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Die Augen eines Mörders
 
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Die Augen eines Mörders [Taschenbuch]

Antonio Muñoz Molina , Willi Zurbrüggen
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 480 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 2 (2. Mai 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499230011
  • ISBN-13: 978-3499230011
  • Originaltitel: Plenilunio
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 11,6 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 313.797 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Antonio Muñoz Molina
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

"Die Augen sind der Spiegel der Seele", sagt Pater Orduna zu Beginn von Antonio Munoz Molinas grandiosem neuen Roman zu seinem Besucher, dessen Lehrer er vor mehr als vier Jahrzehnten gewesen war. Der Besucher ist Inspektor der Kriminalpolizei und ermittelt im Fall der jungen Fatima, die inmitten eines kleinen Pinienwäldchens am Rande der Kleinstadt missbraucht und erwürgt gefunden wurde. Er wird fanatisch nach den Augen des Mörders suchen, in Bars, auf der Straße, in Geschäften, überzeugt davon, ihn unfehlbar zu erkennen, sollte er ihm begegnen. Die Fahndung wird zum einzigen Lebensinhalt. Haare des Täters wurden am Tatort gefunden, ebenso Fingerabdrücke, Speichel und Blut, eine bestimmte Zigarettenmarke scheint er zu bevorzugen, doch vom Gesicht des Mörders kann nicht einmal ein Phantombild entworfen werden. Einzig Susana, Fatimas Lehrerin, scheint Vertrauen zu der Arbeit des Polizisten zu fassen, der erst vor kurzem aus dem Baskenland in die südliche Stadt versetzt wurde. Dann meldet sich plötzlich jede Woche bei den verzweifelten Eltern des Opfers ein Mann, der nur das Wort "Fatima" in den Hörer spricht und dann auflegt.

Die Augen eines Mörders ist eine der ganz wichtigen Neuerscheinungen der letzten Jahre. Große Charakterstudien, die man in dieser Radikalität und Intensität schon lange nicht mehr lesen konnte, machen den Roman zu einem großen Ereignis. Spannung wird nicht über eine aktionsreiche Handlung aufgebaut, sondern durch Analysen des Innenlebens von Täter und Ermittler. Der Autor verzichtet gänzlich darauf, dem Leser Halt in Form eines positven Helden zu bieten. Keine Figur des Roman kann als Sympathieträger dienen. Ein Roman ohne Trost und mit wenig Hoffnung, kritisch gegenüber den Entwicklungen der modernen Gesellschaft, dem eine Atmosphäre permanenten Unbehagens und tiefer Skepsis innnewohnt.

"...der wohl interessanteste Autor seiner Generation" urteilte die Süddeutsche Zeitung. Sie hat alles andere als übertrieben. Ein großer Autor -- ein großartiger Roman! --Ulrich Deurer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Die Welt

Munoz Molinas Diktion ist erfüllt von andalusischer Poesie, bildhaft, farbenreich und zupackend. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
'Die Augen eines Mörders' ist ein Buch, das in mehrerlei Hinsicht zu denken gibt: zunächst ist es literarisch von hoher Qualität - eine für einen 'Krimi' sehr seltene Eigenschaft - und doch spannend. Wichtiger ist jedoch die psychologische und anthropologische Tiefe, die der Autor erreicht. In beeindruckender Weise wechselt er die Perspektiven verschiedener Charaktere, in erster Linie die eines Sexualmörders mit der eines Polizeibeamten. Menschlichkeit spricht aus allen Perspektiven, die er einnimmt, auch aus der des 'menschlichen Monsters', der Bestie - des Mörders. Dies könnte man auf den ersten Blick beinahe für unmoralisch halten. Nichts ist jedoch weniger wahr. Gerade in der Menschlichkeit, die selbst der Mörder erlangt, gelingt es Molina in seinem Roman, die erschreckende anthropologische Wahrheit zu ertasten, wozu Menschen in der Lage sein können. Die schrecklichsten Grausamkeiten, die Menschen begehen, bleiben doch auch 'menschlich' - freilich nicht im positiven Sinn des Wortes. Eine solche Tiefe der Abgründe im Menschen kann nur in wirklich tiefer Literatur gelingen. Und Molina gelingt es, was den Leser bis ins Mark trifft. Die Moral des Buches geht daher viel weiter als eine platte Verurteilung der 'Bestie' als unmenschlich. Er ruft dazu auf, Menschen in der Gesellschaft so zu behandeln, daß ihre Menschlichkeit nicht in ihre eigenen Abgründe abstürzen kann. Ein erschütternder Roman, der aber viel mehr zu sagen hat als viele andere anthropologisch platte Auseinandersetzungen mit Schuld und Unmenschlichkeit, und daher in jeder Hinsicht viel zur Rettung der Menschlichkeit dem Menschen gegenüber beiträgt.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Uli Geißler TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Ein grässlicher Sexualmord an einem Mädchen lässt die Stadt und die Polizei den Atem anhalten. Der Kommissar taucht auf und in ganz merkwürdig-melancholischer Weise verfolgt er die wenigen Spuren. Fixiert auf „die Augen des Mörders" quält er seine Wahrnehmung und kommt doch nicht weiter. Getrieben von der Verpflichtung, den brutalen Mörder zu entdecken bewegt ihn zusätzlich die eigene Lebensreflexion. Fast schon verschämt entsteht eine Nähe zu einer Zeugin und verwandelt sich - unsicher und hilflos fast - in Zuneigung, ja vielleicht sogar Liebe und man weiß nicht genau, ob das dem angeschlagenen Selbstbewusstsein des Kriminalers wirklich dient. Eingeschobene Gedankenbeschreibungen des Täters erschweren es bisweilen, dem psychologischen Plot zu folgen. Es ergeht einem oft wie dem Strafverfolger und es fällt schwer, die Hoffnung auf eine Lösung des Falles und die Festsetzung des Verbrechers zu glauben.

Dem Autor gelingt es, des Kommissaren Unsicherheit und seine innere Wehmut auf die Leserschaft zu übertragen. So ist man plötzlich selbst dabei, eigene Lebenswirklichkeiten zu überdenken und Ziele zu reflektieren. Eine beschaulich-melancholische, lange Abschnitte lang auch bedrückende Stimmung macht sich breit, die erst mit dem Zuklappen des Buches endet. Der Thriller ist Spannung und Charakterstudie zugleich und gerade deshalb so unspektakulär aufregend.

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
fesselnd 19. Mai 2010
Von Jupiter
Format:Taschenbuch
Ach, wie öde sind doch viele Krimis! Ganz anderes bekommt man hier geliefert. Ein Kommissar mit einer sehr fragwürdigen Biografie, offenbar hat er unter dem Franco-Regime Spitzeldienste geleistet, ermittelt in einer ihm fast fremden Stadt in einem Fall von außergewöhnlicher Brutalität. Ein Mann hat ein zehnjähriges Mädchen brutal misshandelt und dann erstickt. Dies ist sicher ein Vorgehen, dass auch am härtesten Ermittler nicht spurenlos vorbeigehen wird. Doch in diesem Fall wird die Suche nach dem Täter zu einer allumfassenden Aufgabe für den Ermittler. Das Bild des toten Mädchens, des gequälten, geschundenen Körpers verfolgt ihn so sehr, dass auch der Leser sich auf den ersten fünfzig Seiten immer wieder die entsprechenden Schilderungen vor Augen führen muss. Das ist quälend, fast nicht zum Aushalten, aber eben doch sehr, sehr gut gemacht. Und auch alle anderen Verwicklungen, in die der Kommissar im Lauf der Handlung noch verstrickt werden wird, amouröse wie biografische, werden ebenso detailliert in einer angemessenen klaren und doch hochrangig poetischen Sprache beschrieben. Der Sog, den dieser Roman entfaltet, wächst mit jeder gelesenen Seite - und wer Spannung mag und dabei nicht auf sprachlich ausgefeilte Texte verzichten möchte, der ist hier hundertprozentig richtig aufgehoben.
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die Langeweile eines Kommissars
Ich ließ mich verführen - vom Titel, von der Bewertung durch andere Leser.
Ich bin der erste mit einer schlechten Note - nach gut der Hälfte des Romans habe... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Noffhoff veröffentlicht
Suche seine Augen
Ein Mann, der ein kleines Mädchen schrecklich missbraucht und schließlich tötet. Keine leichte Kost, an die sich Munoz Molina heranwagt. Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Bernd Hußnätter veröffentlicht
Ein Meisterwerk!
Was für ein großartiges Buch! Die langen Sätze sind etwas gewöhnungsbedürftig, entwickeln dafür aber einen eigentümlichen Sog, der den Leser... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Februar 2010 von Genusswurzel
Spannendes Buch...
... mit literarischem Einschlag.
Die Kriminalgeschichte entwickelt sich und zieht einen in den Bann, was maßgeblich daran liegt, dass Molina die Akteure nicht zu... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. April 2009 von C. Arndt
Augen als Spiegel der Seele?
Antonio Munoz Molina, im deutschsprachigen Raum viel zu wenig beachtet, hat mit "Die Augen eines Mörders" ein psychologisch und literarisch geniales Werk mit Krimihandlung... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. September 2007 von Roland Freisitzer
Gruselig
Dieser Krimi ist insofern wirklich ungewöhnlich, als die verwendete Sprache ausgesprochen ausgefeilt und literarisch ist, ohne aber daher langweilig daher zu kommen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. September 2006 von Iarexx
Literarischer Krimi
Bei diesem Buch handelt es sich nicht um einen trivialen oberflächlichen Krimi, sondern um ein Werk mit einer gelungenen literarischen Sprache. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. April 2005 von weisserstier
Ein Buch, das Thriller und Literatur in einem ist
"Die Augen eines Mörders" (rororo 23001 - "Plenilunio", 1997) von Antonio Munoz Molino ist Thriller und Literatur in einem. Lesen Sie weiter...
Am 23. Juli 2001 veröffentlicht
Spannend und beängstigend realistisch !
Völlig losgelöst von den Vorgaben "typischer" Krimis schildert der Autor den Sexualmord an einem Kind in einer spanischen Kleinstadt. Lesen Sie weiter...
Am 9. Oktober 2000 veröffentlicht
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