Produktinformation
|
Als junger Mann verschrieb Augustus sein Leben seinem Onkel Julius Cäsar und dessen Vision eines römischen Imperiums. Als Cäsar ermordet wird, tritt Augustus die Nachfolge an. Doch erst muss er sich im Kampf gegen die Mörder Cäsars bewähren und Gegner wie Marc Anton und die ägyptische Königin Kleopatra bezwingen. Augustus schenkt den Römern Frieden und Wohlstand, doch der Preis, den er dafür zahlt ist hoch: Seine Schwester Octavia, seine Frau Livia, seine Tochter Julia und sogar seine beiden Enkelsöhne dienen einzig und allein dem Zweck, das Wohl Roms zu mehren und zu sichern.
In knapp drei Stunden breitet der TV-Zweiteiler in epischer Länge das Schicksal Augustus' und Roms Blütezeit als mächtigste Stadt des Altertums aus. Inszenierung und Ausstattung sind dem Rahmen eines TV-Films angemessen, mehr aber auch nicht. Gedreht wurde die italienische Koproduktion im tunesischen Hammamet. Peter O'Toole als Augustus, Charlotte Rampling als Livia und Gottfried John als Cicero stechen als einzige namenswerte Stars gegenüber der übrigen Besetzung deutlich hervor, die sich zudem mit etlichen Längen des Drehbuchs herumschlagen muss.
Benjamin Sadler (Das Wunder von Lengede), der Augustus als jungen Mann gibt, wirkt unbeholfen und scheint von seiner Rolle eher überfordert. Regisseur Roger Young hat sich mit zahlreichen Bibel-Verfilmungen als Historienexperte etabliert und liefert fernsehgerechte Unterhaltungskost. Wer nicht mehr von Augustus erwartet, kommt auf seine Kosten. --Birgit Schwenger
Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden(Was ist das?)Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
|
|
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel:
|
||||||||||||||||||||||
|
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
61 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Knapp vorbei ist auch daneben,
Rezension bezieht sich auf: Augustus - Mein Vater, der Kaiser (2 DVDs) (DVD)
Eigentlich mag ich historische Filme - und speziell mag ich die über Rom. Da fallen mir nämlich aus der Vergangenheit Werke wie "Masada" und "I Claudius" ein, die für meinen Geschmack zum Besten gehören, was je fürs TV produziert worden ist.Von "Mein Vater, der Kaiser Augustus" kann man das aber bestimmt nicht sagen. Mit großem Anspruch angetreten, mit excellenten Schauspielern besetzt, gedieh der in Tunesien gedrehte Zweiteiler zu reinsten Sandalenkitsch, der noch nicht einmal ansatzweise so etwas wie "Authenzität" oder gar historische Gerechtigkeit vermittelt. Im Gegenteil: Ungeachtet aller historischen Fakten werden munter Klischees bedient und bunte Bilderchen produziert. Da wird aus Marcus Antonius Enkelsohn Jullus kurzerhand - weil wohl für den Zuschauer besser zu schlucken - der Sohn. Und der hat selbstverständlich nichts anderes im Sinn als den alten Kaiser über die Klinge springen zu lassen, dieweil - so vermittelt uns der Film - der "Adlige" Jullus die Einschränkungen der Adelsprivilegien durch den "Bauernsohn" Augustus nicht hinnehmen kann. Dass Augustus als Sohn eines Bankiers und Adoptivsohn von Julius Caesar zum einen reich und zum anderen selbst Patrizier war, fällt hier kurzerhand unter den Tisch. Unter dem ist's aber voll, denn da unten tummelt sich schon jede Menge unterschlagener Verwandtschaft: Oktavian-Augustus erste Frau (der Film will uns suggerieren, dass er immer nur Livia geliebt habe - also wird eine seiner drei Ehen kurzerhand ausgelassen), Livias zweiter Sohn Drusus, Julias Tochter Agrippina und ihr Sohn Agrippa posthumus, Marc Antons Kinder - sowohl die beiden, die er von Augustus' Schwester Oktavia hatte wie auch die mit Kleopatra. Dafür bekommt man ein gar seltsames Rom zu sehen: Die Bürger wandeln in einer Farbenpracht über den Marktplatz, die vermutlich noch nicht mal in Kleopatras Palast so bunt zu sehen war, das immer belebte Forum ist nachts so verlassen, dass Julia - immerhin eine römische Ehefrau! - dort mit ihrem Lover knutschen kann. Dafür sind aber die Arkaden im Hintergrund so hell beleuchtet, dass man sich fragt, wo die Römer die Tausend-Watt-Birnen hergenommen haben. Aber vielleicht waren für die Beleuchtung die Sklaven zuständig, die in Augustus trautem Heim gefehlt haben? Dort fand sich keiner, dem Kaiser beim Bade zu assistieren, zum Arbeitszimmer gab's keinen Sekretariat und noch nicht mal ein Vorzimmer und wenn der Lover der Tochter des Nachts aus ihrem Bette schleicht, um ihren Vater zu meucheln, so trifft er den Kaiser alleine mit seinem Arzt an - kein Sklave in der Nähe und die Palastwachen kommen auch erst nach ewig langem Gebrüll. Sehr wahrscheinlich ... Ich könnte weiterhin ausführlich Schwachstellen des Filmes aufzählen - die teilweise gefühlskitsch-befrachteten Dialoge schlimmster Art, die Eindimensionalität der dargestellten Charaktere, die mit Verlaub - albernen "Tanzeinlagen" in Kleopatras Palast und und und ... Bleibt aber zum Schluss etwas postivies: Wenn "Augustus" überhaupt lohnt, dann um der Schauspieler wegen. Peter O'Toole verleiht dem alten Kaiser Würde und Weisheit, Benjamin Sadler als der junge Augustus bringt Energie und Wärme dazu, Charlotte Ramplings Livia ist so wunderbar hintergründig, dass man ihr dazu auch den entsprechenden Text gewünscht hätte, die Kleopatra ist umwerfend sexy und ihre Sterbeszene gehört zu den besten Bildern, die der Film zeigt. Dafür den zweiten Stern. Mehr hat's nicht gereicht, denn die Ausstattung der DVD lässt zu wünschen übrig. Die Dokumentation ist interessant, doch die drei Making Of-Versuche können nur als "Made in Eile" deklariert werden (deutscher Kommentator, italienische Synchronisation im Hintergrund). Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
39 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Belangloser Sandalenfilm Teil 523,
Rezension bezieht sich auf: Augustus - Mein Vater, der Kaiser (2 DVDs) (DVD)
Langsam wird es ärgerlich! Seit einigen Jahren werden regelmäßig irgendwelche überfrachtete, sich wichtig nehmende Historienschinken auf den Fernsehmarkt geworfen, die durch bierernste Selbstinszenierung suggerien, es handele sich um eine anspruchsvolle, lehrreiche Darstellung von Geschichte. Das interessante ist dabei jedoch, dass diese Filme, so auch dieser, so grandios über das Ziel hinaus schiessen in dem Bestreben historische Seriösität auszustrahlen, dass man sich fragt, was diese Filme eigentlich sollen? Mal ehrlich: was wird über das Leben und Wirken des Augustus ausgesagt? Mal abgesehen davon, dass er furchtbare Schuldgefühle hatte, weil er die schlimmsten und grausamsten Proskriptionen seit Sulla veranlassen ließ und dem ach so edlen Caesar (besonders peinlich ist die Grabungszene!)nacheifern wollte? Er tut einem ja so leid, dass er so brutal werden musste! Aber wenn man die Ironie beiseite läßt, bleibt letzten Endes nicht viel mehr übrig, als eine unkritische, aus humanistischer Bildungstradition erklärbare Verklärung von Caesar und Augustus, während die Schattenseiten entweder nicht angesprochen oder verharmlost werden. Ein weiterer großer Schwachpunkt des Filmes ist die Tatsache, dass er enorm hohe Voraussetzungen an die Bildung des Betrachters stellt ohne gleichzeitig selbst weiter in die Tiefe zu gehen. So ist beispielsweise für einen Laien nicht nachvollziehbar, wieso aus heiterem Himmel Cicero (sehr schwach: G. John) sich für Octavian einsetzt und dieser auf einmal den alten Senator verrät. Das wird alles so schnell und vergröbert dargestellt, dass eigentlich alles beliebig wird. Fortan darf man sich merken: Octavian gut - Marc Anton entsetzlich böse, alles andere wird von einer Soße der Oberflächlichkeit zugedeckt. Weshalb wurde Caesar ermordet? Der böse alte Adel war das natürlich, eine andere, der Realität näher kommende Erklärung wird nicht geliefert. Wozu auch? Die Fronten erscheinen im Film so klar, nur waren diese tatsächlich bei weitem nicht so eindeutig verteilt. Alles andere wird glatt gebügelt. Unter einer historisch ansprechenden Darstellung verstehe ich etwas anderes. Noch ein Wort zu den Kulissen: sie sind NICHT archäologisch zuverlässig nachgestellt. Die Curia Julia sieht aus wie ein missglückter Podiumstempel, die Rednertribüne (die Rostra) erscheint in Ordnung, aber wo ist der Capitolshügel und das Tabularium dahinter, bzw. der Saturntempel westlich der Rostra? Rom war offensichtlich, nach diesem Film, in der späten Republik in der Stadtmitte von Bäumen und Sträuchern gesäumt! Soll man das lustig finden? Wie so oft hat man sich hier nur wieder zur Hälfte Mühe gegeben. Letztlich bleibt eigentlich nur noch übrig, das Drehbuch ob seiner pathetischen und hirnrissigen Dialoge zu tadeln. Den zweiten Stern gibt es für den von mir sehr geschätzten Peter O'Toole.**
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Schöne Verfilmung,
Rezension bezieht sich auf: Augustus - Mein Vater, der Kaiser (2 DVDs) (DVD)
Sicherlich kann man darüber streiten, ob der Film historisch korrekt ist oder nicht.Die allermeisten Buchverfilmungen sind lediglich in Anlehnung an den Text verfilmt worden, oft zum Ärger des Autors, man denke nur an Ecos "Der Name der Rose". Ich würde die historische Stimmigkeit in diesem Fall nicht so in den Vordergrund rücken, als mehr der Gesamtzusammenhang, der Einblick in die Zeit vor 2000 Jahren, "das Bühnenbild", wenn ich es so ausdrücken darf, war stimmig und gut und der Inhalt im Groben betrachtet ebenso. Sicherlich hat mann viel Gefühl und auch ein wenig "Schnulziges" mitverarbeitet, doch man wollte ja keine nüchterne Reportage, sondern einen prächtigen Spielfilm vor imponierender Kulisse. Wenn ich mit diesem Anspruch an den Film herangehe, muss ich gestehen es ist ein unterhaltsames und von schönen Bildern und Schauspielern getragenes Werk, das es sich lohnt anzusehen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel: Eigene Rezension erstellen
|
Die neuesten Kundenrezensionen |
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|