Pressestimmen
»In unserer zunehmend vom Optischen dominierten Welt ist Burkes Text auch für den Nichthistoriker eine spannende und aufschlussreiche Lektüre, die uns hilft, die Augen offen zu halten und dem, was wir sehen, zu misstrauen.« (Journal Frankfurt, 26.09.03)
»Burke entfaltet ein ganzes Feuerwerk amüsanter historischer Beispiele für die verschiedenen Funktionen, die Bilder vom späten Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert zwischen moralischer Idealisierung und satirischer Überzeichnung zeitgenössischer Wissenschaft entfaltet haben. (...) Er liefert tatsächliche Bausteine für eine europäische Kulturgeschichte des Bildergebrauchs seit der Frühen Neuzeit. (...) Flott und vergnüglich geschrieben (...) legt Burke ein weiteres Einführungsbuch vor.« (Valentin Groebner, Süddeutsche Zeitung, 30.6.2003)
Kurzbeschreibung
Eine Schule des Sehens: Peter Burke vermittelt das kritische Werkzeug, um dem, was Bilder mehr oder anders sagen als Texte, auf die Spur zu kommen. In seinem klar und anregend geschriebenen Buch führt Peter Burke durch den Bildersaal der Geschichte und erweitert so den Fundus historischer Quellen. Bilder sind fern aller Kunstbetrachtung auch als Materialien zur historischen Erkenntnis zu lesen und bieten dem Historiker eine bisher kaum genutzte Chance, Geschichte zu schreiben. Gemälde, Drucke, Karikaturen, Landkarten, Plakate, Photographien und die bewegten Bilder des Films sind vielsagend, sie können aber auch lügen oder die Wirklichkeit verschleiern und manipulieren. Anhand vieler Beispiele von der Antike bis heute, vom Reiterstandbild bis zum japanischen Holzschnitt, erprobt Peter Burke seine Theorie des historischen, kritisch interpretierenden Sehens. Der Leser wird manches Bild künftig mit anderen Augen sehen!