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August 1939. Die letzten elf Tage vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges
 
 
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August 1939. Die letzten elf Tage vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges [Gebundene Ausgabe]

Manfred Vasold
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
  • Verlag: Kindler Verlag GmbH (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3463403390
  • ISBN-13: 978-3463403397
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 15 x 3,3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.678.912 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Manfred Vasold
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Elf Tage vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs am 1. September 1939. Die Drähte zwischen Diplomaten, Politikern und Militärs laufen heiß. An wechselnden Schauplätzen spürt Manfred Vasold Stunde um Stunde den Kriegsvorbereitungen nach. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Vasold verzettelt sich! 22. Juli 2001
Format:Taschenbuch
Das Buch behandelt die letzten elf Tage vor Ausbruch des Krieges. Der erste Tag, der somit beschrieben wird ist der 21. August 1939. An diesem Tag erfährt Hitler, dass Stalin sich offen für einen Beistandspakt zeigt. Mit der Aussicht auf dieses Bündnis war der Weg für den Überfall auf Polen und den Beginn des mörderischsten und verbrecherichsten Krieg der Menschheitsgeschichte frei.

Vasold schreibt selbst in der Einleitung, dass diese letzten Tage gut erforscht und publizistisch ansprechend verarbeitet wurden (z.B,. Walter Hofer: "Die Entfesselung des 2. Weltkrieges"). Diese Werke konzentrieren sich aber auf die Aktionen der Diplomaten und Staatsmänner. Vasold hat dagegen den Anspruch das ganze Spektrum der europäischen Gesellschaften darzustellen und somit auch die Gefühle und Gedanken der unterschiedlichsten gesellschaftlichen Schichten verständlich zu machen.

Ich meine, dass das Buch damit mehr verliert als gewinnt. Zum einen verzettelt sich Vasold und zeigt in der Tat zu viele Aspekte, man hat teilweise sogar den Eindruck, dass er möglichst viele bekanntere Zeitzeugen in die "Handlung" reinquetscht, ohne dass dies einen Erkenntnisgewinn bringen würde. Besonders negativ ist mir das in einem Kapitel zu dem unsäglichen Ernst Jünger aufgefallen, der gerade seinen Einberufungsbefehl bekommen hat: "Dann im Haus die Treppe herunter. Da wurde unten gerade ein Telegramm für ihn abgegeben. Es kam von Brauchitsch vom Oberkommando der Wehrmacht, der ihm, dem Altgedienten, seine Beförderung zum Hauptmann mitteilte. Jünger nahm es als ein Zeichen, dass der Gott des Krieges ihm nicht abhold geworden war."

An anderer Stelle bringt er dem Leser die Arbeiter am Westwall (militärische Schutzeinrichtungen an der deutschen Westgrenze) nahe. Dies geschieht aber so distanzlos und unkritisch, dass es mir ebenfalls sauer aufstieß: "Die Stimmung ist keineswegs schlecht. Die Arbeiter meckern nicht, denn sie kennen den Zweck dieses Bauwerks: das Vaterland nach Westen hin zu schützen. Sie gehen an diesem Sonntag (27.8.) mit dem gleichen Frohsinn an die Arbeit wie an anderen Tagen. Vater Staat bezahlt sie gut. Manch einer war vor ein paar Jahren arbeitslos... Dass die Arbeitslosigkeit mit Hitler ein Ende nahm, wissen sie." Dies so unreflektiert stehen zu lassen finde ich vom Ansatz her verwerflich.

Die Stärken des Buches sind die Passagen wo die Aktionen der Entscheidungsträger wiedergegeben werden. Vor allem die Handelnden auf englischer Seite werden äußerst interessant portraitiert. Mir war z.B. die grds. Deutschland-Freundlichkeit des Botschafters in Berlin und des Außenministers neu. Nicht ganz überraschend waren sie mit ihrer neuen Standhaftigkeit und Bündnistreue zu Polen nicht sehr überzeugend, da sie genau vor einem Jahr die CSR dem Deutschen Reich ausgeliefert hatten. Genauso nachvollziehbar ist aber die riesengrosse Frustration der Briten, die einfach nicht verstehen konnten, dass die Deutschen nicht das selbe Interesse hatten den drohenden neuen großen Krieg zu vermeiden.

Aber die bestimmt vorhandene Dramatik dieser letzten Tage wurde mir eigentlich nie richtig deutlich.
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