Dieter Bohlen hatte sich feixend bei seinem 2. Buch entschuldigt für die ganzen "Nachahmer"...nun weiß ich, was er gemeint hat! Boris Becker behauptet zwar ständig, er wolle mit dieser Art Schreibe nix zu tun haben, aber angesichts der Vermarktung im Stil von Titel, Aufwand, Hörkassette (enthält die auch lauter "ähs"?) sieht man ja, wie haargleich das abläuft.
Den Inhalt des Buches braucht man meines Erachtens nicht lesen. Nicht, weil er uninteressant ist, sein Leben hat durchaus Ecken und Kanten. Aber wie er erzählt, ist haarsträubend. Ein Wandschrank hat mehr Tiefe als B.B. in diesem Buch.
Die einzelnen Episoden, also z.B. über seinen hohen Schlaf- und Schmerzmittelverbrauch; die Streitereien mit Barbara nach seinem 5-Minuten-Seitensprung; das Vorgehen der Amerikaner im Gerichtssaal etc. lassen sich alle in der BILD nachlesen, damit hat man schon das Wesentliche an Essenz erhalten. Dieses Buch ist nicht spannend, es ist rar von echtem Humor und ..wenn er so Tennis gespielt hätte, wäre er beim 1. Satz rausgeflogen.
Da der Titel ja bei Goethe angelehnt ist und neuerdings wohl Daniel Küblböck ebenfalls in der Top ten der wichtigsten Deutschen herumschwirrt, empfehle ich Herrn Becker, ihn das nächste Mal mit in die Besenkammer zu nehmen. Dort können beide gerne bleiben - und zur Strafe die unsägliche Biographie von ??? lesen.