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August der Starke und seine Zeit: Kurfürst von Sachsen, König in Polen
 
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August der Starke und seine Zeit: Kurfürst von Sachsen, König in Polen [Taschenbuch]

Karl Czok
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Pressestimmen

»Karl Czok hat eine große Menge an Fakten zusammengetragen und ein interdisziplinäres Porträt des starken August erstellt: vom politischen Schicksal des Kurfürsten über kunsthistorische Aspekte bis hin zum Leben am Hof in Dresden.« 3sat

Kurzbeschreibung

Sachsen, das wettinische Kurfürstentum, zählte Ende des 17. Jahrhunderts zu den entwickeltsten Gebieten des Heiligen Römischen Reiches. Entsprechend prunkvoll war auch die Hofhaltung Kurfürst Friedrich August 1., bekannt als August der Starke. Die architektonische Kulisse für seine Macht- und Prachtentfaltung bildete Dresden mit dem Schloß und dem Zwinger, zahlreichen Palais und den außerhalb liegenden Schlössern Pillnitz, Großsedelitz und Moritzburg. Als sachkundiger Auftraggeber und leidenschaftlicher Sammler verstand er es, nicht nur Goldschmiede, Bildhauer und Architekten zu Kunstwerken zu inspirieren, sondern auch prunkvolle Festlichkeiten zu arrangieren. Großzügige Förderung von Gewerbe, Handel, Kunst, Wissenschaft und Technik sowie Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Gedanken und Erfindungen zeichneten ihn aus. Losgelöst von Zunftzwängen, entwickelten sich fortschrittsträchtige Manufakturen. Dies sowie ein persönlich freier und leistungsstarker Bauernstand und ein ergiebigerErzbergbau schufen die materiellen und finanziellen Grundlagen einer glanzvollen Hofhaltung. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Mathias von Gersdorff VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Ab Mitte des 19ten Jahrhundert begannen die Historiker, August den Starken immer heftiger zu kritisieren. Nicht nur seine Mätressenwirtschaft, die selbstverständlich unmöglich war, sondern alles an ihm. Die Sächsisch-Polnische Personalunion wurde als Größenwahn etikettiert, die Förderung der Künste als Prunksucht usw. Diese extreme moralische Verurteilung erfolgte insbesondere von preußischen Historikern wie beispielsweise Heinrich von Treitschke. Im wesentlichen suchten sie eine Begründung für die Annexionsbestrebungen Preußens, die schließlich beim Wiener Kongreß dazu führten, daß Sachsen 58 % seines Gebietes an den nördlichen Nachbarn verlor. Auch der polnische Romancier Jozef I. Kraszewski, der mehrere Jahre als Exilant in Dresden gelebt hat, zeichnet in seinen Sachsenromanen August den Starken praktisch als Monster. Das ist etwas geschichtsblind, denn die Sächsich-Polnische Personalunion war auch als Defensivbündnis gegen Rußland und Preußen gedacht. Nicht umsonst waren diese beiden die erbittersten Gegner davon. In seiner (recht schwachen) Biographie behauptet Hermann Schreiber sogar, daß diese Personalunion vom Papst betrieben wurde, um eine katholische Großmacht im Norden Europas zu schaffen.

Dieter Czok will ein objektiveres Bild von August den Starken zeichnen. Er betont die Vorteile seiner Außenpolitik und die Kunst- und Architekturförderung. Ebenso führt er Argumente gegen die gängige Behauptung, er sein Fürstentum wirtschaftlich ruiniert wurde. Der Vergleich mit Preußen, mit leicht paranoischen Zügen, ist ständig präsent. Wenn es um die Kunstsammlungen Sachsens geht schreibt er: Die Sammlungen kamen nicht durch Kriege und damit verbundene Beutezüge zustande, wie wenig später die zur Zeit Friedrichs II. von Preußen - im Gegenteil: Sie regten die Sammeltätigkeiten in kleineren Residenzen an, vor allem aber auch die von Bürgern und Städten."

Auch wenn man sich für diese Aspekte nicht interessiert, ist das Buch empfehlenswert. Neben dem Leben August des Starken wird die Zeit mit ihrer Kultur und ihrem gesellschaftlichen Leben beschrieben, die wichtigsten historischen Ereignisse, wobei der Nordische Krieg relativ knapp behandelt wird, und auch die Entwicklung Dresdens von einem größeren Dorf zu einer weltberühmten Residenzstadt.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sinnenfreude 22. Mai 2009
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Neugierig geworden, nachdem die Pracht in Dresden besichtigt war, auf denjenigen, der diese Pracht wesentlich gefördert hat.

August der Starke war unter den Wettinern sicher eine " Lichtgestalt".

Czok beschreibt, nicht ohne einen gewissen Lokalpatriotismus Herkunft und Auftreten dieses Mannes, der in jeder Beziehung maßlos war.

Ob es nun die Zahl seiner Beziehungen, seiner Kinder anging, die unermessliche Pracht seiner Pretiosen, in den grünen Gewölben in Dresden aufbewahrt, in bezug auf seine Herrschaftsansprüche.

Czok weiss auf die Rezeption dieses Herrsches durch eine sauertöpfische Geschichtswissenschaft hin.

Zutreffend wird im Vergleich zu den Hohenzollern darauf hingewiesen, dass die Wettiner, allen voran August der Starke uns Kunstwerke hinterlassen haben, die heute unser Auge und Ohr erfüllen ( wenn man an die Musikwerke denkt, die in Jahrhunderten in Sachsen entstanden- Zentrum deutscher Musikkultur).

Sicher war August der Starke kein moralischer Mensch, verschwendungssüchtig, auch politisch gesehen kein begnadeter Herrscher ( was seinen Konflikt mit Schweden betrifft, der Sachsen viel gekostet hat).
Aber was wäre Dresden heute ohne den Kunst-Nachlass der Wettiner ?

Das was er ausgeben hat, kommt durch Millionen von Touristen wieder hinein und mehr davon.

Das verdanken wir den Wettinern;den Hohenzollern hingegen viele Kriege ,einen Weltkrieg mit allen weiteren Folgen.

Ich konnte meinen Horizont durch dieses Buch erweitern.
Danke.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Eher falscher Titel? 30. Januar 2011
Von Daniel H.
Format:Taschenbuch
Da mir Dresden schon immer gefällt, genau wie ganz Sachsen, habe ich mir mal vorgenommen mehr darüber zu erfahren.
Mit meinen 26 Jahren habe ich immerhin schon jedemenge Bücher über Deutsche Geschichte gelesen und Dokumentationen gesehen.

Zu dem hier vorliegenden Buch muß ich aber leider sagen das ich etwas enttäuscht bin. Klar beschreibt es die Zeit um August den Starken ganz gut (aber auch nur im höfischen Bereich richtig). Sein Leben aber geht öfters mal unter. Um seine Mätressen wird hier gar nicht groß gesprochen. Man denkt fast das es dem Autor peinlich gewesen wäre darüber zu schreiben. Schade.

Das Buch liest sich generell etwas zäher als man das von heutigen Geschichtsbüchern gewohnt ist. Wenn man schon ein gutes Hintergrundwissen hat ist es sicherlich empfählenswert es zu lesen. Ansonsten würde ich mich aber andersweitig umsehen.

Und zum Titel:

Das höfische Leben Sachsens zu Zeiten August des Starken hätte besser gepasst.

MfG

Daniel
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