Bevor ich diese Biographie gelesen habe, war mir Herr Becker weder sympathisch, noch unsymphatisch. Das hat sich nun geändert. Arrogant und von sich selbst am allermeisten überzeugt betont er immer wieder, daß der deutsche Tennis ohne ihn doch nichts sei, ja daß der Ärmste viel zu unterbezahlt war, da ja der deutsche Tennisbund durch seine herausragenden Erfolge noch viel mehr verdient hätte. Sein Schreibstil soll wahrscheinlich von großer Bildung zeugen, verleitet aber eher zum einschlafen. Die Kapitel sind scheinbar sinnlos aneinander gereiht, am nervigsten sind jedoch die ausführlichen Beschreibungen der einzelnen Matchs. Diese dauernden 5:2, 6:3 u.s.w. kann man wirklich nur überfliegen. Für Becker-Fans sicher interessant, für alle anderen eher nicht.