Ein reichlich seltsames Teil.
Diese amerikanische Band zitiert gerne von anderen, bekannten Prog-Bands der Vergangenheit: mal von Caravan, mal von Gentle Giant, dann wird wieder etwas Mellotron-Schwermut im Stile skandinavischer Bands eingestreut.
Die Band will viel, tut sich aber beim Verrühren der Zutaten hörbar schwer.
Was für mich persönlich recht unerfreulich ist, war der seltsam dünne, unakzentuierte Gesang Dan Brittons (?). Kein Stimmprofil, rauchig-krächzig, ohne großen Wiedererkennungswert und irgendwann nur noch nervig.
Weiterhin fand ich die Abstimmung der einzelnen Instrumente aufeinander sehr unpräzise. Das Schlagzeug 'hinkt' oft dem restlichen Instrumentarium hinterher. Die Gitarrenläufe wirken, als wären sie stur vom Notenblatt abgespielt worden - eher zähe als flüssige Läufe und ihre Melodik lässt auch zu wünschen übrig.
An manchen Stellen tauchen Disharmonien auf, die sehr ungewollt und kakophon klingen, an anderen Stellen ergießt sich repetatives Keyboardgenudel in das gequälte Hörerohr...selten habe ich das Ende einer CD so herbeigesehnt wie hier.
Fazit:
Der Gesamteindruck: unausgegoren und gewollt, aber nicht gekonnt. So ähnlich klingt es vermutlich, wenn blutjunge Musikhochschulabsolventen das erste Mal gemeinsam ihr Repertoire üben. Dazu passen dann auch die naiven Gemälde, mit denen das Booklet übervoll ist. Eine der schlimmsten CDs, die ich jemals das Mißvergnügen hatte, hören zu müssen.