Neu kaufen

oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
oder
Mit kostenloser Probeteilnahme bei Amazon Prime. Melden Sie sich während des Bestellvorgangs an. Erfahren Sie mehr
Gebraucht kaufen
Gebraucht - Sehr gut Informationen anzeigen
Preis: EUR 6,78

oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
 
   
Alle Angebote
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Augenblicke der Leidenschaft: Aquarellierte Zeichnungen und Texte
 
Größeres Bild
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Augenblicke der Leidenschaft: Aquarellierte Zeichnungen und Texte [Gebundene Ausgabe]

Rainer Maria Rilke , Auguste Rodin
1.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
Preis: EUR 24,80 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
Auf Lager.
Verkauf und Versand durch Amazon.de. Geschenkverpackung verfügbar.
Nur noch 2 Stück auf Lager - jetzt bestellen.
Lieferung bis Dienstag, 29. Mai: Wählen Sie an der Kasse Morning-Express. Siehe Details.
‹  Zurück zur Artikelübersicht

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

"Ich habe mir selbst nachspioniert in den Augenblicken meiner Leidenschaft, der Vergiftung durch die Liebe, und ich habe sie für meine Kunst studiert", bekannte August Rodin mit Hinblick auf seine erotischen Handzeichnungen, die neben seinem bildhauerischen Schaffen einen weiteren wichtigen Schwerpunkt in seinem Werk bilden. Mit nahezu 8000 Blättern stellt der zeichnerische Nachlass des 1917 verstorbenen Künstlers geradezu eine Topografie weiblicher Frauenkörper dar.

Auch der Dichter Rainer Maria Rilke war fasziniert von den Arbeiten Rodins. Ein erstes persönliches Aufeinandertreffen eröffnete die wohl intensivste und produktivste Phase seiner dichterischen Arbeit. Neben einer Rodin-Monographie entstanden zahlreiche Schriften und Gedichte zu den Arbeiten des Bildhauers. In der hier vorliegenden Ausgabe vereint der Insel-Verlag eine gelungene Neuauswahl thematisch verwandter Werke der beiden Künstler und führt damit eine langjährige Tradition fort, denn bereits 1913 erschien eine Ausgabe im gleichen Hause. Eine verlegerische Großtat, wenn man bedenkt, dass noch im Jahr 1906 eine Ausstellung der Aktzeichnungen Rodins im Großherzogtum Weimar einen Skandal ausgelöst hatte!

Rilkes erotische Gedichte sind von gleicher Kühnheit wie Rodins Aktzeichnungen. "Die körperliche Wollust ist ein sinnliches Erlebnis, nicht anders als das reine Schauen oder das reine Gefühl", formulierte Rilke in einem seiner Briefe und fügte hinzu, in der Wollust erfahre man ein Wissen von der Welt. Ebenso wie Rodin setzte er den sexuellen Akt mit dem künstlerischen Schaffensprozess gleich und hielt die Enttabuisierung des Geschlechtlichen für längst überfällig.

Auf rund 118 Seiten wird ein intimer Rahmen für die Gedichte und Zeichnungen geschaffen. Neben dem Genuss beim Betrachten ätherischer Gestalten in erotischer Flüchtigkeit wird für den Leser, dank eines einfühlsamen Nachworts von Annette Ludwig, aus heutiger Sicht nachvollziehbar, was die beiden Künstler miteinander verband, aber auch voneinander unterschied -- bis sich ihre Lebenswege endgültig trennten: Rilke distanzierte sich zunehmend von der Haltung Rodins, die Sexualität nur auf das rein Geschlechtliche zu begrenzen.

Dieses Buch verdeutlicht, dass die Lektüre Rilkes ungeachtet aller Diskrepanzen eine fruchtbare Auseinandersetzung späterer Künstlergenerationen mit Rodin überhaupt erst ermöglichte. --Andreas Schultz

Kurzbeschreibung

Mit dieser Ausgabe wird die Korrespondenz zwischen Rilke und Rodin erstmals als Briefwechsel in deutscher Sprache vorgestellt. Die Briefe werden ergänzt durch Tagebuchnotizen und eine Vielzahl von Äußerungen des Dichters über Rodin sowie durch Augenzeugenberichte Dritter. Rätus Luck legt damit über die Dokumentation der wechselvollen Verbindung zwischen zwei großen Künstlern hinaus so etwas wie ein - nach Rodin-Monographie und Rodin-Vortrag - drittes Rodin-Buch Rilkes vor. Es zeigt den unmittelbaren Eindruck, den die Persönlichkeit des Bildhauers Auguste Rodin beim jungen Rilke hinterließ, und zeichnet den Verlauf der Rodin-Rezeption am Beginn des 20. Jahrhunderts nach, einer Rezeption, zu der Namen wie Anna de Noailles, Rudolf Kassner, Harry Graf Kessler, Sidonie Nodherny von Borutin, Emile Verhaeren oder Helene von Nostitz gehören. Die Annäherung zwischen Rilke und Rodin hatte 1902 mit Rilkes Arbeit an einer R odin-Monographie begonnen, sie erreichte ihren Höhepunkt, wie ihr Ende, mit dessen Tätigkeit als Sekretär Rodins. Rilke war Rodin-Sachverständiger, Anlaufstelle für Enthusiasten aus Deutschland, für Verlage und Zeitschriftenredaktionen, Vermittler und Verkäufer von Rodins Kunst, dazu ein enger Vertrauter des Bildhauers. Beide Künstler schieden 1906 dennoch nicht als Freunde, und ihre Wiederbegegnung sieben Jahre später hat den Bruch nur noch endgültiger werden lassen. Der Dichter Rilke war als Bewunderer des Bildhauers in diese Beziehung eingetreten. Eine strenge Schule des Sehens bei Rodin durchlaufend, hat Rilke von Rodins Werk aus seine Vorstellung von den die Natur überbietenden "Kunst-Dingen" gewonnen. Er ist, wie an Tolstoi oder später an Cezanne, als Künstler an Rodin gewachsen; am Ende ihrer Beziehung mußte damit zwangsläufig seine Emanzipation von ihm stehen.Eine Auswahl von zweiundzwanzig aquarellierten Zeichnungen Rodins wird von Liebesgedichten Rilkes und seinen Äußerungen zu Rodins Zeichnungen begleitet. "Eigentlich nichts weiter als geschlechtliche Begierde, die sich aus der Liebeskraft ableitet", so Auguste Rodin, sei "die Kunst". Keine seiner Arbeiten bestätigt dies eindrucksvoller als ein riesiges Konvolut von Zeichnungen, das in seinen letzten beiden Lebensjahrzehnten, seit den 1890er Jahren, entstand. Geradezu elektrisiert notierte Rodins Schüler und Gehilfe Bourdelle nach der Sichtung im Atelierhaus von Meudon: "Eine Million Zeichnungen wie Blitze Geruch der menschlichen Spezies Drama der Lust". In einer radikal modernen Bildsprache artikulierte sich Rodins zunehmende Fokussierung auf das Weibliche. Eine Ausstellung der aquarellierten Handzeichnungen im Großherzogtum Weimar löste 1906 den wohl bekanntesten Rodin-Skandal aus, der zur Entlassung des Kurators und Rodin-Sammlers Harry Graf Kessler führte. Rainer Maria Rilke, Autor einer Rodin-Monographie (1902) und zu dieser Zeit Sekretär des Bildhauers, hatte entschieden Position gegen die Doppelmoral des offiziellen Kunstgeschmacks bezogen, und 1922 verurteilte er im Brief des jungen Arbeiters die Herabsetzung der sinnlichen Liebe durch das Christentum. Im Oktober / November 1915 waren seine "phallische Hymnen" entstanden, ein Zyklus von sieben Gedichten (ihre Entstehung hat Siegfried Unseld beleuchtet: Das Tagebuch Goethes und Rilkes "Sieben" Gedichte, 1978), denen später weitere erotische Gedichte folgten.

Über den Autor

Rainer Maria Rilke wurde als René Karl Wilhelm Johann Josef Maria Rilke am 4. Dezember 1875 in Prag geboren. Ab 1885 besuchte Rilke auf Druck der Eltern eine Militärrealschule zur Vorbereitung einer Offizierslaufbahn. Diese brach er jedoch 1891 wegen Krankheit ab. Mit Hilfe von Privatunterricht konnte er 1895 sein Abitur ablegen. Schon zu Schulzeiten begann Rilke zu schreiben. In den folgenden Jahren studierte er Literatur, Kunstgeschichte und Philosophie in Prag, München und Berlin. 1896 lernte er in München Lou Andreas-Salomé kennenlernen, der er nach Berlin folgte. Mit ihr unternahm er 1899/1900 eine Reise nach Rußland und war von dem Land nachhaltig beeindruckte. Hier lernte er auch Tolstoj kennen. 1901 trennte er sich von der verheirateten Andreas-Salomé und heiratete Clara Westhoff, die Scheidung folgte allerdings schon im folgenden Jahr. Aufgrund finanzieller Engpässe nahm Rilke monographische Auftragsarbeiten an und reiste 1902 nach Paris, wo das Gedicht Der Panther entstand, das erste der „Neuen Gedichte“. Ab 1905 nahm er sein Philosophiestudium bei Georg Simmel wieder auf, lernte später auch Sigmund Freud kennen. Er unternahm Reisen nach Nordafrika, Ägypten und Spanien. Rilkes Tagebuchroman Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge wurde 1910 veröffentlicht. 1919 siedelt er in die Schweiz über. In den 1920er Jahren erkrankte er an Leukämie, hielt sich wiederholt in Sanatorien auf und verstarb schließlich am 29. Dezember 1926 im Sanatorium Valmont bei Montreux in der Schweiz.

Rainer Maria Rilke ist seit dem Jahr 1900 Autor des Insel Verlages, seit 1908 wird sein Werk hier nahezu geschlossen betreut. Die folgende Übersicht gibt Auskunft über die im Insel und Suhrkamp Verlag erscheinenden Rilke-Editionen: die Vielzahl der bereits vorliegenden Werk-, Einzel- und Sammelausgaben, die Briefwechsel und die Arbeiten zu Werk und Persönlichkeit des Dichters.

‹  Zurück zur Artikelübersicht

Datenschutzerklärung von Amazon.de Versandbedingungen von Amazon.de Umtausch- & Rücknahme bei Amazon.de