liegt, ist super. Spannendes Thema und auch die Plot-Idee halte ich für grundsätzlich spannend.
Leider jedoch schafft der Autor es nicht im Ansatz aus den Ideen eine spannende Geschichte zu produzieren. Der Schreibstil erinnert mich an Kinder, die im Deutschunterricht eine Geschichte schreiben sollen. Das ganze Buch ist durchzogen von Floskeln und Rechtschreibfehlern. Der Autor springt dann und wann zwischen den Zeiten, verwendet Redewendungen falsch, so dass man mitunter herzlich lachen muss.
Immer wieder vom Autor eingestreute Pseudo-Spannungsbögen à la "dabei konnten sie noch nicht ahnen" machen das Lesen eher zu einer Farce als zu einem Vergnügen. Darüber hinaus erschweren zahlreiche Grammatikfehler das Lesen. Sprachlich ebenso wie stilistisch muss ich dem Buch daher eine glatte 6 geben. Die Charaktere könnten blasser kaum sein. Eine Asiatin, die Angelique Brockhaus heißt? Vielleicht nicht unmöglich. Über Verständnis von Plausibilität des Autors sagt dies jedoch eine Menge aus.
Zu guter letzt möchte ich noch erwähnen, dass ich die von Herrn Wolf konzipierte Story an vielen Stellen für sehr plump halte. Es entsteht bei mir kein Gefühl eines "Flows" es erscheint alles unnatürlich, nicht zusammenpassend. Auch die Dialoge zwischen den Charakteren empfinde ich als "gestellt" oder widernatürlich.
Insgesamt ist mir unverständlich warum ein solches Buch überhaupt veröffentlich wurde. Noch viel unverständlicher jedoch sind mir die positiven Bewertungen hier. Herrn Wolf gar mit Dan Brown zu vergleichen erscheint mir doch eher als zynische denn als ernst gemeinte Aussage.
Meine Empfehlung: Wer die Möglichkeit hat das Buch kostenlos im iBooks Store zu lesen sollte in langweiligen Stunden einen Blick darauf werfen, dafür Geld auszugeben ist jedoch nicht zu empfehlen.
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30 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Das schlechteste Buch des Jahres, 23. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Der Aurora Effekt (Taschenbuch)
Wolf liefert eine interessante Story, aber das reicht bei weitem nicht für ein gutes Buch. Sein Erstlingswerk ist voller technischer Setz-, bzw. Tippfehler, die Sprache ist dünn, beschreiben kann Wolf gar nicht, zudem springt er oft zwischen den Zeiten hin- und her. Das Ganze ist phasenweise so schlecht geschrieben, daß das Lesen physische Schmerzen bereitet. Die Charaktere sind so unglaublich oberflächlich und klischeehaft, daß ich an mancher Stelle laut loslachen mußte - jeder Asterix-Comic bietet da bessere Charakterstudien.
Fazit: weniger kolumbianischer Schnupfen bedeutet oft bessere Selbsteinschätzung ! Dieses Buch hätte niemals veröffentlicht werden dürfen - es genügt keinen auch noch so geringen Qualitätsansprüchen.
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Ich ziehe meinen Hut, Herr Wolf ..., 7. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Aurora Effekt (Taschenbuch)
... und bedanke mich für die vergnügliche, wenn auch zu kurze Zeit des Lachens und Kopfschüttelns, welche mir bereits die kostenlose Leseprobe dieses zeitlosen Stücks Weltliteratur bereitete.
Wenn mich jemand nach einem Buch fragt, welches ALLE möglichen Anfängerfehler aufweist, die ein Autor nur machen kann, habe ich nun endlich die Antwort.
Ich habe aus Spaß mal ein Lektorat der ersten zehn Seiten vorgenommen (und ich bin nicht einmal ein professioneller Lektor und erhebe selbst keineswegs Anspruch darauf, perfekt schreiben zu können).
Ich glaube, ich konnte insgesamt sieben bis neun Sätze ohne Beanstandung stehen lassen.
Sensationelle Quote absoluter Bullshit-Produktion.
Dass dazu noch erzählerische Defizite kommen, macht das Lesevergnügen komplett - Beispiel: Kapitel Eins: auf Horror gemacht. Kapitel Zwei: spielt im trivialen Alltag einer Werbeagentur, es geht um ein falsch herausgezogenes Computerkabel. Kapitel Drei: zurück zur sensationell spannenden Horrorszene.
Der Autor hat keine Ahnung von den profansten Grundregeln des Schreibens, z.B. wie man mit Personalpronomen umgeht, wie man sich darauf festlegt, ob man einen Charakter durchgehend mit Vor - oder Nachnahmen benennt oder wie man Zeiten (Perfekt und Plusquamperfekt) anwendet.
Gottlob ist die Seuche BOD auf dem absteigenden Ast. Deren "Bestseller" sind hier bei Amazon mittlerweile, wenn es hoch kommt, auf einem vierstelligen Verkaufsrang und die Leserschaft kennt langsam die Gleichung: ["BOD" ist NICHT gleich "echtes Buch"].
Ich habe persönlich gar nichts gegen Herrn Wolf und will auch nicht ihn alleine hier "fertigmachen", ich will auf etwas anderes hinaus:
Leute, ein Buch schreiben ist HARTE ARBEIT. Jeder einzelne Satz will wieder und wieder nach den Regeln der Stilistik und der Rechtschreibung/Grammatik auf den Prüfstand gestellt werden. Es braucht Zeit, Sitzfleisch und das Nichtvorhandensein jeder Form von Selbstbetrug, um ein erfolgreicher Autor zu werden. Das geht nicht mit "Ich will aber jetzt über Nacht, verdammt!".
Ein Zitat zum Abschluss:
"Früher wurden Bücher von Literaten geschrieben und vom Publikum gelesen. Heute werden sie vom Publikum geschrieben und von niemandem gelesen."
Da hat jemand BOD wohl vorausgeahnt ...
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