...sondern für alle, die ins Kino gehen um sich dort verzaubern zu lassen,für alle, die nichts dagegen haben, wenn man ein Taschentuch braucht und für alle, die große Gefühle lieben ist dieser Film ein Hochgenuß. Nein, er ist nicht realistisch, aber für die Realisten gibt es die "Tagesschau!" und die ganz harten Kerle gehen eben in "I am legend" oder "Alien vs. Predator", das sind ja auch sehr realistische Dokumentationen, grins......Aber darum soll es nicht gehen, hier geht es um "Der Klang des Herzens" und nein, der Titel verspricht nicht zuviel, denn alleine schon die großartige, abwechslungsreiche Musik ist fünf Punkte wert und hielte man die Augen geschlossen, hätte sich der Eintritt immer noch gelohnt. Dabei würde man aber dann leidenschaftlich agierende Schauspieler verpassen, denen man anmerkt, dass sie noch nicht müde sind vom eigenen Ruhm. Jonathan Rhys - Meyer, für mich im Moment so ziemlich the coolest and sexiest man alive, reiht sich nach u.a. Joaquin Phönix als Johnny Cash sehr respektabel ein in die Reihe der Darsteller, die ihre Songs ohne Stuntleute singen und performt gleich zu Beginn ein Hammerstück, nach dem man ( ja, gut :FRAU!) schon nur noch als geschmolzenes Pfützchen Entzücken im Kinosessel klebt. Und sein Blick- diese traurigen Augen, dieser Mund.... ja, gut ich höre auf, es gibt noch mehr zu sehen in diesem Film. Freddie Highmore, dem August/ Evan- Darsteller , ist zu wünschen, dass es ihm besser ergehen möge als all den anderen gescheiterten Kinderstars, denn der Junge hat ein wirklich großes Potential und spielt Robin Williams glatt an die Wand. Williams ist hier mal gegen sein Rollenklischee als ewige Knallcharge besetzt und gibt einen unberechenbaren, düsteren Charakter, die Anleihen bei Charles Dickens und seinem Oliver Twist sind gerade bei dieser Gestalt überdeutlich, natürlich aber auch beim Wunder- Waisenkind August. Und Kerri Russel ist ein wunderbar anrührendes Bambi mit gebrochenem Herzen, sympatisch, natürlich und hinreißend. Oh, ja, das Ganze IST an den Haaren herbeigezogen, das geraubte, der Mutter entrissene Kind, die musikalische Begabung, die Irrungen und Wirrungen, der Showdown..... Aber dazu ist doch das Kino da, nicht nur für Krimis und Thriller, auch um uns Liebesgeschichten und Märchen zu erzählen, an denen wir uns mal das Herz wärmen können und die uns glücklich machen. Und mich hat dieser verträumte Märchenfilm mit seinen wunderschönen, weichgezeichneten New York - Bildern wirklich sehr glücklich gemacht. Ich kann ihn jedem Romantiker bedingungslos empfehlen, die knallharten Realisten mögen sich schaudernd abwenden, aber wie gesagt, die Geschmäcker sind eben verschieden und das ist ja auch gut so!