Beim ersten Teil von Aura konnte ich den vielen mechanischen Rätseln und bizarren Einfällen ja noch etwas abgewinnen, aber vom zweiten Teil bin ich sehr enttäuscht.
Bin zwar noch nicht ganz durch, aber es lässt sich jetzt schon sagen, dass das Spiel deutlich weniger gelungen ist als der Vorgänger.
Z.B. gab es in Aura I keine unfairen Rätsel. In Aura 2 jedoch, bevor man das Portal benutzen kann, um vom 2. zum 3. Abschnitt des Spiels zu gelangen, muss man eine Art "Türme von Hanoi" mit einer Art Matruschka-Figuren lösen. Ich frage mich, wie das jemand ohne Lösungsbuch oder ohne Programmierkenntnisse lösen soll. Ich habe ein "Türme von Hanoi"-Programm geschrieben, um einen Lösungsweg zu finden (Tipp: Die kleinste Figur entspricht der größten Scheibe bei Hanoi, die größte Figur entspricht der kleinsten Scheibe).
Jedes der Rätselelemente ist übrigens nur einmal verwendbar (im Gegensatz zu manchen bei Myst III z.B.). Schade ist das z.B. bei dem Alchimie-"Baukasten".
Am tollsten fand ich die Schienenbahnfahrten im 2. Abschnitt des Spiels, bei denen man durch mehrere Portale in verschiedene Welten reist. Sehr schön gemacht!
Aber insgesamt wurde das Potential der verschiedenen Welten (oder auch das des Hauses am Anfang) kaum genutzt. Da hat wohl jemand wieder den Entwicklern einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Das Schmetterling-Rätsel übrigens ist auch sehr unfair, ich musste extra eine Maus anschließen ... (benutze sonst Trackball) ... und trotzdem habe ich es nur mit viel Glück geschafft.
Mein Fazit: Einige gute Ideen, viel verschenktes Potential, und streckenweise viel zu schwer.
Das mit dem Sterben im Spiel hat mir eigentlich nichts ausgemacht, da ich ohnehin viel den Spielstand speichere. Lustiger wäre es gewesen, wenn Umang auf irgendeine Weise automatisch wiederbelebt worden wäre ... besser jedenfalls, als nur "Peng, du bist tot! Spiel verloren" anzuzeigen.