Die Erzählungen beginnen wie hingeworfene, aufmerksam gesammelte Alltagsgeschichten. Wahrend man liest, unauffällig in ihren Bann gerät, kommt man zu dem Punkt wo es einem den Magen zusammenzieht, so ähnlich wie in der Kindheit und Jugend bei Schularbeiten oder gefährlichen kleinen Abenteuern. Heimlich schleichen sich fast mystische, kalte Gegebenheiten in die Hoffnungen der Protagonisten ein, um sie schlußendlich in einen Strudel der Zerstörung zu ziehen.
Auch die beigefügten Bilder zeichnen eine trostlos romantische Patina über die einzelnen Kurzgeschichten und am Schluß fühlt man sich als würde man selbst in dem schwarz-weiß gehaltenen Teehaus in Schanghei sitzen und dieses wundervolle kleine Buch in Händen halten.
Für die Zukunft wünsche ich der noch jungen Autorin, dass sie in ihren noch folgenden Werken diese Perlen der einzelenen Erzählungen an eine Romanschnur hängen, und uns weiter auf ihrer violetten Seele treiben lassen möge, dann ist ihr ein Platz unter den ernsthaften SchriftstellerInnen auch auf internationaler Ebene sicher.